99. Tour de France: Wiggins dominiert Zeitfahren und steht vor Gesamtsieg

Bradley Wiggins ist der Triumph bei der 99. Tour de France nicht mehr zu nehmen. Der Kapitän des Sky-Teams triumphierte beim Einzelzeitfahren von Bonneval nach Chartres und baute seinen Vorsprung in der Gesamtwertung aus. Sein Teamkollege Christopher Froome war erneut stärkster Verfolger.

99. Tour de France: Wiggins gewinnt letztes Zeitfahren Fotos
DPA

Hamburg - Bradley Wiggins steht kurz davor, als erster Brite die Tour de France zu gewinnen. Der 32-Jährige hat das Einzelzeitfahren über 53,5 Kilometer von Bonneval nach Chartres vor seinem Landsmann und Teamkollegen Christopher Froome (plus 1,16 Minuten) und dem Spanier Luis León Sánchez (1,50) gewonnen. Wiggins brauchte für das 19. Teilstück insgesamt 1:04,13 Stunden.

Damit verteidigte Wiggins das Gelbe Trikot souverän und baute seinen Vorsprung in der Gesamtwertung weiter aus. Er hat vor der letzten Etappe 3,21 Minuten Vorsprung vor seinem Sky-Teamkollegen Christopher Froome und 6,19 Minuten vor Liquigas-Fahrer Vincenzo Nibali. Da traditionell auf der letzten Etappe, der sogenannten Tour d' Honneur, der Führende der Gesamtwertung nicht mehr attackiert wird, ist Wiggins der Gesamtsieg nicht mehr zu nehmen. Einzig ein schwerer Sturz auf dem Weg nach Paris könnte den Briten noch gefährden.

Der erste Fahrer rollte am Samstag bereits um 12 Uhr von der Startrampe. Wiggins startete als letzter Akteur um 16:33 Uhr. Lange Zeit konnte sich der Spanier Sánchez an der Spitze des Klassements halten. Der Profi aus der Radobank-Mannschaft hielt die Bestzeit, bis Froome das Ziel erreichte.

Erneut geschlagen geben musste sich Vorjahressieger Cadel Evans. Der Australier hatte bereits nach wenigen Kilometern auf der Strecke einen deutlichen Rückstand auf den zu dieser Zeit führenden Sánchez. Am Ende reichte es für Evans nicht für die Top Ten. Damit verlor er auch in der Gesamtwertung an Boden.

Es war das zweite Einzelzeitfahren dieser Tour. Auf der neunten Etappe hatte ebenfalls Wiggins den Kampf gegen die Uhr vor seinem Landsmann Froome gewonnen und durch den Etappensieg seine Stärke im Zeitfahren demonstriert.

Am Sonntag geht es für die Fahrer auf die letzte und kürzeste Etappe (Etappenstart 14.10 Uhr, Liveticker SPIEGEL ONLINE ) der diesjährigen Tour, die auf 120 Kilometern lediglich zwei Bergwertungen der vierten Kategorie aufweist. Auf dem 20. Teilstück geht es für die Fahrer dann von Rambouillet nach Paris auf den Rundkurs der Champs-Elysées.

