Frage: Was stört Sie am All-Star-Game? Die Zuschauer lieben das Spektakel zur Halbzeit der Saison, wenn sich die Teams der Eastern und Western Conference messen.
Kaman: Die Liga lässt die Fans abstimmen. Das ist ein Nachteil für viele Jungs, die wirklich gute Spieler sind. Aber weil sie halt zu wenig dunken oder von den Fans nicht so oft gesehen werden, schaffen sie es nicht ins Team. Es geht viel zu viel um Politik und PR.
Frage: Sind Sie sauer, dass Sie nicht ins West-Team für das Spiel am 17. Februar in New Orleans gewählt wurden?
Kaman: Nein, aber natürlich würde ich gern zum All Star berufen werden. Ich hatte bisher eine recht gute Saison. Klar hatte ich auch miese Spiele, aber wer hat die nicht.
Frage: Wer sind Ihrer Meinung nach derzeit die fünf besten "Big Men" in der NBA?
Kaman: Tim Duncan (San Antonio), Kevin Garnett (Boston), Dwight Howard (Orlando), Yao Ming (Houston) und Dirk Nowitzki (Dallas).
Frage: Und Sie selbst?
Kaman: Ich setze mich nicht auf solche Listen. Ich kümmere mich nicht um so etwas. Es gibt da diese Redensart: Ich will nicht, dass mein Kopf zu groß wird, denn ich muss ihn ja immer mit mir herumtragen. Ich arbeite einfach hart und versuche alles, damit wir als Team Spiele gewinnen, auch wenn wir gerade echt mies sind. Wir hatten halt sehr viele Verletzungen.
Kaman: Ich versuche, genau das nicht zu tun. Verletzungen passieren, da kannst du nichts ändern. Du kannst nur hoffen, dass die Jungs alles auskurieren und nicht zu früh wieder einsteigen (Brand und Livingston sollen Anfang März wieder spielen; die Red.).
Frage: Wie nur wenige Basketballer können Sie beidhändig werfen. Mit welcher Hand treffen Sie besser?
Kaman: In Korbnähe ist es egal, da treffe ich schon jetzt gleich gut. Aber sobald ich knapp vier Meter vom Ring weg bin, wird es schwer. Und manchmal komme ich sogar durcheinander. Ab und an sieht man ja, dass ich direkt am Korb leichte Bälle vergebe. Das kommt dann meist dadurch, dass ich nicht sicher bin, ob ich jetzt nach rechts oder links gehen soll.
Frage: Ihr Nachname klingt nicht sehr amerikanisch. Hat Ihre Familie etwa europäische Wurzeln?
Kaman: Sie werden es nicht glauben, aber meine Urgroßeltern waren Deutsche.
Frage: Wie wäre es dann mit der deutschen Nationalmannschaft? Die könnte ein weiteres NBA-Ass neben Nowitzki gut gebrauchen.
Kaman: Darüber habe ich sogar schon mal nachgedacht, aber dann müsste ich ja mein Land verraten. Und ich bin mir nicht sicher, ob ich das wirklich machen würde.
Die Fragen stellte Dean Walle
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