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Biathlon in Oslo: Lesser Dritter, Berger macht Triple perfekt

Tora Berger hat beim Biathlon-Weltcup in Oslo auch den Massenstart-Wettbewerb gewonnen. Beste Deutsche war Andrea Henkel. Bei den Männern siegte Ondrej Moravec aus Tschechien, Erik Lesser wurde Dritter.

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Biathletin Berger: Dritter Triumph in der Heimat

Hamburg - Henkel vergab nach zwei Fehlern im letzten Schießen den möglichen Podestplatz und beendete das Rennen als Zwölfte. Miriam Gössner kam nach insgesamt fünf Strafrunden auf Rang 19.

Die 35-jährige Henkel hatte am Holmenkollen nach 12,5 Kilometern 1:23,0 Minuten Rückstand auf Siegerin Tora Berger (36:58,8 Minuten/2 Fehler), die in ihrer Heimat bereits den dritten Triumph im dritten Rennen feierte. Platz zwei sicherte sich die Slowakin Anastasiya Kuzmina (5,4 Sekunden Rückstand/2 Fehler) vor Darja Domratschewa aus Weißrussland (23,3/3).

Doppel-Olympiasiegerin Henkel hatte bis zum letzten Schießen noch die Chance, zum vierten Mal in diesem Winter einen Podestplatz zu erreichen. Zwei Patzer am Schießstand verhinderten das in der entscheidenden Phase jedoch. Am Samstag war Henkel als Neunte in der Verfolgung ebenfalls beste DSV-Starterin gewesen.

Beim Massenstart der Männer hat Erik Lesser als Dritter zum zweiten Mal in diesem Winter den Sprung auf das Podest geschafft. Der 24-Jährige hatte nach einem Schießfehler über die 15 Kilometer 16,8 Sekunden Rückstand auf den siegreichen Ondrej Moravec aus Tschechien. Zweiter wurde der Gesamtweltcup-Führende Martin Fourcade aus Frankreich (4,9 Sekunden Rückstand/3 Fehler).

chp/dpa/sid

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1. Vorbereitung ist Alles!
cmann 04.03.2013
Wer sieht mit welcher Akribie sich Tora Berger auf die Saison vorbereitet hat und jede Hilfe bekam und annahm, wundert sich nicht mehr über die "Wahnsinnserfolge" und ihre Überlegenheit. Mentaltraining, zigtausend Schüsse unter der Anleitung von "echten" Spezialisten. Ähnlich wird inzwischen in der Ukraine und Tschechien gearbeitet, andere Nationen schlagen zur Zeit den gleichen Weg ein. Nur das deutsche Biathlonteam läuft der Entwicklung hinterher. Die Defizitte beim Schießen sind inzwischen so eklatant, dass es praktisch kaum noch Podiumsplätze oder Siege gibt. Ausnahme hier auch nur Miriam Gössner wenn sie mal "zufällig" gut trifft! Mir ist schleierhaft wie die Verantwortlichen im Biathlon auf die Schnapsidee gekommen sind Gössner bei der Nordischen Ski WM starten zu lassen und sie dann sofort ohne Pause in Oslo an den Start zu bringen. Das Ergebnis war dann auch dementsprechend. Unglaublich, das erst der Mannschaftsarzt Gössner empfehlen muss nicht beim "Verfolger" zu starten. Was machen eigentlich die verantwortlichen Trainer? Aus meiner Sicht stehen alle, Männer~ und Frauentrainer zur Disposition. Bei den finanziellen Voraussetzungen die gegeben waren hat es eher Rückschritte, denn Weiterentwicklungen gegeben.
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Biathlon-Disziplinen
Einzel
Der älteste Biathlon-Wettkampf ist mit 15 Kilometern bei den Frauen sowie 20 Kilometern bei den Männern der längste. Viermal wird geschossen, zweimal liegend, zweimal stehend - im Wechsel. Pro Fehlschuss gibt es eine Strafminute, der Zeitschnellste gewinnt.
Sprint
Mit 7,5 Kilometern bei den Frauen und 10 Kilometern bei den Männern der kürzeste Wettkampf. Erst wird liegend geschossen, dann stehend. Pro Fehler muss eine Strafrunde von 150 Metern absolviert werden. Der Zeitschnellste gewinnt.
Verfolgung
Auch Jagdrennen genannt. Der Sieger des Sprints geht als Erster in die Loipe. 10 (Frauen) beziehungsweise 12,5 (Männer) Kilometer sind zu absolvieren. In den Zeitabständen aus dem Sprintrennen jagt das restliche Feld den Führenden. Viermal wird geschossen, erst zweimal liegend, dann zweimal stehend. Pro Fehler gibt es eine Strafrunde. Wer als Erster das Ziel erreicht, gewinnt.
Massenstart
Die 30 Starter ergeben sich anhand der Weltcupwertung. Bei Weltmeisterschaften und Olympischen Winterspielen sind zudem alle Medaillengewinner der vorherigen Wettbewerbe automatisch qualifiziert. Vier Schießeinlagen (liegend, liegend, stehend, stehend) stehen auf dem Programm, die Laufstrecke beträgt 12,5 (Frauen) beziehungsweise 15 (Männer) Kilometer. Geht ein Schuss daneben, wartet die Strafrunde (150 Meter). Sieger ist, wer zuerst die Ziellinie überquert.
Staffel
Gestartet wird im Quartett - die Frauen müssen 4x6 Kilometer laufen, die Männer 4x7,5 Kilometer. Jeder Läufer hat bei seinen zwei Schießeinlagen (liegend und stehend) jeweils drei Nachlader (Zusatzschüsse). Reichen diese nicht aus, muss pro nicht getroffener Scheibe eine Strafrunde absolviert werden. Beim Wechsel muss es zwischen den Teamgefährten in der 30 Meter langen Wechselzone einen eindeutigen Körperkontakt geben, sonst droht die Disqualifikation. Die schnellste Staffel gewinnt.
Mixed-Staffel
Das Quartett besteht aus zwei Frauen und zwei Männern. Erst laufen die Frauen jeweils 6, dann die Herren jeweils 7,5 Kilometer. Jeder Starter muss zweimal schießen (liegend und stehend). Es gibt drei Nachlader pro Starter, sonst droht die Strafrunde. Sieger ist das Quartett, welches als erstes im Ziel ist. Das Mixed-Rennen ist 2014 erstmals olympisch.

Quellen: dpa und sid

Biathlon: Gewinnerinnen Gesamt-Weltcup
Jahr Name (Land)
2014 Kaisa Mäkäräinen (Finnland)
2013 Tora Berger (Norwegen)
2012 Magdalena Neuner (Deutschland)
2011 Kaisa Mäkäräinen (Finnland)
2010 Magdalena Neuner (Deutschland)
2009 Helena Jonsson (Schweden)
2008 Magdalena Neuner (Deutschland)
2007 Andrea Henkel (Deutschland)
2006 Kati Wilhelm (Deutschland)
2005 Sandrine Bailly (Frankreich)
2004 Liv Greté Poirée (Norwegen)
2003 Martina Glagow (Deutschland)
2002 Magdalena Forsberg (Schweden)
2001 Magdalena Forsberg (Schweden)
2000 Magdalena Forsberg (Schweden)

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