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Forum - Die Tour de France - wer macht 2012 das Rennen?
insgesamt 406 Beiträge
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    Seite 1    
1. Vorfreude
spon-facebook-10000298787 30.06.2012
Ich freue mich schon riesieg auf die Tour. Aber ihr habt leider einige Favoriten außen vorgelassen wie z.B Samuel Sanchez, Robert Gesink oder Ivan Basso
2. Tour der Pharmazie
hahewo 30.06.2012
Diese Tour kann nur der gewinnen, der den besten Vertrag mit der Pharmaindustrie und deren Logistik hat. Das diesem Dopingspektakel immer noch soviel Raum in den Medien gegeben wird, ist schon verwunderlich.
3. Zu einer Rummelveranstaltung verkommen
Pollowitzer 30.06.2012
Dieser Sport ist leider schon lange nicht mehr ernst zu nehmen und er ist unglaubwürdig wie Rummelboxen - Wenn man sich das Alter einiger deutscher Teilnehmer ansieht dann geht automatisch die Dopingwarnlampe an - die pedalierenden Velogreise kommen doch ohne entsprechende Hilfsmittel weder über die Berge noch nach Paris. Die Aufmerksamkeit der Presse haben die nicht verdient - Ich glaube es wird garnichtmehr ernsthaft der Gebrauch von Doping kontrolliert - Brot und Spiele auf unterstem Niveau - leider!!!
4. Zustimmung
Ostwestfale 30.06.2012
Zitat von spon-facebook-10000298787Ich freue mich schon riesieg auf die Tour. Aber ihr habt leider einige Favoriten außen vorgelassen wie z.B Samuel Sanchez, Robert Gesink oder Ivan Basso
Ich freue mich auch, die drei Genannten zähle ich allerdings nicht zu den Favoriten, da diese Tour recht zeitfahrlastig ist und da sind Wiggins und Evans einfach zu stark, als dass ein Basso oder Sanchez das in den Bergen kompensieren könnte.Ich könnte mir deshalb sogar vorstellen, dass Klöden aufs Podium fährt. Wer die letzte Tour verfolgt hat, dem werden auch die tollen Entwicklungen nicht entgangen sein. Die Fahrer fahren endlich wieder wie "Menschen". Jeder Topfahrer hatte bei der letzten Tour einen schwachen Tag, was in einer dreiwöchigen Rundfahrt normal ist. Die Maximalwattzahlen, die die Fahrer in den Anstiegen treten sind stark zurückgegangen.Dass Jean-Christophe Peraud, Tourzehnter des vergangenen Jahres absolut sauber war gilt als ziemlich warscheinlich. Sein Blutbild war während der gesamten Tour öffentlich zugänglich und es gab keinerlei Auffälligkeiten.Aber so was ist natürlich keine Schlagzeile wert, denn Deutschland war noch nie ein Radsport-Land. Auch nicht zu Ullrichs Zeiten.Hier hat man sich noch nie für Details des interessiert. Völlig absurd finde ich, wenn in der Zusammenhang mit der Tour davon gesprochen sind, die Leistungen wören "übermenschlich" oder sonstwas. So nach dem Motto: Alles was ich nicht kann, kann auch kein Anderer. Da hat ein quasi nie im Training kontrollierter Usain Bolt nur 100 Meter läuft. Das kann ja jeder...
5.
LuisCortez 30.06.2012
Zitat von hahewoDiese Tour kann nur der gewinnen, der den besten Vertrag mit der Pharmaindustrie und deren Logistik hat. Das diesem Dopingspektakel immer noch soviel Raum in den Medien gegeben wird, ist schon verwunderlich.
So ist es. Sie haben die Situation erkannt. Ich als ehemaliger Roche Mitarbeiter kann bestätigen dass Roche um die 70 Mitarbeiter beschäftigt die sich um die besten Verträge und Logistik mit den "Sportlern" kümmert. Interessanterweise handelt es sich bei den Kunden nur um Radsportler. Was für ein Blödsinn!
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99. Frankreich-Rundfahrt: Die Etappensieger der Tour 2012
Die Sieger der Tour de France
Jahr Sieger Land
2014 Vincenzo Nibali Italien
2013 Chris Froome Großbritannien
2012 Bradley Wiggins Großbritannien
2011 Cadel Evans Australien
2010 Andy Schleck Luxemburg
2009 Alberto Contador Spanien
2008 Carlos Sastre Spanien
2007 Alberto Contador Spanien
2006 Óscar Pereiro Spanien
2005 Lance Armstrong* USA
2004 Lance Armstrong* USA
2003 Lance Armstrong* USA
2002 Lance Armstrong* USA
2001 Lance Armstrong* USA
2000 Lance Armstrong * USA
*Aberkannt