Handball-Wettskandal Karabatic-Brüder für sechs Spiele gesperrt

Die französische Handball-Liga hat Superstar Nikola Karabatic für seine Verwicklungen in den mutmaßlichen Manipulationsskandal um Meister Montpellier HB gesperrt. Der Nationalspieler muss sechs Partien aussetzen. Auch sein Bruder wurde bestraft.

Handball-Profis Luka (l.) und Nikola Karabatic: Sechs Spiele Zwangspause
AFP

Handball-Profis Luka (l.) und Nikola Karabatic: Sechs Spiele Zwangspause


Hamburg - Die französische Handball-Liga LNH befand Nikola Karabatic und seinen Bruder Luka für schuldig "direkt oder indirekt Wetten auf den Ausgang des Spiel gesetzt zu haben". Die beiden Handballer sind wegen ihrer Verwicklung in den mutmaßlichen Manipulationsskandal um den französischen Meister Montpellier HB zu einer Sperre von sechs Spielen verurteilt worden. Auch Samuel Honrubia (Paris HB) sowie vier weitere Profis wurden für schuldig befunden.

Sie müssen sich wegen Betrugs auch vor Gericht verantworten. Nach Angaben des Staatsanwaltes waren am 12. Mai des vergangenen Jahres insgesamt 87.880 Euro auf das Auswärtsspiel beim abstiegsgefährdeten Club Cesson-Rennes gesetzt worden. Dies entspricht einem 40-fach höherem Wert als gewöhnlich. Karabatic und den weiteren Spielern droht im Falle einer Verurteilung eine Freiheitsstrafe von bis zu fünf Jahren sowie eine Geldstrafe.

Die Karabatic-Brüder haben eigene Wetteinsätze (Luka) beziehungsweise Einsätze durch die Freundin (Nikola) zugegeben, die absichtliche Niederlage ihres Teams und den Vorwurf des Betrugs aber bestritten.

chp/sid



insgesamt 7 Beiträge
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Arne Karl 06.02.2013
1. Ganz deutlich
Bei der Strafe - sechs Spiele aussetzen, das ist ja der reinste Wahnsinn - sieht man doch ganz deutlich das die Wettmafia nicht bis in den Verband eingedrungen ist.
renee gelduin 06.02.2013
2. optional
Nikola hat weder selbst gewettet noch am fraglichen Spiel teilgenommen. Wofür wurde er denn jetzt genau bestraft? Worin besteht "der Betrug" und "die Verwicklung im Manipulationsskandal" ?
lollopa1 06.02.2013
3. er wird bestraft
weil er Spieler dieses Vereins war und seine Familie auf den Ausgang gesetzt hat. Ganz ehrlich, wenn meine Frau auf die Niederlage meines Vereines setzt frage ich mich schon warum......
renee gelduin 06.02.2013
4.
Stellen Sie sich vor Ihr Verein ist bereits Meister, über ein halbes Dutzend Ihrer wichtigsten Spieler fällt aus und Ihr Gegner braucht definitiv noch Punkte gegen den Abstieg (und spielt dabei noch daheim -> Heimbonus)... Genau das war hier nämlich der Fall. Wer würde da nicht setzen? Die Beklagten Spieler haben allesamt nicht einmal am Spiel teilgenommen ! Bei der Sperre handelt es sich auch um enie Verbandsperre, aso ausserhalb der Gerichtsbarkeit. Diese hatte ihn, soweit ich weiß, nämlich von Betrug und Manipulation freigesprochen. DIE Quoten für den Heimsieg lagen bei 3,1 bis 3,7. Unter den Vorausetzungen war das nämlich auch für Sportwetter und Buchmacher so interessant dass ein wenig Bewegung die Quoten kam. Würde mich allerdings mal interessieren wo er das gespielt hat. Mit knapp 90.000 Euro gewinn müsste er nämlich ca. 26.000 Euro gesetzt haben. Das ist schon exorbitant für die generellen Limits der Buchmacher und das Volumen der Börsen.
renee gelduin 06.02.2013
5.
edit: Mein Fehler. 90ooo war gar nicht der Gewinn (der liegt dann wohl bei 225.000E). Frage ich mich umso mehr WO seiine BKanten das gesetzt haben. Und vor allem wieso bei einem dermaßen auffälligen Setzverhalten das weit über dem Normalen liegt das ach so tolle Frühwarnsystem nicht gegriffen hat. Die Konten der user lassen sichentsprechend leicht herausfiltern und anhand der IP auch Standorte feststellen, bzw. Kundendaten (->familienzugehörigkeit) feststellen. Das Spiel hätte normalerweise da schon längst unter Beobachtung stehen müssen. Hier sollte der Spiegel mal nachhaken anstatt halbseidene Pressemeldungen in mieser Rechtschreibung zu posten.
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