Wimbledon Haas locker weiter, Kerber überraschend raus

Thomas Haas ist im Schnelldurchgang in die dritte Runde von Wimbledon eingezogen. Der 35-Jährige gewann gegen Jimmy Wang aus Taiwan. Angelique Kerber verlor ihr Zweitrundenmatch hingegen überraschend, auch Federer-Bezwinger Stachowsky ist raus.

Tennisprofi Haas: Souverän gegen Wang
AP/dpa

Tennisprofi Haas: Souverän gegen Wang


Hamburg - Tennisprofi Thomas Haas hat bei seiner 14. Wimbledon-Teilnahme nach einer souveränen Vorstellung die dritte Runde erreicht. Der Weltranglisten-13. setzte sich gegen Jimmy Wang aus Taiwan in 1:31 Stunden 6:3, 6:2, 7:5 durch. Das Match gegen Wang war ursprünglich am Donnerstag angesetzt gewesen, wegen des Regens allerdings verschoben worden.

Haas hatte zu Beginn der Partie keine Probleme mit Wang, der im ATP-Ranking auf Platz 151 steht. Lediglich vier Punkte gab der 35-Jährige in den ersten beiden Sätzen bei eigenem Aufschlag ab. Erst im dritten Satz wurde das Match ausgeglichener, Haas blieb jedoch der dominierende Spieler und revanchierte sich für die Niederlage im bislang einzigen Aufeinandertreffen in Sydney 2009.

Im Kampf um den Einzug ins Achtelfinale trifft Haas bereits an diesem Samstag auf den Spanier Feliciano López. Die Nummer 32 der Rangliste hatte zuletzt das Turnier in Eastbourne gewonnen und gilt als einer der stärksten spanischen Tennisprofis auf Gras.

Für Angelique Kerber verlief ihr Zweitrundenmatch hingegen deutlich schlechter. Die derzeit beste deutsche Tennisspielerin unterlag Kaia Kanepi aus Estland mit 6:3, 6:7 (6:8), 3:6 in drei Sätzen und schied überraschend aus. Dabei hatte die Vorjahres-Halbfinalistin im Tiebreak des zweiten Durchgangs schon 5:1 geführt, musste sich am Ende aber dennoch geschlagen geben. Sabine Lisicki ist nun die einzige von anfangs acht deutschen Damen in der dritten Runde. Die Berlinerin trifft am Samstag auf Samantha Stosur aus Australien.

Nach einer erneuten Regenpause scheiterte am Abend auch noch Dustin Brown durch ein 4:6, 2:6, 5:7 gegen den Franzosen Adrian Mannarino. Brown verpasste durch die Niederlage gegen Mannarino sein erstes Achtelfinale auf Grand-Slam-Ebene überhaupt. Der Deutsch-Jamaikaner hatte zuvor noch mit seinem Sieg gegen den früheren Wimbledon-Sieger Lleyton Hewitt und seinem unorthodoxen Spielstil für Aufsehen gesorgt.

Vorbei ist der Wimbledon-Traum auch für Jan-Lennard Struff. Der Qualifikant verlor sein Spiel gegen Jérémy Chardy aus Frankreich 2:6, 7:5, 6:7 (6:8), 6:7 (4:7). Der trifft nun in der dritten Runde auf den Weltranglisten-Ersten Novak Djokovic.

Nur zwei Tage nach seinem sensationellen Sieg über Rekordchampion Roger Federer ist Sergej Stachowsky gescheitert. Der Weltranglisten-116. aus der Ukraine verlor in Runde drei gegen Jürgen Melzer (Österreich) 2:6, 6:2, 5:7, 3:6. "Möglicherweise war ich mental nicht bereit, weil jeder von mir erwartet hat, dass ich besser spiele, nachdem ich Roger geschlagen habe", sagte Stachowsky: "Aber es war auch ziemlich hart für mich, gestern war ein anstrengender Tag. Jeder wollte mit mir reden, jeder wollte einen Teil von mir." Am Mittwoch hatte Stachowsky für die Überraschung im All England Club gesorgt und den siebenmaligen Titelträger Federer in vier Sätzen bezwungen.

Der britische Tennisprofi Andy Murray hingegen steht im Achtelfinale von Wimbledon. Der 26 Jahre alte Olympiasieger und US-Open-Champion setzte gegen den Spanier Tommy Robredo 6:2, 6:4, 7:5 durch. Murray trifft nach dem Sieg auf den Russen Michail Juschni oder Victor Troicki aus Serbien.

psk/asi/goe/dpa/sid



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