Biathlon in Ruhpolding: Deutsche Männer enttäuschen im Sprint

Der Heimweltcup in Ruhpolding wird für Deutschlands Biathleten immer mehr zu Enttäuschung. Im Sprint erreichte kein DSV-Starter die Top Ten. Siegreich war der Weltcup-Führende Martin Fourcade aus Frankreich.

Biathlet Peiffer: Rang 15 im Sprint von Ruhpolding Zur Großansicht
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Biathlet Peiffer: Rang 15 im Sprint von Ruhpolding

Hamburg - Die deutschen Biathlon-Männer warten weiter auf den ersten Erfolg beim Heim-Weltcup in Ruhpolding. Nach Rang vier in der Staffel verpassten die DSV-Starter auch im Sprint das Podest - und das sogar ziemlich deutlich. Mit einem Schießfehler landete Arnd Peiffer als bester Deutscher auf Rang 15.

Der 25-Jährige hatte im Ziel 56,4 Sekunden Rückstand auf den fehlerfreien Sieger Martin Fourcade aus Frankreich. Für den Führenden im Weltcup war es bereits der 16. Weltcupsieg. Zweiter über die 10 Kilometer wurde der Russe Jewgeni Ustjugow (0 Fehler/16,4 Sekunden Rückstand) vor seinem Landsmann Andrei Makowejew (0/33,0).

Vor 14.500 Zuschauern in der Chiemgau-Arena erreichten auch Simon Schempp (0) als 16. und Erik Lesser (0) auf Rang 17 eine Top-20-Platzierung. "In der Weltspitze ist es verdammt eng, da brauchte man heute schon die Null, um vorne reinzulaufen. Aber das Ergebnis ist okay", sagte Peiffer. Schempp haderte etwas mit seiner Wahl der Startgruppe. "Vielleicht war das mit der frühen Startnummer etwas ungeschickt, denn ich glaube, dass es hinten raus etwas schneller geworden ist. Aber insgesamt war es ein ordentliches Rennen", sagte er.

Der 24-jährige Lesser sagte: "Die letzte Runde war deutlich härter, als ich sie in Erinnerung hatte. Ich bin trotzdem ganz zufrieden." Andreas Birnbacher (1) wurde in seinem ersten Einzelrennen nach einer kurzen Krankheitspause 22. und lag damit einen Platz vor Florian Graf. Der sagte: "Es war brutal auf der Strecke. Ohne null Fehler ging nach vorne gar nichts. Der eine Fehler hätte wirklich nicht sein müssen." Als einziger Deutscher leistete sich Johannes Kühn bei perfekten äußeren Bedingungen zwei Fehler und kam nicht über Rang 51 hinaus.

Zum Abschluss des Weltcups in Ruhpolding stehen am Sonntag die Massenstart-Rennen bei den Frauen (13 Uhr) und Männern (15.30 Uhr, jeweils Liveticker SPIEGEL ONLINE) auf dem Programm.

leh/sid/dpa

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insgesamt 2 Beiträge
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1. Harzer Roller.
allereber 12.01.2013
Wo bleibt Böhm aus Bunten Bock(Harz)
2. Wann endlich??
cmann 15.01.2013
entscheiden sich die Entscheidungsträger beim deutschen Biathlon Verband endlich Hauptamtliche Schiesstrainer einzustellen? Insbesondere beim Stehendanschlag sind die Defizite aller deutschen Athleten unübersehbar! Wenn man die Schießleistungen der Norweger, Franzosen und Weißrussen sowie der Polen und Tschechen betrachtet haben sich alle Nationen verbessert, nur die Deutschen nicht. Es wird nach wie vor ohne hauptamtliche Schießtrainer herumgewurstelt. Jeder Trainer ist darauf bedacht ja nichts von seiner "Kompetenz" abgeben zu müssen. Erfolgreiche ehemalige Athleten als Trainer zu verpflichten macht durchaus Sinn, führt aber unter Umständen zu einer gewissen "Betriebsblindheit". Das Motto:" das machen wir seit Jahren so, dass war immer erfolgreich" gilt heute nur noch eingeschränkt. Es sollte möglich sein z. B. aus dem Sportschützenbereich oder der Bundeswehr fähige Leute zu rekrutieren (z, B, Schumann) die neue Ideen einbringen könnten.
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Biathlon: Gewinnerinnen Gesamt-Weltcup
Jahr Name (Land)
2013 Tora Berger (Norwegen)
2012 Magdalena Neuner (Deutschland)
2011 Kaisa Mäkäräinen (Finnland)
2010 Magdalena Neuner (Deutschland)
2009 Helena Jonsson (Schweden)
2008 Magdalena Neuner (Deutschland)
2007 Andrea Henkel (Deutschland)
2006 Kati Wilhelm (Deutschland)
2005 Sandrine Bailly (Frankreich)
2004 Liv Greté Poirée (Norwegen)
2003 Martina Glagow (Deutschland)
2002 Magdalena Forsberg (Schweden)
2001 Magdalena Forsberg (Schweden)
2000 Magdalena Forsberg (Schweden)