Wimbledon Zverev scheitert an Nummer 138 der Welt

Blamage für Alexander Zverev: Die deutsche Tennishoffnung ist beim Grand-Slam-Turnier in Wimbledon ausgeschieden. Rafael Nadal, Novak Djokovic und Juan Martín del Potro dagegen erreichten ohne Probleme die nächste Runde.

Alexander Zverev
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Alexander Zverev


Überraschendes Drittrundenaus: Alexander Zverev hat gegen Ernests Gulbis den Einzug ins Wimbledon-Achtelfinale verpasst. Der 21-Jährige unterlag dem Qualifikanten in fünf Sätzen 6:7, 6:4, 7:5, 3:6, 0:6. Damit gelang dem Letten Gulbis, der in der Tennis-Weltrangliste Rang 138 belegt, eine kleine Sensation.

Den ersten Satz entschied der Außenseiter im Tie Break für sich. Anschließend fand der Weltranglistendritte Zverev zurück ins Spiel und gewann die Sätze zwei und drei. In der entscheidenden Spielphase verlor der Deutsche jedoch zunehmend die Konzentration, sodass Gulbis erst auf 2:2 ausglich und sich im entscheidenden Satz sogar ohne Spielverlust durchsetzte.

Bei seiner zwölften Teilnahme an einem Tennis-Major ist Zverev damit zum zehnten Mal noch vor der zweiten Turnierwoche ausgeschieden. Im Vorjahr hatte der 21-Jährige in Wimbledon das Achtelfinale, Anfang Juni bei den French Open sogar erstmals in seiner Karriere das Viertelfinale eines Grand-Slam-Turniers erreicht.

"Ich hätte nicht gedacht, dass ich gewinnen kann", sagte Gulbis, der im elften Anlauf in Wimbledon erstmals das Achtelfinale erreichte. "Aber am Ende wurde er wohl müde. Das hat es mir einfacher gemacht."

Nadal, del Potro und Djokovic ohne Mühe im Achtelfinale

Rafael Nadal
AFP

Rafael Nadal

Der 19-jährige Alex de Minaur (Australien) war gegen den Weltranglistenersten chancenlos: Rafael Nadal siegte 6:1, 6:2, 6:4. Am Montag trifft der Spanier nun auf Jiri Vesely aus Tschechien oder Fabio Fognini (Italien).

Auch Juan Martín del Potro benötigte nur drei Sätze, um in die nächste Runde einzuziehen. Er gewann 6:4, 7:6, 6:3 gegen Benoît Paire aus Frankreich. Der an fünf gesetzte Argentinier spielt im Achtelfinale gegen Gilles Simon, einen weiteren Franzosen.

Novak Djokovic hatte nach leichten Anlaufschwierigkeiten gegen Kyle Edmund (Großbritannien) ähnlich wenige Probleme. Der Serbe gewann 4:6, 6:3, 6:2, 6:4 und verwandelte nach 2:56 Stunden verwandelte Djokovic seinen ersten Matchball. Im Achtelfinale trifft der dreimalige Wimbledon-Sieger nun auf Karen Chatschanow (Russland).

paw/lek/dpa/sid



insgesamt 16 Beiträge
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Nilzf 07.07.2018
1. Von einer Blamage...
... zu sprechen finde ich wirklich schwach von SPON. Zverev hat sich mit körperlichen Problemen über zwei Tage durch die vorherige Runde gekämpft und wenn man überlegt, wo Gulbis schonmal im Welttennis gestanden hat, ist es alles andere als eine Blamage. WENN man überlegt. Evtl. ist eine “Blamage”-Eilmeldung auch wichtiger als sachliche Einordnung. Außerdem fehlt die Anerkennung der Leistung des Gegners.
kopi4 07.07.2018
2.
Zverev ist noch jung,ok. Aber es entsteht mehr und mehr der Eindruck: da spielt ein überschätzter Spieler. Kein Aufbäumen wenn es nicht läuft, statt dessen lamentieren, mosern, meckern, den fünften Satz abschenken ( ein 0:6, wie schon in Halle)Auf einen neuen Star muß Deutschland noch warten, Zverev wird es jedenfalls nicht.
Nilzf 07.11.2018
3. kopi4:
Seit dem 30.5. hat Zverev 4 Mal einen 1:2 Satzrückstand gedreht und das Match jeweils in 5 gewonnen! Eindrucksvoller kann man Kampfgeist nicht unter Beweis stellen. Schließen Sie daraus “kein Aufbäumen”?? Er ist mit 20 die Nr. 4 der Welt. Was fehlt zu einem Star?
nesneb 07.07.2018
4. @kopi
Nummer 3 der Weltrangliste wird man also wenn die Medien und Experten einen überschätzen. Interessant :-D Und die French Open haben Sie auch nicht verfolgt wie ich schätze. Denn Ihre Analyse passt nicht zu seinem Geleisteten der vergangenen Monate...
kai.friedrich 07.07.2018
5. Zverev
Ist zweifelsfrei ein großes Talent, aber vielleicht sollte man ihn mal in Ruhe lassen! An ihm alleine hängen die deutschen Tennishoffnungen und bei großen Turnieren scheint er das was er kann nicht umsetzen zu können...
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