NBA: Jordans magere acht Punkte

Beim ersten ernsthaften Testspiel nach seinem Comeback lässt Basketball-Superstar Michael Jordan viele Fragen offen.

Michael Jordan: Die Nummer 23 spielt wieder
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Michael Jordan: Die Nummer 23 spielt wieder

Auburn Hills - 22.076 Zuschauer waren in den "Palace" von Auburn Hills im US-Bundesstaat Michigan gekommen, um mit eigenen Augen zu sehen, wie gut er denn nun wirklich in Form ist. Und als Michael Jordan am Donnerstagabend dann als letzter Spieler der Washington Wizards zum Testspiel gegen den NBA-Konkurrenten Detroit Pistons das Feld betrat, rasteten die Leute auf den Rängen aus. Was die Fans des besten Basketballspielers aller Zeiten zu diesem Zeitpunkt noch nicht wissen konnten: Sie sollten ihren Liebling, der drei Jahre nach seinem Rücktritt ein Comeback in der National Basketball Association (NBA) versuchen will, gerade etwas mehr als 16 Minuten in Bewegung erleben dürfen.

Seine erste spektakuläre Aktion hatte Jordan nach nicht einmal 18 Sekunden, als er einen Schuss von Pistons-Forward Ben Wallace wie zu besten Zeiten blockte und damit für Freude auf den Rängen sorgte. Es folgte Enttäuschung, als "His Airness" seinen ersten Wurfversuch, einen Dreier, verpasste. Jubel setzte ein, als er mit einem Sprungwurf aus sechs Metern für die ersten Punkte der Partie sorgte.

Ein Foul als Highlight

"His Airness" spielte im ersten wie zweiten Viertel von Beginn an jeweils etwas über acht Minuten. Dabei hatte Jordan, der in erster Linie als Ballverteiler agierte, eine mäßige Trefferquote: acht Punkte bei acht Versuchen aus dem Feld. Neben zwei Ballverlusten brachte Jordan immerhin drei Rebounds, einen Steal und den Block gegen Wallace zustande. In den 16 Minuten Spielzeit des Superstars nahm sich der Score seines Teams mit 7:23 bescheiden aus. Geradezu ein Highlight war dann jenes Foul, das Referee Steve Javie Jordan zuschrieb. Die Zuschauer sahen das ganz anders, und der Unparteiische erntete fürchterliche Buh-Rufe von den Tribünen.

Am Ende unterlagen die Washington Wizards den Pistons mit 85:95, trotz lauter Fanaufforderung ("We want Michael") war der Star des Abends in der zweiten Spielhälfte nur noch auf der Bank zu sehen. Und schließlich antwortete Jordan auf die vorsichtig gestellte Frage, ob er nervös sei: "Nein, ich weiß genau, was ich leisten kann. Ich weiß, dass die Leute mich jetzt schon in Top-Form erwarten. Ich selbst aber habe das heute keineswegs erwartet." Nichts, so Jordan, zähle vor dem 30. Oktober. Dann starten die Washington Wizards in die neue NBA-Saison mit einem Auswärtsspiel bei den New York Knicks. "Bis dahin", so der 38-Jährige, "habe ich noch ein bisschen Zeit."

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