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Biathlon in Oberhof: Domratschewa gewinnt Massenstart - Preuß wird Sechste

Biathletin Preuß: "Ein hartes Rennen" Zur Großansicht
AFP

Biathletin Preuß: "Ein hartes Rennen"

Darja Domratschewa hat den Massenstart-Wettkampf beim Biathlon-Weltcup in Oberhof gewonnen. Beste deutsche Athletin war Franziska Preuß nacauf Rang sechs. Auch die Männer schafften es nicht aufs Podest.

Hamburg - Die deutschen Biathletinnen müssen in dieser Saison weiter auf ihre erste Podestplatzierung in einem Einzelrennen warten. Zum Abschluss des Weltcups in Oberhof lief Franziska Preuß (3 Schießfehler) als beste Deutsche im Massenstart über 12,5 Kilometer auf den sechsten Platz. Im Ziel hatte die 20-Jährige 1:01,7 Minuten Rückstand auf Siegern Darja Domratschewa aus Weißrussland.

Die Dreifach-Olympiasiegerin von Sotschi feierte ihren dritten Saisonsieg trotz vier Strafrunden vor der Tschechin Veronika Vitkova (+14,9 Sekunden zurück/2 Schießfehler) und Tiril Eckhoff (+21,7/2) aus Norwegen.

"Es war ein hartes Rennen, und ich bin total glücklich, dass es noch zum sechsten Platz gereicht hat", sagte Preuß: "Es war für mich eine schöne Woche." Zweitbeste Deutsche war Franziska Hildebrand (3) auf dem elften Platz. Vanessa Hinz schoss ebenfalls dreimal daneben und lief am Ende auf den 16. Rang.

Fourcade bleibt fehlerfrei

Bei den DSV-Männern lief es ähnlich: Im abschließenden Massenstartrennen landete Benedikt Doll als bester Deutscher auf dem achten Platz. Der 24-Jährige hatte im Ziel nach 15 Kilometern 44,5 Sekunden Rückstand auf den erneut siegreichen Franzosen Martin Fourcade.

Zweitbester deutscher Starter war Simon Schempp als Zehnter, Erik Lesser wurde Zwölfter. Routinier Andreas Birnbacher musste sich mit Rang 18 zufrieden geben.

Seinen ungefährdeten 34. Sieg sicherte sich der auch im Gesamtweltcup führende Fourcade, der sich bei 20 Schüssen trotz teilweise starken Windes keinen Fehler leistete. Platz zwei ging an den Russen Anton Schipulin (4), der seinen Teamkollegen Dimitri Malyschko (3) auf den dritten Rang verdrängte.

psk/dpa/sid

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1. Domratschewa ist absolute Weltklasse
axelmueller1976 11.01.2015
Da hat Trainer Siebert beste Arbeit geleistet.
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Biathlon-Disziplinen
Einzel
Der älteste Biathlon-Wettkampf ist mit 15 Kilometern bei den Frauen sowie 20 Kilometern bei den Männern der längste. Viermal wird geschossen, zweimal liegend, zweimal stehend - im Wechsel. Pro Fehlschuss gibt es eine Strafminute, der Zeitschnellste gewinnt.
Sprint
Mit 7,5 Kilometern bei den Frauen und 10 Kilometern bei den Männern der kürzeste Wettkampf. Erst wird liegend geschossen, dann stehend. Pro Fehler muss eine Strafrunde von 150 Metern absolviert werden. Der Zeitschnellste gewinnt.
Verfolgung
Auch Jagdrennen genannt. Der Sieger des Sprints geht als Erster in die Loipe. 10 (Frauen) beziehungsweise 12,5 (Männer) Kilometer sind zu absolvieren. In den Zeitabständen aus dem Sprintrennen jagt das restliche Feld den Führenden. Viermal wird geschossen, erst zweimal liegend, dann zweimal stehend. Pro Fehler gibt es eine Strafrunde. Wer als Erster das Ziel erreicht, gewinnt.
Massenstart
Die 30 Starter ergeben sich anhand der Weltcupwertung. Bei Weltmeisterschaften und Olympischen Winterspielen sind zudem alle Medaillengewinner der vorherigen Wettbewerbe automatisch qualifiziert. Vier Schießeinlagen (liegend, liegend, stehend, stehend) stehen auf dem Programm, die Laufstrecke beträgt 12,5 (Frauen) beziehungsweise 15 (Männer) Kilometer. Geht ein Schuss daneben, wartet die Strafrunde (150 Meter). Sieger ist, wer zuerst die Ziellinie überquert.
Staffel
Gestartet wird im Quartett - die Frauen müssen 4x6 Kilometer laufen, die Männer 4x7,5 Kilometer. Jeder Läufer hat bei seinen zwei Schießeinlagen (liegend und stehend) jeweils drei Nachlader (Zusatzschüsse). Reichen diese nicht aus, muss pro nicht getroffener Scheibe eine Strafrunde absolviert werden. Beim Wechsel muss es zwischen den Teamgefährten in der 30 Meter langen Wechselzone einen eindeutigen Körperkontakt geben, sonst droht die Disqualifikation. Die schnellste Staffel gewinnt.
Mixed-Staffel
Das Quartett besteht aus zwei Frauen und zwei Männern. Erst laufen die Frauen jeweils 6, dann die Herren jeweils 7,5 Kilometer. Jeder Starter muss zweimal schießen (liegend und stehend). Es gibt drei Nachlader pro Starter, sonst droht die Strafrunde. Sieger ist das Quartett, welches als erstes im Ziel ist. Das Mixed-Rennen ist 2014 erstmals olympisch.

Quellen: dpa und sid


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