Wimbledon: Djokovic, Scharapowa und Kerber weiter

Erfolgreicher Auftakt: Titelverteidiger Novak Djokovic hatte bei seinem ersten Wimbledon-Auftritt keine Mühe. Auch Roger Federer zog locker in die zweite Runde ein. Bei den Damen war Maria Scharapowa erfolgreich. Die deutschen Tennisprofis hatten ebenfalls Grund zum Jubeln.

Tennisprofi Djokovic: Sieg gegen den Spanier Juan Carlos Ferrero Zur Großansicht
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Tennisprofi Djokovic: Sieg gegen den Spanier Juan Carlos Ferrero

Hamburg - Favoritensiege beim Tennisturnier in Wimbledon: Titelverteidiger Novak Djokovic hat ebenso die zweite Runde erreicht wie Roger Federer und Maria Scharapowa. Ausgeschieden ist hingegen Venus Williams. Die deutschen Teilnehmer überzeugten ausnahmslos.

Der 25-jährige Djokovic setzte sich im ersten Spiel auf dem Center Court problemlos gegen den Spanier Juan Carlos Ferrero 6:3, 6:3, 6:1 durch. Der Weltranglistenerste hatte zuletzt in Paris das Finale der French Open erreicht, dort allerdings gegen den Spanier Rafael Nadal den angestrebten Grand Slam mit vier Siegen bei allen vier Majors in Serie verpasst. Roger Federer siegte in Wimbledon ebenfalls: Gegen Albert Ramos hieß es am Ende 6:1, 6:1, 6:1.

Auch die Nummer eins bei den Damen zog problemlos in die zweite Runde des mit 20 Millionen Euro dotierten Grand-Slam-Turniers ein. French-Open-Siegerin Maria Scharapowa (Russland) gewann gegen die Australierin Anastasia Rodionova 6:2, 6:3. Die fünfmalige Wimbledonsiegerin Venus Williams ist hingegen bereits in der ersten Runde des wichtigsten Tennisturniers der Welt ausgeschieden. Die 32-jährige US-Amerikanerin verlor gegen die Russin Jelena Wesnina 1:6, 3:6.

Petzschner, Becker, Lisicki und Kerber weiter

Die deutschen Tennisprofis überzeugten. Philipp Petzschner hat seine gute Rasenform bestätigt und steht in der zweiten Runde. Der 28-Jährige, der beim Vorbereitungsturnier in s'Hertogenbosch als Qualifikant das Finale erreicht hatte, bezwang den Slowaken Blaz Kavcic 6:4, 6:4, 6:2. Petzschner trifft nun auf seinen Davis-Cup-Kollegen Florian Mayer, der gegen Dimitri Tursonow (Russland) 7:6 (7:3), 6:2, 6:3 siegte.

Benjamin Becker steht ebenfalls in der zweiten Runde. Der Weltranglisten-124. setzte sich gegen James Blake (USA) 6:7 (4:7), 7:5, 6:0, 6:4 durch. Der 31-Jährige trifft nun auf Radek Stepanek (Tschechien).

Bei den deutschen Damen hat Sabine Lisicki ihr Auftaktmatch gewonnen. Die Halbfinalistin des vergangenen Jahres setzte sich gegen die Kroatin Petra Martic 6:4, 6:2 durch. Nun trifft die an Nummer 15 gesetzt Lisicki auf Bojana Jovanovski (Serbien).

Mühelos ist auch die derzeit beste deutsche Tennisspielerin, Angelique Kerber, in die zweite Runde eingezogen. Die 24-Jährige gewann zum Auftakt gegen die aufschlagstarke Tschechin Lucie Hradecka 6:4, 6:1. Die Weltranglistenachte trifft nun entweder auf Ekaterina Makarowa (Russland) oder Alberta Brianti (Italien).

