Weltcup in Wengen Erst kam Svindal, dann kam der Nebel

Die Strecke wurde wegen Schneefalls verkürzt, mehrfach musste das Rennen wegen Nebels unterbrochen werden. Am Ende aber siegte Aksel Lund Svindal über das Wetter und gewann die Lauberhorn-Abfahrt.

Sieger Svindal: Dem Nebel ein paar Minuten voraus
AFP

Sieger Svindal: Dem Nebel ein paar Minuten voraus


Aksel Lund Svindal hat zum ersten Mal in seiner Karriere das traditionsreiche Lauberhorn-Rennen in Wengen gewonnen. Der Norweger, der damit vier von fünf Abfahrten in diesem Weltcupwinter für sich entschieden hat, siegte mit 0,19 Sekunden Vorsprung vor Hannes Reichelt. Der Österreicher erreichte damit sein fünftes Lauberhorn-Podium in Folge.

Vorjahressieger Reichelt war der einzige Konkurrent, der Svindal bei dem wegen Nebels mehrmals unterbrochenen Klassiker gefährlich wurde. Klaus Kröll lag als Dritter bereits 1,52 Sekunden zurück. Andreas Sander (+2,31 Sekunden) belegte als bester Deutscher den 13. Rang. Der beste Fahrer aus dem gastgebenden Schweizer Team war im Berner Oberland Carlo Janka auf Platz acht.

Auf wegen Schneefalls verkürzter Strecke meisterte Svindal die Schlüsselstellen wie Kernen-S, Seilersboden oder Ziel-S souverän und feierte seinen sechsten Triumph in diesem Winter. Am Vortag hatte Svindal sich noch seinem Freund und Teamkollegen Kjetil Jansrud in der Super-Kombination geschlagen geben müssen. 11 der 18 Saisonrennen der alpinen Männer wurden von Norwegern gewonnen.

Allerdings hatte Svindal während mehrerer wetterbedingter Unterbrechungen zittern müssen, ob überhaupt die 30 Fahrer das Rennen beenden würden, die für eine offizielle Wertung erforderlich sind. "Es ist sicher schön", sagte der Norweger, "aber es ist schöner, wenn alle die gleichen Bedingungen haben." Svindal traf es mit Nummer 18 noch recht gut, ebenso Reichelt direkt nach ihm. Doch schon da war "von Bodensicht nicht mehr zu sprechen", wie Reichelt berichtete, "ich bin fast blind gefahren."

Svindal ist durch seinen Sieg der erfolgreichste norwegische Alpinsportler der Geschichte. Mit seinem 65. Podiumsplatz in einem Weltcuprennen ließ der 33-Jährige Kjetil André Aamodt hinter sich, wie Infostrada berichtet.

Am Sonntag wird das Wengener Weltcupwochenende traditionell mit einem Slalom abgeschlossen (10.30 Uhr, Liveticker SPIEGEL ONLINE).

rae/dpa/sid

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