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Ski alpin: Drei Stürze - Rennen auf der Streif abgebrochen

Skirennfahrer Hannes Reichelt: Verlor als Zweiter die Kontrolle über seine Skier Zur Großansicht
AFP

Skirennfahrer Hannes Reichelt: Verlor als Zweiter die Kontrolle über seine Skier

Bei der Abfahrt in Kitzbühel sind gleich drei Skifahrer an derselben Stelle gestürzt. Rettungshubschrauber waren im Einsatz. Die Veranstalter brachen das Rennen ab, einen Sieger gab es trotzdem.

Das Hahnenkammrennen der Herren in Kitzbühel ist von drei schweren Stürzen überschattet und vorzeitig abgebrochen worden. Der Norweger Aksel Lund Svindal kam an der Hausbergkante auf der Streif ebenso zu Fall wie vor ihm Hannes Reichelt und Georg Streitenberger. Die beiden Österreicher mussten mit dem Helikopter gerettet werden. Trotz des Abbruchs ging der Sieg an den Italiener Peter Fill.

Svindal erlitt bei seinem Überschlag leichte Verletzungen im Gesicht und am Knie und begab sich in die Obhut eines Arztes. Reichelt klagte über Kopfschmerzen. Wie der Österreichische Skiverband (ÖSV) mitteilte, rissen bei Streitberger das Kreuzband sowie das Seiten- und Innenband im rechten Knie.

Obwohl sich Peter Schröcksnadel, Präsident des Österreichischen Skiverbands (ÖSV), für einen Abbruch ausgesprochen hatte, wurde das Rennen jeweils einige Minuten nach den Stürzen wieder fortgesetzt. Der Start des Rennens war zuvor aufgrund starken Windes bereits verschoben und die Strecke etwas verkürzt worden. Vor der vierten Startgruppe wurde das Rennen dann doch noch abgebrochen. Weil die Top 30 gestartet waren, wurde das Rennen aber regelkonform gewertet.

Hinter Fill fuhr der Schweizer Beat Feuz mit 0,37 Sekunden Rückstand auf den zweiten Platz. Der Drittplatzierte Carlo Janka kam mit 0,65 Sekunden Rückstand auf den Sieger ins Ziel. Bester Deutscher war Andreas Sander, der auf Rang 17 landete (+2,0 Sekunden).

Schon das Training am Donnerstag war von einem schweren Sturz des Österreichers Florian Scheiber überschattet worden: Der 28-jährige Tiroler zog sich einen Kreuzbandriss sowie Meniskusrisse im rechten Knie zu.

lst/sid

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1. Es gibt in der Abfahrt keinen zweiten Durchgang!
gebhard_herzog 23.01.2016
Auweia... Wer ist denn hier für den Sport zuständig!? Es gibt in der Abfahrt keinen zweiten Durchgang... Das sollte eigentlich jeder wissen... Vielen Dank für den Hinweis, wir haben den Fehler korrigiert. Die Redaktion.
2. Die Streif ist nicht die ehrlichste Abfahrt im Weltcup.
joes.world 23.01.2016
Nicht nur Wengen fordert die Rennläufer auf verschiedenere Arten als die Streif. Auch auf anderen Strecken müssen die Fahrer mehr Aspekte ihrer Fähigkeiten zeigen. Die Streif ist also nicht prädestiniert, den Besten aus der Abfahrerzunft gewinnen zu lassen. Das aber, ist auch nicht ihre Aufgabe. Bei ihr geht es darum, dass der Zuseher jederzeit spektakuläre Stürze erwarten darf. So ist das dort schon seit Jahrzehnten. Und durch gutes Marketing, wurde die Gefahr der Streif in die Welt hinaus getragen. Profitiert davon, hat der Ort Kitzbühel. Magisch zieht es die Erfolgreichen dieser Welt zu dem Spektakel. Mehr als zu jedem anderen im Skisport. Vielleicht reizt die Erfolgreichen dieser schmale Grat. Zwischen umjubelndem Sieger und Schwerverletztem liegt oft nur eine kleine übersehene Bodenwelle durch fahles Winterlicht. Die Streif ist das, was im alten Rom das Kolosseum war. Und die größere Aufmerksamkeit für dieses als jedes andere Skirennen zeigt, dass 1800 Jahre später, die Menschheit ihr Kolosseum immer noch braucht.
3. Wenn man das ...
Thorkh@n 23.01.2016
... Rennen heute gesehen hat, kann man nur sagen, der Alpinskisport wird immer brutaler. Das ist bald nichts mehr fürs Fernsehen, wenn Kinder zuschauen. Seit wann schickt man eigentlich Abfahrer in einen zweiten Durchgang?
4. Wären
forumgehts? 23.01.2016
wir ehrlich gegenüber uns selbst so würden wir uns fragen, warum es diesen Bedarf an Selbstmordrennen gibt. Und wenn wir eine Antwort auf diese Frage haben wollten, so könnten wir sie von der Formel 1 erhalten. Seit es keine spektakulären Unfälle mehr gibt und solche auch nicht zu erwarten sind, ist diese "Sportart" in der Gunst des Publikums unaufhaltsam gesunken. So ist der Mensch nun mal!
5. Mit der Streif ist es wie mit dem Kinderkriegen.....
nihiltimeo 23.01.2016
Das Rennen muß man einmal gefahren sein, um dieses gewaltige Gefühl erlebt zu haben .....
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