Biathlon-Staffel Deutsche Frauen trotz Neuner-Support nur Vierte

Treppchen knapp verpasst: Für die deutsche Biathlon-Staffel der Frauen gab es beim Weltcup in Ruhpolding nur den vierten Platz. Während Miriam Gössner eine starke Leistung zeigte, hinterließ Tina Bachmann einen schwachen Eindruck.

Biathletin Gössner: Podestplatz mit der Staffel knapp verpasst
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Biathletin Gössner: Podestplatz mit der Staffel knapp verpasst


Hamburg - Das Daumendrücken von Magdalena Neuner brachte der deutschen Frauen-Staffel kein Glück. Obwohl die Biathlon-Rekordweltmeisterin erstmals seit ihrem Rücktritt wieder einen Weltcup besuchte, half ihre Unterstützung nicht: In Ruhpolding verpassten ihre einstigen Kolleginnen Nadine Horchler, Miriam Gössner, Tina Bachmann und Andrea Henkel am Mittwochabend mit der Staffel einen Podestplatz und mussten sich mit Rang vier zufriedengeben. "Ich hätte ihnen einen Platz auf dem Treppchen gegönnt", sagte Neuner.

Das Quartett des Deutschen Skiverbandes (DSV) leistete sich vor 11.000 Zuschauern insgesamt neun Nachlader. Einer zu viel - denn zu den drittplatzierten Tschechinnen fehlten am Ende 2,6 Sekunden. Den Sieg sicherte sich überlegen Norwegen vor Russland.

Die DSV-Trainer hatten bei der Suche nach der Staffel für die WM in Nove Mesto (6. bis 17. Februar) die Aufstellung verändert. Nadine Horchler rückte vom Ende an den Anfang, Tina Bachmann nach hinten auf Rang drei. Die erstmals als Startläuferin eingesetzte Nadine Horchler brauchte beim zweiten Anschlag lange am Schießstand. "Das Magazin ist nicht eingerastet. Das ist ärgerlich", sagte die 26-Jährige. Sie übergab nur als 16. mit einem Rückstand von 41,1 Sekunden auf Miriam Gössner.

Bachmann mit einer schwachen Leistung

Die zweimalige Saisonsiegerin gab Gas, nach dem ersten Schießen hatte sie schon 17 Sekunden auf die Spitze gut gemacht. Zudem zeigte Gössner, die zuletzt in Oberhof beim Verfolgungsrennen gleich zehnmal in die Strafrunde musste, eine ganz starke Vorstellung am Schießstand. Sie benötigte lediglich eine Extra-Patrone. "Das war einfach genial. Ich hoffe, dass es bei ihr so weitergeht", lobte Neuner ihre Freundin.

Den schwächsten Eindruck hinterließ Bachmann. "Stehend hatte ich eine brutale Nähmaschine und das Laufen ging gar nicht", resümierte sie enttäuscht. Andrea Henkel, nach ihrem Grippe-Aussetzer in Oberhof wieder als Schlussläuferin eingesetzt, vergab durch zwei Nachlader im entscheidenden Schießen Rang drei. "Ich habe mich gar nicht so unsicher gefühlt am Schießstand. Die zwei Fehler hätten nicht sein müssen. Mir hat auch etwas die Spritzigkeit gefehlt."

mia/dpa

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insgesamt 2 Beiträge
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BettyB. 10.01.2013
1. Lustig: Zusehen soll Gegner erschrecken...
Der Lösungen gibt es viele, beten, sich bekreuigen, den Ehering anschauen oder zum Schrecken der Gegner einen prominenten Gast einladen. Doch das alles verschüchtert wahrscheinlich imSport Gegner noch weniger als es Titelschreiber von Unsinn abhält...
Koballek 10.01.2013
2. Trotz Lena ... ja Mensch.
Ich weiß, der Vergleich ist eher schief als eben, aber bei solcherlei 'Support' denke ich immer sofort an den dicken Diego M. auf der VIP-Tribüne bei der Fußball-WM 2006. Und an die lustig ausweichenden Antworten der Spieler, was sie denn von der Unterstützung ihres 'Idols' halten. Lena war eine tolle Sportlerin und ist ein sympatischer Mensch, aber als Athlet, der tatsächlich im Wettkampf steht, würde mich sowas nur nerven.
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