Etan Thomas ist der Center der Washington Wizards, er schreibt gerne Gedichte und gilt deshalb als der Intellektuelle in der Gemeinde der Basketballspieler. In diesen Tagen trägt er ein schwarzes T-Shirt, auf dem ein Bild Barack Obamas prangt, darunter steht in goldenen Buchstaben: "Yes, we can." Er meint es ernst, er meint nicht den kometenhaften Aufstieg der Wizards in der neuen NBA-Saison, die am Dienstagabend begann, er hofft einfach darauf, dass Obama ein paar Tage später zum ersten schwarzen Präsidenten in der Geschichte Amerikas gewählt wird.

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Spencer Hawes, ein Center bei den Sacramento Kings, die nicht in der Blüte ihrer Jahre stehen, ist ganz aufgeregt, dass er, gerade 20 geworden, zum ersten Mal in seinem Leben wählen darf und er ist fest entschlossen, John McCain seine Stimme zu geben. Dazu gehört ja fast schon wieder Mut. Er bleibt ziemlich allein mit seinem Hang zu den Republikanern, vielleicht liegt es auch daran, dass er weiß ist.

Es gibt natürlich auch Jungs wie Gilbert Arenas, der schon wieder verletzt ist, was den kometenhaften Aufstieg der Wizards, auf den leidgeprüfte Menschen wie ich immer wieder hoffen, hinauszögern dürfte. Arenas wird in dieser Saison 14,5 Millionen Dollar verdienen, nicht wenig, oder? Er will aber am 4. November aufs Wählen verzichten, denn er geht davon aus, dass der nächste Präsident, egal wie er heißt, die Steuern anheben wird und das missfällt ihm. Tyson Chandler von den New Orleans Hornets dagegen hat bereits öffentlich bekannt, dass er es völlig in Ordnung findet, wenn er als Besserverdienender unter einem Präsidenten Obama mehr Steuern zahlen muss, wenn dafür weniger Betuchte auch weniger belastet werden.
Soviel zur Politik.
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