Wimbledon Aus für Scharapowa, Brown wirft Hewitt raus

Riesenüberraschung in Runde zwei: Lleyton Hewitt verlor in vier Sätzen gegen den Außenseiter Dustin Brown. Der Deutsche hatte es erst über die Qualifikation ins Hauptfeld geschafft. Bereits ausgeschieden ist hingegen Superstar Maria Scharapowa - genauso wie Andrea Petkovic.

Tennis-Star Scharapowa: Aus nach 3:6, 4:6 in Runde zwei
AP/dpa

Tennis-Star Scharapowa: Aus nach 3:6, 4:6 in Runde zwei


Hamburg - Qualifikant Dustin Brown hat durch einen Sieg gegen den früheren Champion Lleyton Hewitt überraschend die dritte Runde in Wimbledon erreicht.

Der 28 Jahre alte Deutsche setzte sich gegen den vier Jahre älteren Australier 6:4, 6:4, 6:7 (3:7), 6:2 durch und zog zum ersten Mal bei einem Grand-Slam-Turnier in die dritte Runde ein. Hewitt hatte das Turnier 2002 gewonnen und stand vor einer Woche beim Vorbereitungsturnier in Queen's noch im Halbfinale.

"Ich bin eigentlich nicht der Typ, der anfängt zu weinen", sagte Brown, "aber Lleyton habe ich schon spielen sehen, als ich aufgewachsen bin. Ich war schon so oft nah dran an solch großen Siegen. Heute habe ich es endlich zusammengebracht." Im Kampf um den Einzug ins Achtelfinale trifft Brown jetzt am Freitag auf Adrian Mannarino. Der Franzose profitierte in seinem Zweitrunden-Match von der Aufgabe des US-Amerikaners John Isner.

Brown ist in der Weltrangliste auf Platz 189 notiert und hat nach seinem Erfolg gegen die ehemalige Nummer eins der Tenniswelt schon ein Preisgeld von umgerechnet 74.300 Euro sicher. Mit Julian Reister ist dagegen ein weiterer deutscher Qualifikant ausgeschieden. Der 27-Jährige unterlag dem Österreicher Jürgen Melzer 6:3, 6:7 (2:7), 6:7 (5:7), 2:6.

Überraschend ausgeschieden ist hingegen die Weltranglistendritte Maria Scharapowa. Die 26 Jahre alte Russin verlor gegen Michelle Larcher de Brito aus Portugal 3:6, 4:6. Scharapowa war auf dem Showcourt zwei mehrfach ausgerutscht und musste sich zwischenzeitlich behandeln lassen.

Ebenfalls nicht mehr dabei ist Andrea Petkovic. Die mit einer Wildcard ins Turnier gestartete 25-Jährige musste sich der an Nummer 17 gesetzten Sloane Stephens aus den USA 6:7 (2:7), 6:2, 6:8 geschlagen geben. Von den insgesamt acht deutschen Tennis-Damen sind damit vier ausgeschieden. Am kämpfen Angelique Kerber, Sabine Lisicki, Mona Barthel und Annika Beck um den Einzug in Runde drei.

Auch die an Nummer neun gesetzte Dänin Caroline Wozniacki scheiterte nach einem 2:6, 2:6 gegen Petra Cetkovska aus Tschechien, und die Serbin Ana Ivanovic nach einem 3:6, 3:6 gegen die Kanadierin Eugenie Bouchard.

Gleich mehrere Spieler mussten am Mittwoch verletzungsbedingt aufgeben oder traten gar nicht erst an. So konnte der an Nummer sechs gesetzte Franzose Jo-Wilfried Tsonga seine Zweitrunden-Partie gegen Ernests Gulbis aus Lettland wegen einer Knieblessur nicht beenden.

Zuvor waren Nadal-Bezwinger Steve Darcis und die Weltranglistenzweite Victoria Asarenka nicht mehr zu ihren Zweitrunden-Spielen in Wimbledon angetreten. Der Belgier musste wegen Schulterproblemen passen, die Weißrussin wegen einer Knieverletzung. Das teilten die Organisatoren des dritten Grand-Slam-Turniers des Jahres in London mit. Darcis hatte am Eröffnungstag mit seinem Sieg gegen den Spanier Rafael Nadal für die bislang größte Überraschung gesorgt.

luk/dpa/sid



insgesamt 5 Beiträge
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klabter15 26.06.2013
1. Toller Junge
dieser Brown. Erinnert ein wenig an Boris Becker. Naja auf jeden Fall seine Spielweise. Hat den Satz auch mit einem Hechter gewonnen. Macht einfach noch zu viele dumme Fehler. Aber ohne Trainer ist das eine tolle Leistung.
steinaug 26.06.2013
2. Wußte
gar nicht, das Bob Marley Tennis spielt. Glückwunsch und weiter so.
sergiii 26.06.2013
3. optional
Hat Spaß gemacht, das Match heute zu schauen. Hoffe er kommt am Freitag auch weiter.
Nonvaio01 26.06.2013
4. hahahahah
Zitat von steinauggar nicht, das Bob Marley Tennis spielt. Glückwunsch und weiter so.
wohl eher sein Sohn.....habs leider nicht gesehen, werde mir das aber in der BBC zusammenfassung anschauen.
Tahlos 26.06.2013
5. ..
WER gegen WEN? Nie gehört - auch wenn man das ständig von irgendwem liest
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