Historischer Triumph Federer feiert achten Wimbledon-Titel

Eine weitere Bestmarke für Roger Federer: Der Rasenspezialist hat im Wimbledon-Finale Marin Cilic besiegt - und sicherte sich damit im Alter von 35 Jahren Rekordtitel Nummer acht beim Traditionsturnier in England.

AFP

Roger Federer hat als erster Tennisspieler zum achten Mal das prestigeträchtige Rasenturnier von Wimbledon gewonnen. Im Endspiel setzte sich der Schweizer souverän 6:3, 6:1, 6:4 gegen Marin Cilic durch.

Im ersten Satz war für den Kroaten kein Verlass auf sein Aufschlagspiel. Sonst eine seiner gefährlichsten Waffen, wackelte Cilic' Service im ersten Wimbledon-Finale seiner Karriere merklich. Beim Stand von 2:1 erspielte sich die Nummer sechs der Welt zwar den ersten Breakball des Matches. Doch Federer antwortete wie so oft: In brenzligen Situationen zeigt er sein bestes Tennis. Nachdem er Cilic' Breakchance abgewehrt hatte, gelangen Federer sechs Punkte in Serie. So nahm der 35-Jährige seinerseits Cilic mit seiner dritten Möglichkeit das Aufschlagspiel zum 3:2 ab. Damit war der erste Satz entschieden

In der Mitte des zweiten Durchgangs musste sich Cilic wegen einer Fußverletzung behandeln lassen. Er spielte zwar weiter, doch man merkte ihm an, dass ihn seine Blessur verunsicherte. Federer, der sich zum ältesten Wimbledon-Sieger aller Zeiten kürte, ließ sich davon nicht beirren. Zwischenzeitlich war ein Klassenunterschied auszumachen, derart dominant agierte der Schweizer. Bei eigenem Aufschlag ließ Federer im zweiten Satz lediglich zwei Punkte seines Gegners zu.

Immer wieder suchte Federer den Weg ans Netz. Doch auch in Grundlinienrallyes stellte er seine Klasse unter Beweis und machte zahlreiche Punkte durch sein präzises und variantenreiches Spiel. Insgesamt unterliefen ihm während der gesamten Partie acht vermeidbare Fehler, Cilic hingegen 23. Nach 1:41 Stunden verwandelte der Rechtshänder dann seinen zweiten Matchball. Neben Björn Borg (1976) ist Federer damit der einzige Spieler, der auf dem Weg zu einem Wimbledon-Triumph keinen einzigen Satz abgeben musste. Letztmals hatte der nun 19-malige Grand-Slam-Sieger 2012 das Turnier in London gewonnen.

lst



insgesamt 22 Beiträge
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multi.io.42 16.07.2017
1. Yeah
Damit kann Roger endgültig seinen Pass wegschmeißen. :D
zack34 16.07.2017
2. Der Klassenunterschied war überdeutlich
Deshalb war das Finalspiel so langweilig wie sonst nie. Dennoch: Gratulation an Roger.
kuhndi 16.07.2017
3. Was wollen Sie uns mitteilen?
Zitat von multi.io.42Damit kann Roger endgültig seinen Pass wegschmeißen. :D
Mit ihrem unterirdischen Kommentar???
Romara 16.07.2017
4. Gratulation...
...an den Spieler, dessen ästhetisches Tennis mich nach der Becker-Ära entscheidend zur erneuten aufmerksamen Beobachtung dieses Sports inspirierte. Federer ist nicht nur für mich der kompletteste und wohl beste Tennisspieler aller Zeiten. Seine Fairness, Sportlichkeit und seine Natürlichkeit machen ihn ganz nebenbei zu einem Publikumsliebling und einem überaus geschätzten und geachteten Kollegen bei seinen Mitkonkurrenten. Bei seiner Professionalität und seinem Enthusiasmus für diesen Sport traue ich ihm auch noch den 20. Grand-Slam-Titel zu.
p.groemping 16.07.2017
5. Auweia, Sport-SPIEGEL
„Rasenspezialist“ Roger Federer - das ist nicht ONLINE, lieber Sport-SPIEGEL, sondern voll neben der Linie.
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