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28.05.2008
 

Sieg bei den Spurs

Lakers vor Einzug ins NBA-Finale

Das war es dann wohl für den Meister. Die San Antonio Spurs verloren daheim gegen die Los Angeles Lakers. Dem Team des MVP Kobe Bryant fehlt nur noch ein Sieg, um die Endspielserie der NBA zu erreichen.

Hamburg – Die Lakers setzten sich am gestrigen Dienstag 93:91 bei den Spurs durch. In der Best-of-seven-Finalserie der Western Conference führt der kalifornische Club nun 3:1. Bereits am vergangenen Donnerstag kann der 14-malige Meister, der zuletzt 2002 triumphierte, in Los Angeles den nötigen vierten Sieg holen.

Lakers-Guard Bryant: "Ein großer Schritt für uns"
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REUTERS

Lakers-Guard Bryant: "Ein großer Schritt für uns"

"Das war ein großer Schritt für uns", freute sich Bryant. Der MVP der Regular Season ("wertvollster Spieler") hatte mit 28 Punkten entscheidenden Anteil am Auswärtssieg. "Heute haben wir deutlich besser gespielt als beim ersten Mal in dieser Halle", so Bryant. Am vergangenen Sonntag hatten die Lakers bei den Spurs 84:103 verloren.

"Die Lakers haben gut verteidigt", sagte Spurs-Spielmacher Tony Parker, der 23 Punkte erreicht hatte. Problematischer sei jedoch etwas Anderes gewesen, so der Franzose: "Wir haben viele einfache Würfe vergeben, vor allem Korbleger. Wir sind niemals in unseren Rhythmus gekommen."

Bester Werfer der Partie war Tim Duncan. Der Spurs-Forward erzielte 29 Punkte und holte 17 Rebounds. Wie Parker kam auch San Antonios Reserve-Guard Brent Barry auf 23 Punkte. Der 36-Jährige war an einer brisanten Szene direkt beteiligt. Eine Sekunde vor der Schlusssirene war Barry zu einem Dreier hochgestiegen, wurde von Lakers-Guard Derek Fisher berührt und vergab mit einem Fehlwurf die Chance zum 94:93-Sieg.

"Wenn ich Schiedsrichter gewesen wäre, hätte ich auch kein Foul gegeben", zeigte sich Spurs-Coach Gregg Popovich als fairer Verlierer. So sah es auch Routinier Barry: "Das kann man vielleicht in der Regular Season pfeifen, aber sicherlich nicht in einem Conference-Finale."

Die Lakers, letztmalig 2004 im NBA-Finale (1:4 gegen Detroit) führten die gesamte Spielzeit, zeitweilig mit 14 Punkten Vorsprung. Bei den Spurs, die erstmals in den laufenden Playoffs ein Heimspiel verloren, hatte Shooting Guard Manu Ginobili einen ganz schwachen Tag erwischt: Der Argentinier traf nur zwei seiner acht Würfe aus dem Feld und musste sich mit sieben Punkten begnügen.

Hinter Bryant folgten bei den Lakers die Forwards Lamar Odom (16 Punkte) und Vladimir Radmanovic (11). Pau Gasol kam auf jeweils zehn Punkte und Rebounds. Der Spanier spielte erneut Center für den verletzten Andrew Bynum. Lakers-Coach Phil Jackson strahlte: "Unser Einsatz war wunderbar, wir sind nach der ersten Niederlage aufgestanden und zurückgekommen."

In der Finalserie der Eastern Conference kann Rekordmeister Boston (16 Titel) am heutigen Mittwochabend mit einem Sieg gegen die Pistons 3:2 in Führung gehen. Spiel sechs wird am kommenden Freitag in Detroit ausgetragen. In der eventuell nötigen siebten Partie hätten die Celtics am kommenden Sonntag Heimrecht.

ach/Reuters/AP

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