Hamburg - Gerd Schönfelder hat bei den Winter-Paralympics von Vancouver zum Abschluss der Alpin-Wettbewerbe seine vierte Goldmedaille in Folge geholt. Der 39-Jährige gewann am Samstag in Whistler Creekside dank eines tollen Slalomlaufs die Premiere der Super-Kombination. Nach dem Auftaktwettbewerb, dem Super-G, hatte Schönfelder, der im Alter von 19 Jahren bei einem Zugunglück seinen rechten Arm verlor, noch auf Platz zwei gelegen. Zuvor hatte er bereits im Riesenslalom, im Super-G und in der Abfahrt gewonnen sowie im Slalom Platz zwei belegt.
Mit 16 Siegen und insgesamt 22 Medaillen seit 1992 ist Schönfelder erfolgreichster deutscher Starter bei Winter-Paralympics. "Das ist Wahnsinn, wirklich unglaublich", sagte er. "Das war mein letztes paralympisches Rennen, und so kann man aufhören. Das ist ja nicht mehr zu toppen."
Martin Braxenthaler gewann kurz nach Schönfelders Triumph seine dritte Goldmedaille bei den Spielen von Vancouver, seine zehnte insgesamt. Der querschnittgelähmte Monoskifahrer fing als Fünfter nach dem Super-G die vier vor ihm liegenden Konkurrenten mit einem exzellenten Slalomlauf noch ab. Der 38-Jährige hatte zuvor auch den Slalom- und den Riesenslalom-Wettbewerb gewonnen und war im Super-G Zweiter geworden.
Derweil hat sich der Traum von der fünften Medaille im fünften Rennen für Deutschlands Behindertensportlerin des Jahres, Andrea Rothfuß, nicht erfüllt. Die 20-Jährige stürzte kurz vor Ende des Super-G-Laufs. Sie hatte im Slalom und Riesenslalom jeweils Silber und in der Abfahrt und im Super-G jeweils Bronze gewonnen. Kevin Wermeester wurde in der stehenden Klasse 17., bei den sitzenden Athleten belegte Thomas Nolte Rang zehn, Franz Hanfstigl Platz zwölf.
Auch Anna Schaffelhuber verpasste eine weitere Medaille knapp. Die 17-Jährige, die am Freitag völlig überraschend Bronze im Super-G gewonnen hatte und danach zur deutschen Fahnenträgerin für die Abschlussfeier ernannt wurde, wurde in der Super-Kombination der sitzenden Klasse Vierte. Es siegte die US-Amerikanerin Stephani Victor.
Top-Favorit Kanada ist bei den Paralympics im Sledge-Hockey ohne Medaille geblieben. Das Gastgeberteam verlor vor 5462 Zuschauern in der UBC Thunderbird Arena von Vancouver das Spiel um Platz drei gegen Norwegen 1:2. Paralympics-Gewinner wurde das Team der USA, das sich im Endspiel 2:0 gegen Japan durchsetzte. Die deutsche Mannschaft hatte sich nicht für die Paralympischen Winterspiele qualifiziert.
Dafür holte Kanada im Rollstuhl-Curling die Goldmedaille. Die Mannschaft mit Skip Jim Armstrong besiegte Südkorea im Finale 8:7. Im "kleinen Endspiel" um Bronze setzte sich Schweden ohne den wegen Dopings suspendierten Glenn Ikonen gegen die USA 7:5 durch.
Die deutschen Curler hatten mit abschließenden Niederlagen gegen Südkorea (2:9) und Schweden (3:10) das Halbfinale klar verpasst. Die Mannschaft des Weltmeisterschafts-Dritten mit Skip Jens Jäger hatte in der Vorrunde nur drei von neun Partien für sich entschieden. Jäger war von Trainer Helmar Erlewein im Spiel gegen Schweden wegen personeller Querelen durch Astrid Hoer ersetzt worden. "Es gab menschliche Interaktionen, die den Trainer dazu gebracht haben, diesen Wechsel vorzunehmen", sagte der deutsche Chef de Mission Karl Quade zu der Entscheidung Erleweins.
wit/sid/dpa
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Ich habe einige Nächte vor dem Fernseher verbracht und mir die Olympiade und die Paralympics angeschaut. Es waren sehr schöne Veranstaltungen. Aber was mich sehr beeindruckt hat waren die Leistungen der Sportler bei den [...] mehr...
... es wird kaum jemand interessieren. Das ist zwar traurig, aber so sind die Leute. Die absolute Leistung zählt alleine und die ist nunmal im "nichtbehinderten" Bereich besser. MadMad von www.diemeinungen.de mehr...
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