Hamburg - Die dreimalige Biathlon-Olympiasiegerin Kati Wilhelm beendet nach der aktuellen Saison ihre Karriere. Dies gab die 33-Jährige am Dienstag bekannt. "Ich habe alles erreicht, was es zu erreichen gibt. Die Olympischen Winterspiele waren noch einmal ein Höhepunkt, aber nun ist es Zeit, die Biathlonstrecke jüngeren Leuten zu überlassen", sagte die fünffache Weltmeisterin.
"Für mich kommt das etwas überraschend, weil ich davon ausgegangen bin, dass sie noch die WM 2012 in Ruhpolding bestreiten will. Aber Kati wird ihre Gründe haben, zumal sie keine Freundin von spontanen Entschlüssen ist", sagte Damen-Bundestrainer Uwe Müssiggang zu der Nachricht. Mit Wilhelm verlieren die deutschen Biathletinnen eine langjährige Leistungsträgerin. "In all den Jahren war sie vorbildlich und professionell. Als Leitwolf im Team hat sie den anderen durch ihre Geradlinigkeit viel vermittelt", so Müssiggang.
Wilhelm hatte bei den Winterspielen in Vancouver noch einmal Bronze mit der Staffel gewonnen. Ihren Abschied vom Leistungssport wird sie beim Weltcup vom 23. bis 28. März im russischen Khanty-Mansiysk feiern. Dort steht auch die WM-Entscheidung in der Mixed-Staffel auf dem Programm. "Wenn die Leistung stimmt, ist ein WM-Einsatz denkbar", sagte Müssiggang. Danach will Wilhelm ihr Studium beenden und sich beruflich orientieren.
Die ehemalige Skilangläuferin war 1999 zum Biathlon gewechselt. Bei den Olympischen Winterspielen 2002 in Salt Lake City holte Kati Wilhelm Gold im Sprint und mit der Staffel. Vier Jahre später in Turin wurde sie Olympiasiegerin in der Verfolgung. Die erfolgreichste Biathletin bei Winterspielen war 2006 Deutschlands Sportlerin des Jahres.
"Es geht eine große Karriere nicht nur des Biathlons, sondern des gesamten Wintersports zu Ende. Kati war ein prägendes Gesicht des gesamten Wintersports. Sie war nicht nur eine fantastische Sportlerin, sondern immer auch ein wertvolles Teammitglied. Allein die Tatsache, dass sie bei Olympia 2006 deutsche Fahnenträgerin war, symbolisiert ihre Akzeptanz auf allen Gebieten. Kati hinterlässt eine Lücke im deutschen Biathlon", sagte Alfons Hörmann, Präsident des Deutschen Skiverbandes.
jar/dpa
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Stimmt. Sie hat wirklich alles im Biathlon erreicht, was sie sich vorgenommen hatte. Es ist ein gute Alter, um Abzutreten und ein neues Leben zu beginnen. mehr...
Ich denke, sie hat den richtigen Zeitpunkt zum Aufhören gewählt. Auch wenn Vancouver nicht so erfolgreich war wie für sie erhofft, hat sie eine große Karriere hinter sich: Allem voran der Olympiasieg 2002, nachdem sie erst kurz [...] mehr...
Für mich eine richtige und nachvollziehbare Entscheidung. Es wäre für sie immer schwieriger geworden, sich gegen die "jungen Wilden" wie Neuner, Goessner usw. durchzusetzen... mehr...
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