Wimbledon: Nadal verliert sensationell in Runde zwei

Es ist die größte Überraschung im bisherigen Turnierverlauf: Der Weltranglistenzweite Rafael Nadal ist in der zweiten Runde von Wimbledon rausgeflogen. Sein Gegner: Lukas Rosol, die Nummer 100 der Welt. Von der unerwarteten Pleite profitiert auch ein Deutscher.

Tennisprofi Nadal: Aus in der zweiten Runde von WimbledonZur Großansicht
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Tennisprofi Nadal: Aus in der zweiten Runde von Wimbledon

Hamburg - Vorjahresfinalist Rafael Nadal ist beim Tennisturnier in Wimbledon überraschend ausgeschieden. Der Weltranglistenzweite aus Spanien verlor 7:6 (11:9), 4:6, 4:6, 6:2, 4:6 gegen den Weltranglisten-100. Lukas Rosol. Der Tscheche spielt nun gegen die deutsche Nummer eins, Philipp Kohlschreiber, um den Einzug ins Achtelfinale.

"Ich weiß gar nicht was ich sagen soll. Ich bin fassungslos. Das ist ein Märchen für mich, Rafael Nadal ist schließlich ein Superstar", sagte Rosol, der nach dem verwandelten Matchball auf die Knie gesunken war: "Das ist wie ein Wunder für mich, ich habe unglaublich gespielt. Das war das beste Match meines Lebens." Der wie Nadal 26-Jährige Tscheche hatte sich im sechsten Anlauf in diesem Jahr erstmals für das Hauptfeld von Wimbledon qualifiziert.

Nadal unterlag nach über drei Stunden Spielzeit in dem Zweitrunden-Match. Der zweifache Wimbledon-Champion (2008 und 2010) verlor seit 2005 erstmals bei einem Grand-Slam-Turnier vor der dritten Runde.

Halbstündige Unterbrechung hilft Nadal nicht

Nadal hatte anscheinend nicht damit gerechnet, dass ihn ein Spieler, der bislang erst drei Matches bei Grand-Slam-Turnieren gewonnen hatte und zuvor fünfmal in der ersten Runde der Qualifikation von Wimbledon gescheitert war, überhaupt in Bedrängnis bringen kann. Im ersten Satz biss sich der 26-Jährige im Tiebreak noch durch und wehrte Satzbälle ab.

Doch als der Spanier im zweiten Satz nur eine Breakchance und im dritten Durchgang sogar gar keine Möglichkeit bei Rosols Aufschlag bekam, wurde der Linkshänder ungeduldig. Im vierten Satz nutzte Nadal dann die erste Schwächephase seines Kontrahenten zum Satzausgleich.

Eine halbe Stunde Pause verordnete der Schiedsrichter den beiden Kontrahenten vor dem entscheidenden Durchgang. Das Dach musste geschlossen werden, das Licht ging an. Nadal zog sich zur Beratung mit seinem Coach und Onkel Toni zurück, sprintete zurück auf den Platz - und verlor prompt seinen Aufschlag. Wenige Minuten später war die Überraschung perfekt und der Sandplatzkönig ausgeschieden.

