Auch Wozniacki ausgeschieden Favoritinnen in Wimbledon schwach wie nie

Tag drei in Wimbledon - und von den topgesetzten acht Spielerinnen sind nur noch drei im Turnier. Mit Caroline Wozniacki verabschiedete sich die nächste Favoritin.

Caroline Wozniacki
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Caroline Wozniacki


Der Exodus geht weiter: Auch die dänische Wimbledon-Mitfavoritin Caroline Wozniacki ist überraschend schon in der zweiten Runde ausgeschieden. Die in London an Nummer zwei gesetzte Australian-Open-Siegerin unterlag der Russin Jekaterina Makarowa 4:6, 6:1, 5:7. Wozniacki hatte im dritten Satz bereits 1:5 zurückgelegen und beim Stand von 4:5 vier Matchbälle abgewehrt. Letztlich musste sich die 27-Jährige nach 2:09 Stunden aber doch geschlagen geben.

Von den acht topgesetzten Spielerinnen sind damit bereits fünf nicht mehr im Turnier. Eine schlechtere Favoritinnenbilanz hat es in der Wimbledon-Geschichte nach zwei Runden nie zuvor gegeben.

Problemlos erreichte dagegen Serena Williams die dritte Runde. Die 36-Jährige, die erstmals seit dem Ende ihrer Babypause wieder beim Rasen-Major in London am Start ist, ließ der Bulgarin Wiktorija Tomowa beim 6:1, 6:4 keine Chance. Damit hat die Siegerin von 2015 und 2016 inzwischen 16 Matches in Wimbledon in Folge gewonnen.

Für ihren Sieg gegen Tomowa benötigte die 23-malige Grand-Slam-Gewinnerin am Ende nur 66 Minuten. Nächste Gegnerin der vom Veranstalter an Position 25 gesetzten Williams, derzeit eigentlich nur die Nummer 181 der Weltrangliste, wäre die deutsche Turnier-Überraschung Tatjana Maria geworden - hätte Maria nicht 2:6 und 2:6 gegen die Französin Kristina Mladenovic verloren.

"Nach zwei Ballwechseln waren die Beine schon komplett leer"

Auch Andrea Petkovic ist in der zweiten Runde ausgeschieden. Durch gesundheitliche Probleme beeinträchtigt, unterlag die 30-Jährige der Belgierin Yanina Wickmayer 4:6 und 3:6. Petkovic hatte dabei offenbar mit Übelkeit zu kämpfen, sie beantragte im zweiten Satz eine längere medizinische Auszeit. Unter einem Handtuch verborgen, musste Petkovic sich offenbar sogar übergeben, sie konnte die Begegnung aber immerhin beenden.

Andrea Petkovic
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Andrea Petkovic

Wickmayer, die in der Runde eins Mona Barthel ausgeschaltet hatte, ließ Petkovic im Anschluss keine Chance. Damit verpasste die Weltranglisten-95., die im ersten Satz noch 4:2 geführt hatte, die Einstellung ihres besten Ergebnisses beim Rasenturnier in London. Die dritte Runde hatte Petkovic dort zuletzt 2015 erreicht.

"Die Ärzte haben gesagt, es ist ein Magen-Darm-Virus", erklärte Petkovic hinterher: "Nach zwei Ballwechseln waren die Beine schon komplett leer." Am Nachmittag hatte sie sich körperlich jedoch wieder etwas erholt. Zumindest war sie fit genug, um sich an der Seite der Estin Kaia Kanepi in der ersten Runde der Doppelkonkurrenz gegen Carina Witthöft und Maria Irigoyen aus Argentinien durchzusetzen.

chh/sid/dpa



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