ThemaEishockey-WM 2010RSS

Alle Artikel und Hintergründe

  • Drucken
  • Senden
  • Feedback
09.05.2010
 

Eishockey-WM

Russland und Schweden feiern Auftaktsiege

Russischer Superstar Owetschkin (Mitte): Umjubelt in KölnZur Großansicht
Getty Images

Russischer Superstar Owetschkin (Mitte): Umjubelt in Köln

Überzeugender Start: Bei der Eishockey-WM hat Russland sein erstes Spiel gegen die Slowakei gewonnen. Unter anderem traf Superstar Alexander Owetschkin für die Russen. Schweden schlug in seinem Auftaktspiel Norwegen, Tschechien überzeugte beim ungefährdeten Erfolg gegen Frankreich.

Hamburg - Russland hat bei der Eishockey-WM in Deutschland sein erstes Spiel gewonnen. Der Titelverteidiger bezwang in der Gruppe A die Slowakei 3:1 (1:0, 1:0, 1:1). Vor 18.522 Zuschauern in der ausverkauften Kölner Arena sorgten Maxim Afinogenow (15. Minute), Superstar Alexander Owetschkin (30.) und Viktor Koslow (60.) mit ihren Treffern für den Erfolg. Für die Slowaken traf Ivan Majesky (44.). Im zweiten der Gruppe A hatte Weißrussland zuvor die Partie gegen Kasachstan 5:2 (2:2, 0:0, 3:0) für sich entschieden.

Owetschkin sorgte zwei Tage nach dem Weltrekord-Eröffnungsspiel in Gelsenkirchen für die zweite große Party bei der WM in Deutschland. Der Weltklassestürmer wurde begeistert empfangen und bedankte sich bei seinen Fans mit einem Tor. Der Kapitän der Washington Capitals, der seinen Frust über das Erstrunden-Aus in den NHL-Playoffs mit dem Gewinn des WM-Titels lindern will, traf mit einem trockenen Handgelenkschuss nach einem gewonnenen Bully durch Sturmpartner Sergej Fedorow.

Schweden mit mühevollem Sieg gegen Norwegen

In der Gruppe C behielt Schweden im Spiel gegen Norwegen zwar die Oberhand, überzeugte jedoch nicht. Gegen die Außenseiter aus Norwegen mühten sich die "Tre Kronor" zu einem 5:2 (2:0, 0:1, 3:1). Dabei gaben die Skandinavier sogar eine 2:0-Führung durch Matthias Weinhandl (7.) und Erik Karlsson (13.) aus der Hand, als Patrick Thoresen (21.) und Henrik Solberg zum zwischenzeitlichen Ausgleich für Norwegen trafen. Weinhandl mit seinen Treffern zwei und drei (48. und 58.) sowie Magnus Paajarvi Svensson (55.) sicherten Schweden den Erfolg.

Leichter hatte es ebenfalls in Gruppe C Tschechien in der Partie gegen Frankreich. Die Tschechen um Altstar Jaromir Jagr, der drei Torvorlagen gab, kamen zu einem 6:2 (2:0, 2:0, 2:2)-Kantersieg gegen überforderte Franzosen. "Er hat heute seine drei Punkte gemacht, aber er ist ein Spieler, der von Spiel zu Spiel noch besser werden kann", sagte Tschechiens Trainer Vladimir Ruzicka über den mittlerweile im russischen Omsk aktiven Weltstar.

Deutschland trifft nach dem überraschenden 2:1-Erfolg über die USA in der Eröffnungspartie im zweiten Gruppenspiel am Montag auf Finnland. Die Finnen blamierten sich bei ihrem ersten Spiel gegen Dänemark und stehen damit gegen Deutschland unter Zugzwang.

ulz/sid/dpa

Diesen Artikel...

Aus Datenschutzgründen wird Ihre IP-Adresse nur dann gespeichert, wenn Sie angemeldeter und eingeloggter Facebook-Nutzer sind. Wenn Sie mehr zum Thema Datenschutz wissen wollen, klicken Sie auf das i.

Auf anderen Social Networks posten:

  • studiVZ meinVZ schülerVZ
  • deli.cio.us
  • Xing
  • Digg
  • Google Bookmarks
  • reddit
  • Windows Live

Forum

insgesamt 516 Beiträge zum Forum...
Die neuesten Beiträge:
07.06.2010 von jan-muero:

Soweit ich weiß wird erstmal weitergespielt bis zur nächsten Unterbrechung (Strafe oder Tor z.B.), der Schiri hat ja in dem Moment gedacht es sei kein Tor gefallen, also keine Spielunterbrechung. Stellt sich dann "kein [...] mehr...

04.06.2010 von Robert Rostock: and now for something completly different...

Mal ne ganz andere Frage an die Regelkundigen: Habe gestern einen Ausschnitt aus dem Stanley-Cup-Finale gesehen: Da schossen die Flyers (in Überzahl beim Stand von 1:1) auf das Tor, der Puck rutschte unter dem Torwart durch, [...] mehr...

