Überschneidung von Wimbledon- und WM-Finale Wer Fußball gucken will, soll sein Tablet mitbringen

Das Wimbledon-Finale startet am Sonntag um 15 Uhr. Wird es vorgezogen, falls Englands Fußballer ab 17 Uhr um den WM-Titel spielen sollten? Der Veranstalter sagt: nein. Und verweist auf sein gutes WLAN.

Centre Court in Wimbledon
DPA

Centre Court in Wimbledon


Tennis oder Fußball? Diese Frage beschäftigt englische Sportfans spätestens seit dem WM-Halbfinaleinzug ihrer Mannschaft am vergangenen Samstag. Sie werden sich entscheiden müssen: Selbst im Falle einer Titelchance von England bei der Fußballweltmeisterschaft wollen die Organisatoren von Wimbledon das Tennis-Endspiel der Männer am kommenden Sonntag nicht verlegen. Das bestätigte der Vorsitzende des All England Lawn Tennis Club, Richard Lewis.

Das Männer-Finale des berühmten Rasenturniers in London ist für 15 Uhr MEZ (14 Uhr Ortszeit) angesetzt. Das Endspiel der Fußball-WM beginnt zwei Stunden später, sodass Überschneidungen wahrscheinlich sind.

Henman Hill, Wimbledon
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Henman Hill, Wimbledon

"Es gibt absolut keine Pläne, irgendetwas zu verlegen. Wir hatten nicht eine einzige Beschwerde von irgendjemanden, dass Fußball die Freude an Wimbledon beeinträchtigt hat", sagte Lewis. "Wir haben in weiten Teilen freies WLAN. Wenn Leute ruhig auf ihrem Handy oder Tablet schauen wollen, können sie das machen."

Lewis betonte, er habe auch die Fifa nicht darum gebeten, das WM-Finale auf einen anderen Zeitpunkt zu verlegen. Die Idee, das Fußballspiel auf der großen Leinwand am Henman Hill auf der Anlage zu übertragen, komme ebenfalls nicht infrage. Diese sei für Tennis reserviert.

chh/dpa



insgesamt 5 Beiträge
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Ralf1234 10.07.2018
1.
Das Problem wird sich nicht stellen, da die Kroaten England besiegen werden. So können alle in Ruhe am Samstag das Spiel um Platz 3 ansehen und sich am Sonntag dem Tennis widmen.
murksdoc 10.07.2018
2. Unbearable, my Dear.
Vor Jahren iitt das verregnete BSE-Königreich mitten im normalerweise nebligen Atlantik unter einer Hitzewelle. Den Gentlemen im Wimbledon Center Court wurde daraufhin gestattet, die Jackets abzulegen. Der Regattasprecher der parallel laufenden Royal Henley Ruderregatta kommentierte dieses empörende Verhalten standesgemäß, "da könne man jetzt auch nicht mehr hingehen, das sei jetzt eine Nacktveranstaltung". Tablets auf einer Nacktveranstaltung sollten eigentlich o.k. sein. Hauptsache Boris Johnson hält sich nicht für Boris Becker und will mit einer Runde Nackt-Tennis die Attraktivität des Standortes, den bald keiner mehr findet, anheben. Fussballmässig sollte man sie gewinnen lassen. Irgendwas MUSS es doch geben, was nicht so depressiv macht.
dgs 10.07.2018
3. Überheblichkeit und Selbstherrlichkeit des alten Englands
Hier sieht man wieder die Selbstüberschätzung des alten Englands. Genau diese Haltung hat zu Brexit und im weiteren zu den scheiternden Verhandlungen geführt.
benmartin70 10.07.2018
4.
Zitat von dgsHier sieht man wieder die Selbstüberschätzung des alten Englands. Genau diese Haltung hat zu Brexit und im weiteren zu den scheiternden Verhandlungen geführt.
Ich finde das ok wenn man nicht alles diesem langweiligen Spiel (ich Rede vom Fussball) unterordnet.
Crom 10.07.2018
5.
Offenbar hat man bei der Terminierung seinerzeit nicht an einer Finalteilnahme Englands geglaubt. Bisher hat man sich auch eher durchs Turnier gewurschtelt in bester deutscher Manier. Die Rollen scheinen diesmal vertauscht zu sein.
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