Biathlon-Weltcup in Antholz Peiffer kommt so langsam in Form

Biathlet Arnd Peiffer hat im letzten Sprint vor Olympia sein bestes Ergebnis in diesem Winter gefeiert. Für eine Platzierung vor den dominanten Martin Fourcade und Johannes Thingnes Bö reichte es aber nicht.

Martin Fourcade, Sieger Johannes Thingnes Bö und Arnd Peiffer (v.l.n.r.)
AFP

Martin Fourcade, Sieger Johannes Thingnes Bö und Arnd Peiffer (v.l.n.r.)


Arnd Peiffer hat es im letzten Biathlon-Sprint vor den Olympischen Spielen in Pyeongchang als Dritter erstmals in diesem Winter auf das Podest geschafft. "Das Schießen macht mich ein bisschen stolz. Läuferisch war es aber nicht mein bester Tag", sagte der ehemalige Weltmeister in der ARD.

Während sich seine Teamkollegen um die Weltmeister Simon Schempp und Benedikt Doll beim Weltcup in Antholz viele Fehler am Schießstand leisteten, zeigte der fehlerfreie Peiffer in der Südtirol Arena eine starke Leistung. Der 30-Jährige konnte den siebten Saisonsieg von Johannes Thingnes Bö aber nicht verhindern. Mit einem Fehler gewann der Norweger vor Martin Fourcade aus Frankreich (0 Fehler). Peiffer lag 42,2 Sekunden hinter dem Sieger aus Norwegen.

Zwei sechste Ränge und ein siebter Platz waren zuvor in dieser Saison die besten Ergebnisse für Peiffer. Der viermalige Weltmeister duellierte sich in der Höhe von Antholz auf der Zielgeraden sogar mit Fourcade. "Ich war froh, dass er mich eingeholt hat, da konnte ich dann mitlaufen", sagte Peiffer. Belohnt wurde er mit dem ersten Podestplatz im Olympia-Winter, zuletzt hatte er bei seinem Verfolgungssieg am 11. März 2017 auf dem Podium gestanden.

Doll auf Platz 13, Lesser 15.

Sprint-Weltmeister Doll präsentierte sich in der Loipe stark, doch vier Strafrunden brachten nur Platz 13. Erik Lesser kam nach drei Fehlern auf Rang 15. Als bislang einziger Deutscher hatte der 29-Jährige in diesem Winter auf dem Podest gestanden. Antholz-Experte Schempp leistete sich bei seinem Lieblings-Weltcup gleich drei Fehler und kam direkt hinter Johannes Kühn (3 Fehler) auf Rang 20. Damit ist auch seine Ausgangsposition für die Verfolgung am Samstag (15 Uhr) nicht gut. Fünf seiner zwölf Weltcupsiege hatte Schempp in der Vergangenheit in Antholz gefeiert, von 2014 bis 2016 gewann er allein dreimal in Serie den Sprint.

Fortgesetzt wird der sechste Weltcup des Winters am Samstag (13.15 Uhr; TV: ARD und Eurosport) mit dem Verfolgungsrennen der Frauen. Die siebenmalige Weltmeisterin Laura Dahlmeier geht mit zwölf Sekunden Rückstand auf die Norwegerin Tiril Eckhoff als Zweite in die Loipe und greift nach ihrem zweiten Saisonsieg. Zum Abschluss stehen am Sonntag die Massenstarts auf dem Programm.

mru/dpa



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