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Biathlon-Star: Henkel verpasst zum Abschied Top-Ten-Platz

Biathletin Henkel: Die Grande Dame verabschiedet sich Zur Großansicht
DPA

Biathletin Henkel: Die Grande Dame verabschiedet sich

Eine ganz große Biathlon-Karriere ist jetzt zu Ende: Andrea Henkel ist in Oslo ihr letztes Rennen gelaufen. Zum Abschied belegte die zweifache Olympiasiegerin beim Massenstart am Holmenkollen Rang 13. Nun zieht sie in die USA.

Hamburg - Im letzten Rennen ihrer Karriere ist Biathletin Andrea Henkel im Massenstart von Oslo auf Platz 13 gelaufen. Die 36-Jährige leistete sich beim Weltcupfinale drei Schießfehler und hatte am Ende 1:13,5 Minuten Rückstand auf die siegreiche Slowakin Anastasija Kuzmina.

Damit stehen bei der zweimaligen Olympiasiegerin 59 Einzelpodestplätze, davon 22 Siege in der Bilanz. "Es fühlt sich in Ordnung an. Ich bin bereit", sagte Henkel nach ihrem letzten Rennen im ZDF: "Ich bin über viele Sachen in meiner Karriere glücklich."

Am 16. März 1995 hatte Henkel ihr Debüt im Weltcup gegeben. 2002 bei den Olympischen Spielen in Salt Lake City holte sie sowohl im Einzel als auch in der Staffel die Goldmedaille.

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Bei Weltmeisterschaften gewann sie insgesamt achtmal den Titel und schaffte als erste Biathletin das Kunststück, in jeder Disziplin Weltmeisterin zu werden. 2006/2007 holte sie sich zudem die große Kristallkugel für den Gesamtweltcup-Sieg. Henkel hat bereits angekündigt, nach ihrer Karriere nach Lake Placid zu ihrem Lebensgefährten Tim Burke zu ziehen.

Laura Dahlmeier wurde in Oslo mit zwei Fehlern als beste Deutsche Sechste. Den Gesamtweltcup sicherte sich die Finnin Kaisa Mäkäräinen, die auch die Sprint- und Verfolgungswertung gewann. Die Einzelwertung ging an die Tschechin Gabriela Soukalova, die im Massenstart an Darja Domratschewa.

aha/dpa/sid

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Biathlon: Gewinnerinnen Gesamt-Weltcup
Jahr Name (Land)
2014 Kaisa Mäkäräinen (Finnland)
2013 Tora Berger (Norwegen)
2012 Magdalena Neuner (Deutschland)
2011 Kaisa Mäkäräinen (Finnland)
2010 Magdalena Neuner (Deutschland)
2009 Helena Jonsson (Schweden)
2008 Magdalena Neuner (Deutschland)
2007 Andrea Henkel (Deutschland)
2006 Kati Wilhelm (Deutschland)
2005 Sandrine Bailly (Frankreich)
2004 Liv Greté Poirée (Norwegen)
2003 Martina Glagow (Deutschland)
2002 Magdalena Forsberg (Schweden)
2001 Magdalena Forsberg (Schweden)
2000 Magdalena Forsberg (Schweden)

Biathlon-Disziplinen
Einzel
Der älteste Biathlon-Wettkampf ist mit 15 Kilometern bei den Frauen sowie 20 Kilometern bei den Männern der längste. Viermal wird geschossen, zweimal liegend, zweimal stehend - im Wechsel. Pro Fehlschuss gibt es eine Strafminute, der Zeitschnellste gewinnt.
Sprint
Mit 7,5 Kilometern bei den Frauen und 10 Kilometern bei den Männern der kürzeste Wettkampf. Erst wird liegend geschossen, dann stehend. Pro Fehler muss eine Strafrunde von 150 Metern absolviert werden. Der Zeitschnellste gewinnt.
Verfolgung
Auch Jagdrennen genannt. Der Sieger des Sprints geht als Erster in die Loipe. 10 (Frauen) beziehungsweise 12,5 (Männer) Kilometer sind zu absolvieren. In den Zeitabständen aus dem Sprintrennen jagt das restliche Feld den Führenden. Viermal wird geschossen, erst zweimal liegend, dann zweimal stehend. Pro Fehler gibt es eine Strafrunde. Wer als Erster das Ziel erreicht, gewinnt.
Massenstart
Die 30 Starter ergeben sich anhand der Weltcupwertung. Bei Weltmeisterschaften und Olympischen Winterspielen sind zudem alle Medaillengewinner der vorherigen Wettbewerbe automatisch qualifiziert. Vier Schießeinlagen (liegend, liegend, stehend, stehend) stehen auf dem Programm, die Laufstrecke beträgt 12,5 (Frauen) beziehungsweise 15 (Männer) Kilometer. Geht ein Schuss daneben, wartet die Strafrunde (150 Meter). Sieger ist, wer zuerst die Ziellinie überquert.
Staffel
Gestartet wird im Quartett - die Frauen müssen 4x6 Kilometer laufen, die Männer 4x7,5 Kilometer. Jeder Läufer hat bei seinen zwei Schießeinlagen (liegend und stehend) jeweils drei Nachlader (Zusatzschüsse). Reichen diese nicht aus, muss pro nicht getroffener Scheibe eine Strafrunde absolviert werden. Beim Wechsel muss es zwischen den Teamgefährten in der 30 Meter langen Wechselzone einen eindeutigen Körperkontakt geben, sonst droht die Disqualifikation. Die schnellste Staffel gewinnt.
Mixed-Staffel
Das Quartett besteht aus zwei Frauen und zwei Männern. Erst laufen die Frauen jeweils 6, dann die Herren jeweils 7,5 Kilometer. Jeder Starter muss zweimal schießen (liegend und stehend). Es gibt drei Nachlader pro Starter, sonst droht die Strafrunde. Sieger ist das Quartett, welches als erstes im Ziel ist. Das Mixed-Rennen ist 2014 erstmals olympisch.

Quellen: dpa und sid

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