Keys gelangweilt vom Wimbledon-Männerturnier "Die schlagen 312 Asse pro Spiel"

Die amerikanische Tennisspielerin Madison Keys findet die Spiele ihrer männlichen Kollegen öde. Dabei übertreibt sie allerdings ein wenig.

Sam Querrey
DPA

Sam Querrey


"Ich werde ganz ehrlich zu Ihnen sein", sagte die amerikanische Tennisspielerin Madison Keys am Mittwoch. Das aufschlaglastige Spiel ihrer Landsleute Sam Querrey and John Isner hatte sie nicht sonderlich beeindruckt. "Es tut mir leid, aber es kommt mir vor, als schlügen die 312 Asse pro Spiel", sagte die 23-Jährige. "Ich finde es etwas langweilig."

Eigentlich waren es bei Querreys Sieg über Serhij Stachowskyj "nur" 17 Asse gewesen. Es reichte trotzdem zu einem 7:6, 6:3, 6:3-Erfolg für den an Position 11 gesetzten Amerikaner. Nicht 312, aber immerhin 57 Asse schlug Isner (an neun gesetzt) in seinen viereinhalb Sätzen gegen den Belgier Ruben Bemelmans, ehe das Spiel beim Stand von 6:1, 6:4, 6:7, 6:7 und 3:4 wegen Regens unterbrochen wurde.

Roger Federer beim Trainingsspiel
DPA

Roger Federer beim Trainingsspiel

Auch der Auftritt von Tennis-Superstar Roger Federer dürfte Keys nicht gefallen haben: Der 36 Jahre alte Schweizer gewann gegen den Slowaken Lukas Lacko, der zuletzt beim Vorbereitungsturnier in Eastbourne das Finale erreicht hatte, mühelos 6:4, 6:4, 6:1 - mit 16 Assen und starken 93 Prozent gewonnen Ballwechseln nach ersten Aufschlägen. "Ich habe mich gut gefühlt, weniger nervös als in der ersten Runde", sagte Federer. In der dritten Runde trifft der Schweizer nun auf Jan-Lennard Struff.

Struff setzte sich nach einer fast vier Stunden langen Tennis-Schlacht in einem packenden Fünfsatzkrimi gegen den Kroaten Ivo Karlovic 6:7 (5:7), 3:6, 7:6 (7:4) 7:6 (7:4), 13:11 durch. In ihrem Marathon-Match schlugen die beiden Kontrahenten übrigens zusammen 92 Asse (Struff 31, Karlovic 61) - Tageshöchstwert. Es war vieles - aber sicher nicht langweilig.

chh/sid



insgesamt 16 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
sebas14 04.07.2018
1. Hahaha
Was langweilig ist, sind die Spiele der Damen. Keine von denen kann wirklich den Aufschlag, von Slice und Stopp haben die auch noch nie was gehört. Nur drauf hauen und ordentlich schreien, mehr können die Damen doch nicht.
compiler 04.07.2018
2.
Ich stelle mir gerade vor, dass einer der Herren etwas ähnliches über ein Spiel bei den Damen gesagt hätte. Der Shitstorm und die ewige Verdammnis wären ihm sicher gewesen.
lattenkracher11 04.07.2018
3. Weniger Geld für die Männer
Wäre das richtige! Bieten die so ein langweiliges Spiel und bekommen das gleiche Preisgeld, unglaublich! Aber die Lösung ist einfach: bisschen schlechter aufschlagen, paar Doppelfehler einstreuen und schon wird es wieder interessanter.
larry_lustig 04.07.2018
4. Frauen im Tennis
Wollen gerne gleich bezahlt werden obwohl sie auf nur 2 Gewinnsätze spielen und weniger Publilum ziehen (obwohl nur das die Aufgabe von Sportlern ist) schafft die Unterteilung von Frauen und Männern ab.... andere genetische Unterschiede haben ja auch keine eigene Klassen oder gibt es Basketball für Leute unter 180cm ?
peterpretscher 05.07.2018
5. Die Tennis-Weiber in Wimbledon und bei den Grand Slams sind.....
Zitat von compilerIch stelle mir gerade vor, dass einer der Herren etwas ähnliches über ein Spiel bei den Damen gesagt hätte. Der Shitstorm und die ewige Verdammnis wären ihm sicher gewesen.
.... total überbezahlt und bekommen die gleichen Siegprämien für ein Drittel weniger Arbeit. 2 Gewinnsätze vs. 3Gewinnsätze oder 3 Gewinnsätze vs. 5 Gewinnsätze oder 3 STD. Vs. 5 STD Arbeit auf dem Tennisplatz!
Alle Kommentare öffnen
Seite 1

© SPIEGEL ONLINE 2018
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.