Von Julian Jaursch
Als Roger Mason jr. im Flugzeug gen San Antonio sitzt, ist er nur wenige Stunden von etwas entfernt, was er zuvor nur selten hatte: Sicherheit. Die Sicherheit, endlich zu wissen, wo er in den kommenden drei Jahren sein würde - bei den San Antonio Spurs. Und die Sicherheit, keine Geldsorgen zu haben, bei drei Millionen Dollar Gehalt.
Sicherheit und Stabilität ist etwas, das in Masons Karriere schwer zu finden ist. 2004 wurde er von den Chicago Bulls gedraftet. Seine nächsten Clubs hießen Toronto Raptors, Olympiakos Piräus sowie Hapoel Jerusalem. Dann wechselte er nach Washington, wo er ein Jahr später ins Flugzeug nach San Antonio steigt.
Doch dann passiert etwas Komisches auf dem Weg zu den Spurs. Die Wizards, sein alter Arbeitgeber, melden sich. Sie wollen den Shooting Guard für ein weiteres Jahr verpflichten, für knapp eine Million Dollar.
Was also tun? Für das gleiche Geld ein Jahr länger in der Heimat bleiben und darauf hoffen, im vertrauten System mehr Punkte zu machen als die mickrigen 2,7 Punkte in der vergangenen Saison? Oder die nächsten drei Jahre um den Titel mitspielen, während er die Freiräume nutzt, die ihm die Spurs-Stars Tim Duncan, Manu Ginobili und Tony Parker ihm in San Antonio verschaffen werden?
Und genau so kommt es. Durch Gilbert Arenas' erneute Knieverletzung steigern sich in der Saison 2007/2008 die Spiel- und Wurfanteile Masons. Der 1,96-Meter-Mann schafft Karrierebestleistungen von 9,1 Punkten, 1,6 Rebounds und 1,7 Assists in durchschnittlich 21,4 Minuten Einsatzzeit.
Mason bringt dabei von der Bank "Instant Offense", trifft 39,8 Prozent seiner Dreier, seine Wurfauswahl ist endlich akzeptabel. Noch immer sind der Zug zum Korb und die Passfähigkeiten extrem ausbaufähig, aber die NBA ist eben eine Liga der Spezialisten.
Genau einen solchen suchten sie denn auch in diesem Sommer in San Antonio, vor allem nachdem sie ihren Distanzschützen Brent Barry an die Houston Rockets abgeben mussten.
"Roger ist jemand, auf den unsere Coaches schon lange ein Auge geworfen hatten", sagt Spurs-Manager R.C. Buford. "Er hat bewiesen, dass er ein besseres Angebot verdient hat." Dieses Angebot liest sich wie folgt: acht Millionen Dollar für die kommenden zwei Spielzeiten. Roger Mason jr. hat also mit Sicherheit alles richtig gemacht.
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