leh/dpa/sid

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insgesamt 4 Beiträge
p93 29.06.2012
"Nadal hat bei einem Grand-Slam-Turnier noch nie gegen einen auf der Weltrangliste tiefer platzierten Gegner verloren" - Das ist schlicht falsch. Es ist schon mehrfach vorgekommen, u.a. bei den French Open 2009, als [...]
"Nadal hat bei einem Grand-Slam-Turnier noch nie gegen einen auf der Weltrangliste tiefer platzierten Gegner verloren" - Das ist schlicht falsch. Es ist schon mehrfach vorgekommen, u.a. bei den French Open 2009, als Nadal als Nummer eins der Welt gegen Robin Söderling verlor.
countrushmore 29.06.2012
Söderling war damals definitiv besser als auf Platz 100.
Söderling war damals definitiv besser als auf Platz 100.
jesse01 29.06.2012
Täusche ich mich, oder ist das Spiel in Wimbledon dieses Jahr viel schneller geworden. Offenbar sind Nadal und sein Trainer von den neuen Bedingungen total überrascht worden. Anders lässt sich das nicht erklären. Nadal hatte [...]
Zitat von sysopEs ist die größte Überraschung im bisherigen Turnierverlauf: Der Weltranglistenzweite Rafael Nadal ist in der zweiten Runde von Wimbledon rausgeflogen. Sein Gegner: Lukas Rosol, die Nummer 100 der Welt. Von der unerwarteten Pleite profitiert auch ein Deutscher. Wimbledon: Rafael Nadal in der zweiten Runde ausgeschieden - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/sport/sonst/0,1518,841607,00.html)
Täusche ich mich, oder ist das Spiel in Wimbledon dieses Jahr viel schneller geworden. Offenbar sind Nadal und sein Trainer von den neuen Bedingungen total überrascht worden. Anders lässt sich das nicht erklären. Nadal hatte ja schon in der 1. Runde ziemliche Probleme. Definitv sind der Belag und vor allen Dingen die Bälle viel schneller geworden. Deshalb kann gerade ein Harthitter wie Rosol den Favoriten schlagen, denn es kommt kaumt ein Spiel zustande, bei dem Nadal seine Klasse zeigen kann. Für Nadal und sein Spiel sehr schlechte Bedingungen, gerade nach den langsamen French Open. So schnell kann man sich nicht umstellen. So wird es auch in den nächsten Jahren sehr schwierig für ihn. Alles läuft bestens für Federer.
wolf3011 29.06.2012
Ob die Aussage: "Nadal hat bei einem Grand-Slam-Turnier noch nie gegen einen auf der Weltrangliste tiefer platzierten Gegner verloren" richtig oder falsch ist kann ich jetzt nicht sagen, wäre zu überprüfen. [...]
Zitat von p93"Nadal hat bei einem Grand-Slam-Turnier noch nie gegen einen auf der Weltrangliste tiefer platzierten Gegner verloren" - Das ist schlicht falsch. Es ist schon mehrfach vorgekommen, u.a. bei den French Open 2009, als Nadal als Nummer eins der Welt gegen Robin Söderling verlor.
Ob die Aussage: "Nadal hat bei einem Grand-Slam-Turnier noch nie gegen einen auf der Weltrangliste tiefer platzierten Gegner verloren" richtig oder falsch ist kann ich jetzt nicht sagen, wäre zu überprüfen. Definitiv "schlicht" falsch ist Ihre Aussage bzgl. Robin Söderling. Bei den French Open 2009 war er an 23 gesetzt, siehe z.B. French Open 2009 (http://de.wikipedia.org/wiki/French_Open_2009). Im Jahr 2010 war er dann sogar an 5 gesetzt (French Open 2010 (http://de.wikipedia.org/wiki/French_Open_2010)), schlug diesmal Federer und kam wieder ins Finale, wo er dann aber gegen Nadal chancenlos war. Ende 2010 war er Nr. 4 der Welt, seit Mitte 2011 ist er aber erkrankt und hat nicht mehr gespielt. Es gibt sogar Spekulationen, dass er nie wieder spielen kann, was wir mal nicht hoffen wollen!! Sollte Nadal wirklich in einem Grand Slam mal gegen einen Spieler um die 100 wie jetzt verloren haben, Söderling war es 2009 nicht.
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  • Donnerstag, 28.06.2012 – 23:37 Uhr
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Die Wimbledon-Sieger seit 2000
Jahr Männer Frauen
2012 Roger Federer Serena Williams
2011 Novak Djokovic Petra Kvitová
2010 Rafael Nadal Serena Williams
2009 Roger Federer Serena Williams
2008 Rafael Nadal Venus Williams
2007 Roger Federer Venus Williams
2006 Roger Federer Amélie Mauresmo
2005 Roger Federer Venus Williams
2004 Roger Federer Marija Scharapowa
2003 Roger Federer Serena Williams
2002 Lleyton Hewitt Serena Williams
2001 Goran Ivanisevic Venus Williams
2000 Pete Sampras Venus Williams

Alle deutschen Wimbledon-Sieger
AP
Dameneinzel
1996: Steffi Graf
1995: Steffi Graf
1993: Steffi Graf
1992: Steffi Graf
1991: Steffi Graf
1989: Steffi Graf
1988: Steffi Graf
1931: Cilly Aussem

Damendoppel
1988: Steffi Graf und Gabriela Sabatini
1987: Claudia Kohde-Kilsch und Helena Suková

Herreneinzel
1991: Michael Stich
1989: Boris Becker
1986: Boris Becker
1985: Boris Becker

Herrendoppel
2010: Philipp Petzschner und Jürgen Melzer
1992: Michael Stich und John McEnroe

Mixed
2009: Anna-Lena Grönefeld und Mark Knowles
1933: Gottfried von Cramm und Hilde Krahwinkel-Sperling





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