Von Conny Neumann
Hamburg - Die Vorbereitungen auf die Ski-Weltmeisterschaft 2011 und auf die Bewerbung für die Olympischen Winterspiele 2018 haben der Gemeinde Garmisch-Partenkirchen Rekordschulden beschert.
Skispringer über Garmisch-Partenkirchen (2007): Finanzsituation nicht maßgeblich
Die Summen sollen 2009 noch immens steigen, wird doch allein die Olympiabewerbung gemeinsam mit München 30 Millionen Euro verschlingen. Der Geschäftsführer der Bewerbergesellschaft Olympia 2018, Richard Adam, hält es dennoch für eine gute Investition in die Zukunft, wenn Pisten wie die Kandahar-Abfahrt in einen Top-Zustand gebracht würden. Für die Bewerbungsunterlagen sei die Finanzsituation der Kommunen schließlich nicht maßgebend.
Der Münchner Bewerbung werden gute Chancen auf den Zuschlag für die Winterspiele 2018 eingeräumt. Der Präsident des Ski-Weltverbandes Fis, Gian-Franco Kasper, hatte die Bewerbung der Stadt München um die Ausrichtung der Olympischen Winterspiele zuletzt als "äußerst stark" bezeichnet und gute Chancen für ein zweites Olympia-Spektakel an der Isar nach 1972 gesehen. "München und Garmisch-Partenkirchen - das ist die ideale Verbindung. Das wird ein deutsch-koreanischer Machtkampf", sagte Kasper.
Das südkoreanische Pyeongchang sei bei seinem dritten Anlauf eindeutig der Hauptkonkurrent von München, obwohl die gerade beendete Biathlon-WM bei schlechtem Wetter und zumeist leeren Rängen nicht die beste Werbung war. Die Chancen von München würden sich noch weiter verbessern, falls Tokio den Zuschlag für die Sommerspiele 2016 erhält: "Dann wäre Südkorea weg. Und wir dürfen nicht vergessen, dass Deutschland der wichtigste Markt im Skisport ist", so Kasper.
Mit Material des sid
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