Mona Barthel muss hingegen in die Verlängerung. Die Begegung mit der an Position zwölf gesetzten Russin Wera Swonarewa wurde beim Stand von 6:2, 6:7 (3:7) aus Sicht der 21-Jährigen wegen Dunkelheit unterbrochen. Die Partie wird am Dienstag fortgesetzt.

jar/sid

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Wer gewinnt das deutsche Erstrunden-Duell?


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Deutsche Tennisstars: Steffi, Boris und Bine
Die Wimbledon-Sieger seit 2000
Jahr Männer Frauen
2013 Andy Murray Marion Bartoli
2012 Roger Federer Serena Williams
2011 Novak Djokovic Petra Kvitová
2010 Rafael Nadal Serena Williams
2009 Roger Federer Serena Williams
2008 Rafael Nadal Venus Williams
2007 Roger Federer Venus Williams
2006 Roger Federer Amélie Mauresmo
2005 Roger Federer Venus Williams
2004 Roger Federer Marija Scharapowa
2003 Roger Federer Serena Williams
2002 Lleyton Hewitt Serena Williams
2001 Goran Ivanisevic Venus Williams
2000 Pete Sampras Venus Williams

Tennis: Die wichtigsten Schläge
Beginnt der Aufschläger nicht mit einem Ass und der Rückschläger spielt den Ball zurück übers Netz, läuft der Ballwechsel. Dann kann es zu folgenden Schlägen kommen:

  • VOLLEY: Der Ball wird noch vor dem Aufkommen auf dem Boden geschlagen. Dieser Schlag wird vorwiegend am Netz gespielt und soll den Ballwechsel beenden.

    PASSIERSCHLAG: Ist der andere Spieler ans Netz vorgerückt, kann er nicht die gesamte Breite des Feldes abdecken - und mit einem Schlag seitlich an ihm vorbei passiert werden.

    STOPP: Ein zumeist mit Rückwärtsdrall gespielter Ball, der kurz hinter dem Netz aufkommt und für den Gegner schwer zu erreichen ist. Wird vorwiegend auf dem langsamen Belag Sand gespielt.

    LOB: Nach einem gespielten Stopp rückt der Spieler zumeist ans Netz vor. Dann ist es möglich ihn mit einem hoch geschlagenen Lob-Ball zu überspielen.

    SCHMETTERBALL: Wird der Lob zu flach gespielt, bietet sich für den Gegner die Möglichkeit, den Ballwechsel mit einem Schmetterball zu beenden. Der Schlag ähnelt sehr dem Aufschlag und ist ein mit hohem Tempo gespielter Überkopfschlag.

  • Zudem lassen sich die Schläge von der Grundlinie unterteilen, egal ob Vor- und Rückhand:

  • TOPSPIN: Durch eine von unten nach oben durchgeführte Schlagbewegung wird dem Ball Vorwärtsdrall verliehen. Der Ball steigt dadurch zunächst relativ hoch an, fällt dann aber steil nach unten. So können auch sehr diagonal oder schnell gespielte Bälle noch im Feld landen.

    SLICE: Ist das Gegenteil vom Topspin. Die Schlagbewegung ist von oben nach unten, der Ball erhält damit Rückwärtsdrall. Der Ball wird möglichst am höchsten Punkt getroffen, die Flugkurve ist dann sehr flach und stetig sinkend. Der Ball ist dadurch relativ lange in der Luft, so dass der Schlag entweder als Verteidigungsschlag oder als Vorbereitung zum Aufrücken ans Netz verwendet wird.

    DRIVE: Der Ball wird sehr direkt getroffen und damit nur mit sehr wenig oder gar keiner Rotation versehen.

Jeder dieser drei Schläge kann entweder cross, also quer, oder longline, der Linie entlang, gespielt werden. Ein Longline-Schlag erfordert eine hohe Präzision, da der Ball leicht im Aus landen kann - und das Netz zudem außen höher ist als in der Mitte. Cross gespielte Schläge hingegen fordern weniger Genauigkeit, können dafür aber mit mehr Tempo gespielt werden.