Sturz in Presque Isle Biathlet Peiffer erleidet schwere Gehirnerschütterung

Die Weltmeisterschaft in Oslo ist in Gefahr: Arnd Peiffer hat sich beim Weltcup in Presque Isle eine schwere Gehirnerschütterung und Prellungen im Brustbereich zugezogen. Wie lange er ausfallen wird, ist offen.

Biathlet Peiffer: Schwere Gehirnerschütterung nach Sturz
DPA

Biathlet Peiffer: Schwere Gehirnerschütterung nach Sturz


Arnd Peiffer hat bei einem schweren Sturz beim Weltcup in Presque Isle eine schwere Gehirnerschütterung, Platzwunden im Gesicht und Prellungen im Brustbereich erlitten. Das teilte der Deutsche Skiverband am späten Freitagabend mit. "Arnd braucht jetzt ein paar Tage Ruhe. Stand heute gehen wir aber davon aus, dass er am Montag mit der Mannschaft nach Hause fliegen kann", sagte Mannschaftsarzt Klaus Marquardt. Mit seiner Familie habe der ehemalige Weltmeister bereits telefonieren können.

Die Bilder seines Sturzes ließen schlimmeres befürchten: Peiffer war in der letzten Runde der Weltcup-Verfolgung in einer Abfahrt auf einer Eisplatte zu Fall gekommen, durchschlug den provisorischen Fangzaun und knallte mit voller Wucht gegen einen Baum. Dabei zog sich der 28-Jährige eine Gehirnerschütterung und blutige Schürfwunden im Gesicht zu.

"Ich war völlig schockiert, wie er da lag. Der Schnee war voller Blut", sagte Co-Trainer Andreas Stitzl: "Ich habe erst einmal den Kopf stabilisiert, das war das Wichtigste." Peiffer wurde direkt in ein Krankenhaus gebracht.

Angesichts des Unfalls rückte der sportliche Aspekt in den Hintergrund. Bester Deutscher war Benedikt Doll als Zwölfter, dahinter landete beim Sieg des Gesamtweltcup-Führenden Martin Fourcade Erik Lesser auf Platz 13. Peiffer hatte zum Zeitpunkt des Sturzes auf Top-Ten-Kurs gelegen.

bam/sid

Mehr zum Thema


Forum - Diskutieren Sie über diesen Artikel
insgesamt 6 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
Schoenvogel 12.02.2016
1. da hat er wohl noch ...
da hat er wohl noch glück gehabt. Schäden an der Wirbelsäule wären eine Katastrophe für ihn. Aber so eine comocia ist sicher in ein paar Wochen ausgeheilt. Ich wünsche ihm beste Genesung und noch viel spannende rennen (vernünftiger weise erst in der nächsten Saison). gruss zur nacht aus 01640
ikarus79 12.02.2016
2. ...
Gute Besserung!!!!!
eva_in_Rom 12.02.2016
3. Hm
Ich weiß nicht ob das so schnell ausheilt. Ich hatte das 2012 und war zwei Wochen lang dumm und auf Bildzeitungs-Niveau. Habe mir schon Sorgen um meinen Job gemacht. Konzentrationsfähigkeit war für Wochen kaum vier Stunden, dann habe ich trotz geöffneten Augen nichts mehr gesehen. Positiv: Ich habe mir um nichts mehr Sorgen gemacht. Wirtschaft? Weltfrieden? Weit weg.
AundZwanzig 12.02.2016
4. Vor allen Dingen wünsche ich gute Besserung!
Als ich den Sturz und Aufprall im Fernsehen gesehen habe, sowie dass er anschliessend reglos neben dem Baum lag, habe ich das Schlimmste befürchtet. Wenn man mit ca. 40-50 km/h kopfüber gegen einen Baum knallt, der zwar mit einer recht dünnen Schaumstoffschicht umgeben war, was aber kaum etwas helfen dürfte, dann muss man fürchterliche Konsequenzen befürchten.
susybntp11-spiegel 13.02.2016
5. Jeder Sportler lebt ja auch...
..mit der sporttypischen Gefahr. Jetzt hat es Dich erwischt lieber Arnd, Kopf hoch ab jetzt geht es Aufwärts. Die Saison kannst Du bestimmt abhacken, schade und das auch noch kurz vor einer WM, auf nach 2017 und alles erdenklich Gute für einen der sympathischsten Sportler die wir zurzeit haben. Ich drücke Dir beide Daumen und sorge dafür, das der Rest meiner Familie mit drückt, und das sind nicht gerade wenige.Also alles erdenklich Gute!
Alle Kommentare öffnen
Seite 1

© SPIEGEL ONLINE 2016
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH


Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.