Pressestimmen zu Kerbers Wimbledon-Sieg "Kerber ist mit dem Champagner abgehauen"

Während Angelique Kerber in Deutschland gefeiert wird, sehen andere Medien sie als Spielverderberin, würdigen aber auch ihre Leistung. "Kerber ist der ultimative Roadrunner" - die Pressestimmen.

Angelique Kerber (r.) und Serena Williams
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Angelique Kerber (r.) und Serena Williams


Lesen Sie hier die internationalen Pressestimmen zum Wimbledon-Sieg von Angelique Kerber:

ENGLAND

"The Sun": Angelique Kerber kommt aus Deutschland, wo sie Märchen anders erzählen. Das musste auch Serena erfahren. Sportler-Adel und zwei echte Herzoginnen hatten sich versammelt, um die Königin des Centre Courts bei ihrer Rückkehr auf den Thron kein Jahr nach der Geburt ihrer Tochter zu beobachten. Doch nach einer Wende wie bei den Gebrüdern Grimm hat Kerber der US-Amerikanerin ihr Happy End verweigert.

"Daily Mail": Kate, Meghan, Tiger Woods, Lewis Hamilton - die Schönen und Reichen waren nach Wimbledon gekommen, um die ultimative Geschichte einer Sportler-Mutter zu bewundern. Unglücklicherweise für sie und für Serena Williams gab es da aber noch den ungebetenen Partygast: Angelique Kerber ist mit dem Champagner abgehauen und hat die gesamte Feier verdorben. Kerber ist die Art von Spielerin, die einen Bus auf der Grundlinie parkt. Sie war die hochverdiente Siegerin.

"Daily Star": Kerber zerstört die Herzen all derer, die an Märchen glauben. Sie schlägt die Mama Serena Williams in nur 65 Minuten. Nichts im Sport ist so schön, wie eine gute Comeback-Geschichte. Leider konnte Serena nicht so zuschlagen, wie ein alter Champion. Die Herzoginnen von Cambridge und Sussex, Golfer Tiger Woods und Formel-1-Star Lewis Hamilton hofften auf ein Wunder. Doch Kerber blieb eiskalt.

"The Telegraph": Wimbledons Traum vom 'Mum-back' von Serena Williams endete mit einer Finalpleite. Die Mutter, die für alle Mütter dieser Welt spielen wollte, verlor in nur 65 Minuten. Angelique Kerber spielt ein häufig unterschätztes Spiel. Ihre Schläge haben selten viel Power und die Vorhand kommt wie mit einer Bratpfanne geschlagen. Aber diese Beine! Kerber ist der ultimative Roadrunner.

"The Times": Die Bühne war bereitet für Serena Williams' von der High Society bejubelte Rückkehr nach Wimbledon. Für ihren Sieg als erste Mutter seit 38 Jahren. Doch Angelique Kerber hält offenbar nichts von perfekt ausgearbeiteten Drehbüchern.

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Kerbers Sieg in Wimbledon: Tränen und Trophäe

USA

ESPN: Serena Williams hatte einen ziemlich einfachen Weg ins Finale von Wimbledon. Angelique Kerber sorgte dafür, dass dieser Weg zu Ende ging.

"New York Times": Der Fokus lag auf dem Comeback von Serena Williams. Aber Angelique Kerbers Comeback erzählt der Welt auch eine Geschichte: über Beharrlichkeit, die Überwindung von Schwächen durch die Weiterentwicklung der Stärken. Und darüber, bei einem Wimbledon-Finale gegen einen Gegner von überlegener Kraft und Erfahrung an seinem Plan festzuhalten.

The Washington Post: Serena Williams hat ihren größten, am härtesten erarbeiteten Titel gewonnen: Champion der Frauen. Nichts gegen Angelique Kerber, die eine große Meisterin ist, aber Kerber spielte nur gegen einen Gegner. Williams spielte gegen viele von ihnen, einschließlich Zeit und Natur.

SPANIEN

"Marca": Kerber beendet das erträumte Comeback von Serena und bringt den All England Club zum Schweigen. Alle waren anwesend, um Serenas Party zu erleben. Doch sie zerschellte immer wieder an einer Mauer namens Angelique Kerber.

"AS": Kerber war für Williams eine Nummer zu groß. Die Deutsche trumpfte im großen Stil gegen die Tenniskönigin auf, sie war ein Fels auf dem Platz. Nach Steffi Graf 1996 blüht das deutsche Tennis wieder auf.

FRANKREICH

"L'Equipe": Kerber war gegen die 'Queen' von Beginn an hungrig. An diesem Samstag war sie rücksichtslos. Mit Präzision und Überzeugung zwang sie ihre Gegnerin zu Fehlern.

"Le Monde": Angelique Kerber ist zurück auf dem höchstem Niveau. Mit einer hervorragenden Defensivleistung nutzte die Deutsche die Fehler ihrer Gegnerin.

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ITALIEN

"Gazzetta dello Sport": Kerber einfach perfekt: Sie demütigt Serena Williams. Die Resultate des Jahres 2016 waren für Kerber verraucht. Doch nun hat sie Kraft und Mut bewiesen.

"Corriere dello Sport": Kerber, Königin in Wimbledon! Angelique ist im Gegensatz zu anderen Spielerinnen spät gereift, doch ihr Talent ist unbestreitbar. Sie hat den perfekten Plan entworfen, um Serena den Thron zu nehmen.

"Corriere della Sera": Serena Williams hat verheerend gespielt und einen Fehler nach dem anderen begangen. Sie bewegt sich kaum und schlecht, doch es ist normal - erst vor zehn Monaten hat sie ihre Tochter zur Welt gebracht. Kerber ist die wahre Erbin Steffi Grafs.

"La Repubblica": Wimbledon spricht Deutsch und verneigt sich vor Angelique Kerber. Serena Williams muss sich mit einem zweiten Platz begnügen, der den wahren Machtverhältnissen auf dem Spielfeld entspricht.



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