02.06.2010 von ray4901: Ich gebs auf

Insbesondere der letzte Vergleich Düsseldorf - Bern setzt mich schachmatt. Wir müssten wohl eher mit Luxemburg fusionieren. Die Schweiz ist tatsächlich allein lebensfähig ;-) mehr...

02.06.2010 von jan-muero:

Entschuldigung, es waren 40. mehr...

02.06.2010 von jan-muero:

Und wer schmeisst die 5 mit den nicht-meisten Zusehern raus? Und wird es dadurch interessanter? Man hätte damit 2 Traditionsclubs (wenn man es auf die letzten 30 Jahre beschränkt sogar 3) weniger, an denen es nach Ansicht vieler [...] mehr...

Und Ihre Meinung? Diskutieren Sie mit! zum Forum...

News verfolgen

HilfeLassen Sie sich mit kostenlosen Diensten auf dem Laufenden halten:

alles aus der Rubrik Sport
alles aus der Rubrik Wintersport
alles zum Thema Eishockey-WM 2010

© SPIEGEL ONLINE 2010
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH




WM-Kader Eishockey-Nationalmannschaft

DPA
Tor: Kotschnew (Spartak Moskau), Endras (Augsburger Panther), Zepp (Eisbären Berlin)
Verteidigung: Krueger (Cornell University), Holzer (Düsseldorfer EG), Butenschön (Adler Mannheim), Fischer (EHC Wolfsburg), Dietrich (Milwaukee Admirals), Sulzer (Nashville Predators), N. Goc (Hannover Scorpions), Braun (Eisbären Berlin)
Sturm: Felski und Rankel (beide Eisbären Berlin), Wolf (Iserlohn Roosters), Hospelt (EHC Wolfsburg), Tripp (Hamburg Freezers), M. Müller und Ullmann (beide Kölner Haie), Barta (Hamburg Freezers), Hager (Krefeld Pinguine), Schütz und Gogulla (beide Portland Pirates), M. Goc (Nashville Predators)

Modus der Eishockey-WM 2010

In der Vorrunde, die in vier Gruppen zu je vier Mannschaften aufgeteilt ist, spielt jeder gegen jeden. Steht es nach 60 Minuten unentschieden, wird um maximal fünf Minuten verlängert ("sudden death"), dabei stehen pro Mannschaft nur vier Feldspieler auf dem Eis. Ist danach immer noch keine Entscheidung gefallen, kommt es zum Penaltyschießen. Die ersten drei Teams jeder Gruppe ziehen in die Zwischenrunde ein, nehmen aber nur ihre gegeneinander erzielten Punkte mit. Die Zwischenrunde wird in zwei Gruppen zu je sechs Mannschaften gespielt. Die ersten Vier jeder Gruppe erreichen das Viertelfinale, das ebenso wie das Halbfinale im K.o.-System gespielt wird. In dieser Turnierphase werden Spiele um maximal zehn Minuten verlängert, im Finale um 20. Die vier Gruppenletzten der Vorrunde spielen ohne Mitnahme der Punkte in der Relegationsrunde (jeder gegen jeden) zwei Absteiger aus. Sollte die Slowakei, WM-Ausrichter 2011 und damit automatisch qualifiziert, einen der letzten beiden Plätze belegen, steigt auch der Zweitplatzierte ab.

Die Vorrundengruppen der Eishockey-WM im Kurzportrait

Gruppe A

Eishockey-Rekordweltmeister Russland, Weißrussland, Slowakei und Kasachstan spielen wie die deutsche Gruppe D in Köln. Großer Favorit ist Titelverteidiger Russland, dahinter dürften sich die Slowakei und Weißrussland um Platz zwei streiten. Aufsteiger Kasachstan gilt als Außenseiter. Nach dem Viertelfinal-Aus der Russen bei Olympia in Vancouver gegen Gastgeber Kanada (3:7) lastet großer Druck auf der "Sbornaja" und Coach Slawa Bykow.

Weißrussland startet mit dem Ziel Viertelfinale, muss sich nach dem Wechsel von Nationalcoach Glen Hanlon zum Gruppenkonkurrenten Slowakei aber noch finden. Hanlons Nachfolger Michail Sacharow wurde nach dem Verpassen des Viertelfinales bei Olympia gegen die Schweiz durch Assistent Eduard Sankowez ersetzt.

Die Slowakei, Weltmeister von 2002 und Olympia-Vierter, gehört zum erweiterten Favoritenkreis. Der ehemalige NHL-Coach Hanlon soll die Slowaken rechtzeitig zur Heim-WM im kommenden Jahr nach dem 13. Platz 2008 und dem zehnten Rang 2009 zurück in die Weltspitze führen.

Kasachstan ist zwar Außenseiter, geht aber nach dem Aufstieg aus der B-Gruppe mit dem Ziel Klassenverbleib in die WM. Das Hauptstadt-Team von Barys Astana aus der osteuropäischen Kontinental Hockey League KHL bildet den Stamm des Nationalteams.

Gruppe B

Gruppe C

Gruppe D





TOP



TOP