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18.02.2006
 

Bronze-Gewinner Fischer

Der alte Hund und sein famoser Endspurt

Das Jadrennen von Sven Fischer ist eine Geschichte, die schlecht beginnt, aber schön endet. Denn vor dem Gewinn der Bronzemedaille im Jagdrennen stand für Sven Fischer ein ganz schwacher Start. Entsprechend glücklich war der Deutsche.

San Sicario - "Umso glücklicher bin ich, dass ich es noch umbiegen konnte. Diese Medaille habe ich mir redlich erkämpft", sagte Fischer nach seinem furiosen Schlussspurt, den er als Dritter hinter dem französischen Sieger Vincent Defrasne und Ole Einar Björndalen (Norwegen) beendete. "Dass ich nach dem Gold noch eine Medaille erkämpfen konnte, ist ein absoluter Traum. Damit hatte ich nach dem verpatzten Auftakt des Rennes wirklich nicht mehr gerechnet", sagte Fischer.

Biathlet Fischer: "Ich hatte nie abgeschrieben"
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AP

Biathlet Fischer: "Ich hatte nie abgeschrieben"

Als Sprint-Olympiasieger war der 34-Jährige als Erster und Gejagter in das Jagdrennen gestartet. Doch bei den beiden Liegendschießen kam er mit dem Druck des Favoriten nicht zurecht, leistete sich jeweils zwei Fehlschüsse und fiel auf Platz sechs zurück. "Da habe ich ganz schön Mist gebaut. Da war ich komplett weg vom Fenster", sagte der Thüringer.

Als Fischers wie bereits beim Sprint vor Aufregung in den Wald geflüchteter Vater Willi ("Das sollte wieder Glück bringen") schon der Verzweiflung nahe war, schlug sein Sohn zurück, blieb im stehenden Anschlag zweimal fehlerfrei und überholte auf der Schlussrunde den lange führenden Norweger Halvard Hanevold. "Ich dachte nach dem letzten Schießen nur: Jetzt knallst du am Hanevold vorbei. Damit er nicht mehr mit kann", schilderte Fischer die Situation.

Mit einem famosen Schlussspurt hängte er nicht nur Hanevold ab, sondern machte sogar noch dem Spitzen-Duo Beine. "Ich kenne den Fisch. Der alte Hund kann sich steigern. Ich hatte ihn nie abgeschrieben", sagte Bundestrainer Frank Ullrich am Schießstand stolz und ballte die Siegerfaust. "Eine grandiose kämpferische Leistung vom Sven. Beim Schießen aber fehlte ihm heute am Anfang das Quäntchen Glück, das er beim Sprint hatte. Die Fehler waren alle richtig knapp", so Ullrich.

Im Schatten von Fischer lief auch 20-Kilometer-Olympiasieger Michael Greis ein hervorragendes Rennen und kämpfte sich von Startplatz 35 noch auf den achten Platz nach vorn. "Mehr war bei dieser Ausgangsposition einfach nicht drin. Ein fast perfektes Rennen von mir", sagte Greis. Ricco Groß und Alexander Wolf landeten auf den Rängen 12 sowie 19.

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