Deutscher Biathlet: Birnbacher schießt auf falsche Scheiben

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Biathlet Birnbacher: Auf die falschen Scheiben geschossen

Mit einem kuriosen Aussetzer hat Biathlet Andreas Birnbacher einen möglichen Weltcup-Sieg vergeben. In Chanty-Mansijsk traf der 31-Jährige zwar alle Scheiben - hatte aber bei einem Anschlag auf die falschen geschossen.

Hamburg - Andreas Birnbacher ist der routinierteste der deutschen Biathleten, im Gesamtweltcup belegt er einen der vorderen Plätze. Doch im Verfolgungsrennen von Chanty-Mansijsk erlaubte sich der 31-Jährigen einen folgenschweren Aussetzer: Beim dritten Schießen traf Birnbacher zwar alle fünf Scheiben, hatte aber auf die falschen geschossen. Wegen des sogenannten Crossfires musste er fünf Strafrunden laufen und wurde am Ende nur 19. Der Sieg ging an den Österreicher Christoph Sumann.

Nach dem Rennen sagte Birnbacher: "Ich war voll auf Stand drei fokussiert, weil ich da angeschossen habe und auch beim ersten Schießen war." Doch zum dritten Schießen war er als Vierter gekommen, der Tscheche Michal Slesingr stand auf der dritten Bahn. "Ich hatte dann fünf Treffer und dachte: Cool, null. Dann schaue ich vor und sehe, wie Michal die Hand hebt, und dachte: Scheiße. Ich habe es dann gleich gemerkt und bin fünf Strafrunden gelaufen", erzählte Birnbacher.

Selbst Magdalena Neuner hat schon auf die falschen Scheiben geschossen

Crossfire kommt nicht oft vor, doch Birnbacher ist in prominenter Gesellschaft: Auch Rekord-Weltmeisterin Magdalena Neuner ist das schon passiert. Beim Weltcup in Nove Mesto im Januar 2012 räumte sie in Führung liegend die falschen Scheiben komplett ab und vergab damit den sicheren Sieg. Hinterher vergoss sie Tränen.

Soweit war es bei Birnbacher nicht, aber die Drei wird wohl nicht mehr seine Glückszahl. "Viermal Null schießt man nicht allzu oft, ich hätte vorne mitlaufen können. Das ist Pech", sagte Birnbacher. Er will nun am Sonntag beim Saisonfinale im Massenstart wieder angreifen. Bester Deutscher war Arnd Peiffer (2 Fehler) als Achter vor Florian Graf (4).

Auch die deutschen Damen hatten zuvor im Verfolger einen Podestplatz verpasst. Miriam Gössner wurde mit drei Schießfehlern Fünfte im Verfolgungsrennen. Das gute Teamergebnis komplettierten Laura Dahlmeier als Sechste und Andrea Henkel als Siebte.

