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Zweifelhafter Rücktritt Boxprofi Haye beendet Karriere

Boxprofi Haye: Vorläufiger RücktrittZur Großansicht
Getty Images

Boxprofi Haye: Vorläufiger Rücktritt

Rückzug oder Taktik? Ex-Boxerweltmeister David Haye hat seine Karriere beendet - vorerst zumindest. Ein Comback für einen finanziell lukrativen Kampf gegen die Klitschko-Brüder ist aber denkbar. 

Hamburg - Boxprofi David Haye hat am Donnerstag seinen Rücktritt erklärt. Der ehemalige Schwergewichts-Weltmeister hatte in der Vergangenheit immer wieder betont, dass er seine Karriere mit 30 Jahren beenden wird. "Um Mitternacht ist meine Box-Karriere zu Ende gegangen", sagte Haye, der am Donnerstag seinen 31. Geburtstag feierte. "Es war meine Absicht, mich an diesem Tag vom Boxsport zu verabschieden, seit ich als spargeldünner Zehnjähriger zum ersten Mal Boxhandschuhe übergezogen habe." Der britische Boxverband hatte bereits am Mittwoch bekanntgegeben, dass Haye keine neue Lizenz beantragt habe.

Dennoch darf bezweifelt werden, dass der Brite seinen Rücktritt wirklich ernst meint. Schließlich hatte Haye noch vor wenigen Wochen angekündigt, seinen Rücktritt für einen Titelkampf gegen WBC-Weltmeister Witali Klitschko verschieben zu wollen. "Witali hat zwar härtere Eier, aber auch er ist ein Schisshase", hatte Haye gesagt und getönt: "Witali, stell' dich, wenn Du ein Mann bist! Mir ist egal, wo ich ihn boxe. Ich mache es es auch auf dem Mond."

Haye hatte in der Vergangenheit mit heftigen Attacken gegen die Klitschko-Brüder für Aufsehen gesorgt. Höhepunkt war ein T-Shirt, das den Briten mit den Köpfen der enthaupteten Klitschkos in den Händen zeigte. Dafür hatte er jedoch am 2. Juli mächtig Prügel von Witalis Bruder Wladimir bezogen und den WBA-Gürtel verloren.

Ein weiterer Kampf dieser Größenordnung würde Haye Einnahmen in Millionenhöhe sichern. Und er wäre nicht der erste Boxer, der den Rücktritt vom Rücktritt erklärt. Alleine der US-Amerikaner Evander Holyfield feierte fünf Comebacks. Auch Axel Schulz hatte den Verlockungen des Geldes nicht widerstehen können, blamierte sich 2006 allerdings bei seiner Rückkehr. An einer neue Lizenz wird es jedenfalls nicht scheitern. Die könnte der Brite innerhalb kürzester Zeit erhalten.

lin/sid/dpa

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insgesamt 1 Beitrag
sorum11 13.10.2011
Wenn es nicht klappt, kann er sich ja ebenfalls eine Fackelmann-Mütze aufsetzen und zerbrechliches Zeugs (jenseits von ihm selbst) bewerben, oder ein paar Bauchplatscher vom 10er in einschlägigen Fernsehshows zeigen...
Wenn es nicht klappt, kann er sich ja ebenfalls eine Fackelmann-Mütze aufsetzen und zerbrechliches Zeugs (jenseits von ihm selbst) bewerben, oder ein paar Bauchplatscher vom 10er in einschlägigen Fernsehshows zeigen...
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Box-Glossar
Beim Boxen ist die Stellung der Kämpfer ausschlaggebend, dazu kommen in der Regel drei verschiedene Schlag-Varianten zum Einsatz. Diese werden untereinander beliebig zu sogenannte Schlag-Kombinationen zusammengefügt. Ebenfalls ein probates Mittel ist das Klammern, um sich aus ungünstigen Situationen zu befreien.

  • Auslage: Unter der Auslage eines Boxers versteht man die Stellung und Richtung zum Gegner. Die Kämpfer stehen dabei einander nicht frontal, sondern versetzt gegenüber, wobei diejenige Hand, die dem Gegner näher ist, als Führhand, die hinten liegende Hand als Schlaghand bezeichnet wird. Da die meisten Menschen Rechtshänder sind, gilt die Linksauslage als normal und wird meistens Normalauslage genannt. Bei ihnen stehen linkes Bein und linke Hand näher zum Gegner - in der Rechtsauslage entsprechend andersherum.

    Jab: Eine abrupt geschlagene Gerade mit der Führhand. Der Schlag hat zumeist den Kopf zum Ziel. Der Jab zählt dabei nicht zu den stärksten Schlägen, nur selten geht ein Boxer nach einem einzelnen Jab zu Boden.

    Cross: Eine Gerade, die mit der Schlaghand geschlagen wird. Die Schlaghand wird vom Kinn auf einer geraden Linie ins Ziel geführt. Die Führhand wird dabei zurückgenommen, um das Kinn zu schützen. Der Cross ist ein sogenannter Powerpunch.

Haken: Ein Schlag mit der Führhand, bei dem zwischen Seitwärtshaken und Aufwärtshaken unterschieden wird. Zum Einsatz kommt der Haken beim Boxen in der Halbdistanz. Der Schlag eignet sich vor allem als K.o.-Schlag, da er zumeist von der Seite kommt und so durch die Deckung des Gegners geht.

Klammern: Eine taktische Maßnahme, um sich eine Pause zu verschaffen oder sich aus einer ungünstigen Position zum Gegner zu befreien. Der Ringrichter muss die Kontrahenten aus der Klammerung trennen, so dass eine neue Kampf-Situation entsteht. Klammern stellt einen Regelverstoß dar, der aber aufgrund der Häufigkeit oft geduldet wird. Ab einem gewissen Grad wird das Vergehen jedoch mit Verwarnungen und damit mit Punktabzügen bestraft.





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