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Biathlon bei Olympia: Norweger Svendsen siegt im Massenstart

Für Doppel-Olympiasieger Martin Fourcade hat es nicht zum dritten Triumph bei den Spielen von Sotschi gereicht. Der französische Biathlet holte im Massenstart Silber hinter Emil Hegle Svendsen aus Norwegen. Das deutsche Trio enttäuschte.

Sieger Svendsen: Knapper Erfolg vor Doppel-Olympiasieger Fourcade Zur Großansicht
REUTERS

Sieger Svendsen: Knapper Erfolg vor Doppel-Olympiasieger Fourcade

Hamburg - Emil Hegle Svendsen hat die Goldmedaille im olympischen Biathlon-Massenstart gewonnen. Der Norweger siegte in Krasnaja Poljana bei schwierigen Bedingungen nach 15 Kilometern. Silber ging an den Franzosen Martin Fourcade, Bronze sicherte sich Ondrej Moravec aus Tschechien.

Die Deutschen hatten mit dem Medaillenkampf nach zu vielen Schießfehlern nichts zu tun. Als Bester des Trios kam Simon Schempp auf Rang 13., Arnd Peiffer wurde 18., der Olympia-Zweite Erik Lesser belegte Platz 26. "Der Schießstand hat uns das Genick gebrochen", sagte Herren-Bundestrainer Mark Kirchner.

Im engen Finale hätte Svendsen beinahe noch den Sieg verschenkt, als er zwei Meter vor dem Ziel schon jubelte und Fourcade mit einem langen Schritt noch versuchte, ihn abzufangen. Erst das Zielfoto entschied zugunsten des Norwegers, der nach bislang enttäuschenden Olympia-Auftritten sein ersehntes Gold holte. Sein Dauerrivale Fourcade hatte schon die Verfolgung und das Rennen über 20 Kilometer gewonnen.

Die ursprünglich für Sonntag vorgesehene letzte Einzelentscheidung der Männer war zweimal wegen schlechter Wetterverhältnisse verlegt worden. Auch am Dienstag mussten sich die Skijäger bei Schneegrieseln und minus 0,3 Grad gedulden. Erst mit 15-minütiger Verspätung begann das Rennen.

buc/dpa

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Fotostrecke
Olympische Winterspiele: Alle deutschen Medaillengewinner in Sotschi

Biathlon: Die Massenstart-Olympiasieger der Männer
Jahr Ort Gold
2014 Sotschi Emil Hegle Svendsen (NOR)
2010 Vancouver Jewgeni Ustjugow (RUS)
2006 Turin Michael Greis (GER)
Distanz: 15 Kilometer
Biathlon-Disziplinen
Einzel
Der älteste Biathlon-Wettkampf ist mit 15 Kilometern bei den Frauen sowie 20 Kilometern bei den Männern der längste. Viermal wird geschossen, zweimal liegend, zweimal stehend - im Wechsel. Pro Fehlschuss gibt es eine Strafminute, der Zeitschnellste gewinnt.
Sprint
Mit 7,5 Kilometern bei den Frauen und 10 Kilometern bei den Männern der kürzeste Wettkampf. Erst wird liegend geschossen, dann stehend. Pro Fehler muss eine Strafrunde von 150 Metern absolviert werden. Der Zeitschnellste gewinnt.
Verfolgung
Auch Jagdrennen genannt. Der Sieger des Sprints geht als Erster in die Loipe. 10 (Frauen) beziehungsweise 12,5 (Männer) Kilometer sind zu absolvieren. In den Zeitabständen aus dem Sprintrennen jagt das restliche Feld den Führenden. Viermal wird geschossen, erst zweimal liegend, dann zweimal stehend. Pro Fehler gibt es eine Strafrunde. Wer als Erster das Ziel erreicht, gewinnt.
Massenstart
Die 30 Starter ergeben sich anhand der Weltcupwertung. Bei Weltmeisterschaften und Olympischen Winterspielen sind zudem alle Medaillengewinner der vorherigen Wettbewerbe automatisch qualifiziert. Vier Schießeinlagen (liegend, liegend, stehend, stehend) stehen auf dem Programm, die Laufstrecke beträgt 12,5 (Frauen) beziehungsweise 15 (Männer) Kilometer. Geht ein Schuss daneben, wartet die Strafrunde (150 Meter). Sieger ist, wer zuerst die Ziellinie überquert.
Staffel
Gestartet wird im Quartett - die Frauen müssen 4x6 Kilometer laufen, die Männer 4x7,5 Kilometer. Jeder Läufer hat bei seinen zwei Schießeinlagen (liegend und stehend) jeweils drei Nachlader (Zusatzschüsse). Reichen diese nicht aus, muss pro nicht getroffener Scheibe eine Strafrunde absolviert werden. Beim Wechsel muss es zwischen den Teamgefährten in der 30 Meter langen Wechselzone einen eindeutigen Körperkontakt geben, sonst droht die Disqualifikation. Die schnellste Staffel gewinnt.
Mixed-Staffel
Das Quartett besteht aus zwei Frauen und zwei Männern. Erst laufen die Frauen jeweils 6, dann die Herren jeweils 7,5 Kilometer. Jeder Starter muss zweimal schießen (liegend und stehend). Es gibt drei Nachlader pro Starter, sonst droht die Strafrunde. Sieger ist das Quartett, welches als erstes im Ziel ist. Das Mixed-Rennen ist 2014 erstmals olympisch.

Quellen: dpa und sid


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