leh/dpa

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insgesamt 6 Beiträge
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1. So etwas nennt man...
ein-berliner 16.03.2013
Zitat von sysopMit einem kuriosen Aussetzer hat Biathlet Andreas Birnbacher einen möglichen Weltcup-Sieg vergeben. In Chanty-Mansijsk traf der 31-Jährige zwar alle Scheiben - hatte aber bei einem Anschlag auf die falschen geschossen. Biathlon: Birnbacher schießt auf falsche Scheiben - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/sport/wintersport/biathlon-birnbacher-schiesst-auf-falsche-scheiben-a-889276.html)
Mattscheibe.
2.
MrSnoot 16.03.2013
Interessant wäre noch, was mit dem Schützen auf Bahn drei passiert? Freut sich, dass jemand anders für ihn die Arbeit gemacht hat? Selbst wenn dort neue Scheiben angebracht werden (wie schnell geht das?), bringt einen das doch total aus dem Rhythmus.
3. MrSnoot
ein-berliner 16.03.2013
Zitat von MrSnootInteressant wäre noch, was mit dem Schützen auf Bahn drei passiert? Freut sich, dass jemand anders für ihn die Arbeit gemacht hat? Selbst wenn dort neue Scheiben angebracht werden (wie schnell geht das?), bringt einen das doch total aus dem Rhythmus.
Man zieht die Klappscheibe nur wieder hoch, das wars.
4.
hador2 16.03.2013
Zitat von ein-berlinerMan zieht die Klappscheibe nur wieder hoch, das wars.
Nicht ganz. Normalerweise gibts auch noch ne Zeitgutschrift weil das ja immer einige Zeit dauert ;)
5.
funnyone2007 16.03.2013
Zitat von hador2Nicht ganz. Normalerweise gibts auch noch ne Zeitgutschrift weil das ja immer einige Zeit dauert ;)
also er muss auf jeden fall schiessen? ist ja doof wenn er da steht und nicht schiesset und die scheiben fallen trotzdem...
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Biathlon-Disziplinen
Einzel
Der älteste Biathlon-Wettkampf ist mit 15 Kilometern bei den Frauen sowie 20 Kilometern bei den Männern der längste. Viermal wird geschossen, zweimal liegend, zweimal stehend - im Wechsel. Pro Fehlschuss gibt es eine Strafminute, der Zeitschnellste gewinnt.
Sprint
Mit 7,5 Kilometern bei den Frauen und 10 Kilometern bei den Männern der kürzeste Wettkampf. Erst wird liegend geschossen, dann stehend. Pro Fehler muss eine Strafrunde von 150 Metern absolviert werden. Der Zeitschnellste gewinnt.
Verfolgung
Auch Jagdrennen genannt. Der Sieger des Sprints geht als Erster in die Loipe. 10 (Frauen) beziehungsweise 12,5 (Männer) Kilometer sind zu absolvieren. In den Zeitabständen aus dem Sprintrennen jagt das restliche Feld den Führenden. Viermal wird geschossen, erst zweimal liegend, dann zweimal stehend. Pro Fehler gibt es eine Strafrunde. Wer als Erster das Ziel erreicht, gewinnt.
Massenstart
Die 30 Starter ergeben sich anhand der Weltcupwertung. Bei Weltmeisterschaften und Olympischen Winterspielen sind zudem alle Medaillengewinner der vorherigen Wettbewerbe automatisch qualifiziert. Vier Schießeinlagen (liegend, liegend, stehend, stehend) stehen auf dem Programm, die Laufstrecke beträgt 12,5 (Frauen) beziehungsweise 15 (Männer) Kilometer. Geht ein Schuss daneben, wartet die Strafrunde (150 Meter). Sieger ist, wer zuerst die Ziellinie überquert.
Staffel
Gestartet wird im Quartett - die Frauen müssen 4x6 Kilometer laufen, die Männer 4x7,5 Kilometer. Jeder Läufer hat bei seinen zwei Schießeinlagen (liegend und stehend) jeweils drei Nachlader (Zusatzschüsse). Reichen diese nicht aus, muss pro nicht getroffener Scheibe eine Strafrunde absolviert werden. Beim Wechsel muss es zwischen den Teamgefährten in der 30 Meter langen Wechselzone einen eindeutigen Körperkontakt geben, sonst droht die Disqualifikation. Die schnellste Staffel gewinnt.
Mixed-Staffel
Das Quartett besteht aus zwei Frauen und zwei Männern. Erst laufen die Frauen jeweils 6, dann die Herren jeweils 7,5 Kilometer. Jeder Starter muss zweimal schießen (liegend und stehend). Es gibt drei Nachlader pro Starter, sonst droht die Strafrunde. Sieger ist das Quartett, welches als erstes im Ziel ist. Das Mixed-Rennen ist 2014 erstmals olympisch.

Quellen: dpa und sid

Gewinner Biathlon-Gesamtweltcup seit 2000
Jahr Name (Land)
2012 Martin Fourcade (Frankreich)
2011 Tarjei Bø (Norwegen)
2010 Emil Hegle Svendsen (Norwegen)
2009 Ole Einar Bjørndalen (Norwegen)
2008 Ole Einar Bjørndalen (Norwegen)
2007 Michael Greis (Deutschland)
2006 Ole Einar Bjørndalen (Norwegen)
2005 Ole Einar Bjørndalen (Norwegen)
2004 Raphaël Poirée (Frankreich)
2003 Ole Einar Bjørndalen (Norwegen)
2002 Raphaël Poirée (Frankreich)
2001 Raphaël Poirée (Frankreich)
2000 Raphaël Poirée (Frankreich)