Wett-Manipulation Drei Viertel der Verdachtsfälle finden im Tennis statt

Eine Aufsichtsbehörde hat erstaunliche Zahlen veröffentlicht: Knapp drei Viertel der vom Manipulationsverdacht überschatteten Sportwetten 2015 kamen demnach aus dem Tennis.

Manipulationsvorwürfe: Die meisten Fälle im Tennis gemeldet
REUTERS

Manipulationsvorwürfe: Die meisten Fälle im Tennis gemeldet


Das Image des weißen Sports leidet weiter: Im Zuge des vermeintlichen Wett-Skandals im Profitennis hat eine Aufsichtsbehörde neue Zahlen veröffentlicht. Knapp drei Viertel der Sportwetten, die unter Manipulationsverdacht stehen, stammen aus dem Tennis. Das bestätigte die ESSA (Sports Betting Integrity) dem britischen Sender BBC.

Die Organisation mit Sitz in Brüssel wird von den Buchmachern aus ganz Europa informiert, wenn auffällig hohe Einsätze auf bestimmte Wetten vorliegen. In 73 von 100 gemeldeten Fällen 2015 soll es sich dabei nach Angaben der ESSA um Tennisspiele gehandelt haben.

Auf die Manipulationsvorwürfe am Rande der Australian Open im Januar hatten führende Vertreter der Profitennis-Szene mit der Einführung einer unabhängigen Task Force mit Namen "Independent Review Panel" reagiert. Diese soll der bereits seit Jahren bestehenden Tennis Integrity Unit zuarbeiten. Mit Ergebnissen ist aber wohl erst in rund zwölf Monaten zu rechnen.

Nach Informationen der BBC und der amerikanischen Online-Plattform BuzzFeed News sollen in den vergangenen zehn Jahren insgesamt 16 Spieler aus den Top 50 - darunter auch ein Grand-Slam-Sieger im Doppel - in Manipulationen verstrickt gewesen sein. Sogar Listen mit Namen waren im Internet aufgetaucht - offizielle Bestätigungen gibt es aber nicht.

mrr/sid

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echnaton12 18.02.2016
1. Tennis bietet sich gradezu dazu an...
da sich "Fehler" dort am besten vertuschen lassen und nur 2 bzw. eine Person beteiligt ist. Zudem lassen sich unendlich viele verschiedene Spielergebnisse wetten dank der Games, Sets und Tiebreaks. Besser gehts nirgends....
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