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Biathlon in Ruhpolding: DSV-Männer müssen sich im Zielsprint geschlagen geben

  DSV-Athlet Schempp (l.), Österreicher Landertinger: Entscheidung auf den letzten Metern  Zur Großansicht
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DSV-Athlet Schempp (l.), Österreicher Landertinger: Entscheidung auf den letzten Metern

Die deutschen Biathlon-Männer sind beim Heim-Weltcup in Ruhpolding auf Rang zwei gelaufen. Wie schon beim Staffelrennen in Annecy fiel die Entscheidung auf den letzten Metern. Schlussläufer Simon Schempp war dennoch "sehr zufrieden".

Hamburg - Trotz einer starken Laufleistung haben sich die deutschen Biathleten beim Heimrennen in Ruhpolding knapp geschlagen geben müssen. Die Staffel mit Christoph Stephan, Andreas Birnbacher, Erik Lesser und Simon Schempp landete über die 4x7,5 Kilometer mit 0,1 Sekunden Rückstand auf Rang zwei. Den Sieg im Zielsprint sicherte sich Österreich (1:15:40,9 Stunden). Rang drei belegte Russland (+14,9 Sekunden).

Bereits beim Staffelrennen im französischen Annecy waren die Athleten des Deutschen Skiverbandes (DSV) unterlegen gewesen. Damals hatten die Russen 0,3 Sekunden Vorsprung. Den bislang letzten Staffelsieg holten die deutschen Männer am 23. Januar 2011 in Antholz.

In Ruhpolding lag die DSV-Staffel von Beginn an in der Spitzengruppe - allerdings hatten alle Läufer Probleme am Schießstand. Insgesamt neun Nachlader leistete sich das Quartett. Bitter war der Nachlader im letzten Schießen für Schempp: Da der Österreicher Dominik Landertinger und der Russe Anton Schipulin fehlerfrei blieben, hatten sie vor der letzten Runde je 5,5 Sekunden Vorsprung auf den Deutschen.

Schempp lief in der Loipe zwar wieder heran, im Zielsprint setzte sich dann aber Landertinger durch. "Er hat zwar knapp gewonnen, aber wir können mit dem zweiten Platz sehr zufrieden sein", sagte Schempp: "Das hat richtig Spaß gemacht."

max/dpa/sid

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insgesamt 2 Beiträge
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1. Für Geld rumballern
BettyB. 09.01.2014
Wieso sollte das nicht Spaß machen? Solange man laufen darf, kommt es doch noch nicht einmal auf das Ergebnis an...
2. Doping
mrmink 10.01.2014
Da haben die besseren Pharma Athleten gewonnen.
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Biathlon-Disziplinen
Einzel
Der älteste Biathlon-Wettkampf ist mit 15 Kilometern bei den Frauen sowie 20 Kilometern bei den Männern der längste. Viermal wird geschossen, zweimal liegend, zweimal stehend - im Wechsel. Pro Fehlschuss gibt es eine Strafminute, der Zeitschnellste gewinnt.
Sprint
Mit 7,5 Kilometern bei den Frauen und 10 Kilometern bei den Männern der kürzeste Wettkampf. Erst wird liegend geschossen, dann stehend. Pro Fehler muss eine Strafrunde von 150 Metern absolviert werden. Der Zeitschnellste gewinnt.
Verfolgung
Auch Jagdrennen genannt. Der Sieger des Sprints geht als Erster in die Loipe. 10 (Frauen) beziehungsweise 12,5 (Männer) Kilometer sind zu absolvieren. In den Zeitabständen aus dem Sprintrennen jagt das restliche Feld den Führenden. Viermal wird geschossen, erst zweimal liegend, dann zweimal stehend. Pro Fehler gibt es eine Strafrunde. Wer als Erster das Ziel erreicht, gewinnt.
Massenstart
Die 30 Starter ergeben sich anhand der Weltcupwertung. Bei Weltmeisterschaften und Olympischen Winterspielen sind zudem alle Medaillengewinner der vorherigen Wettbewerbe automatisch qualifiziert. Vier Schießeinlagen (liegend, liegend, stehend, stehend) stehen auf dem Programm, die Laufstrecke beträgt 12,5 (Frauen) beziehungsweise 15 (Männer) Kilometer. Geht ein Schuss daneben, wartet die Strafrunde (150 Meter). Sieger ist, wer zuerst die Ziellinie überquert.
Staffel
Gestartet wird im Quartett - die Frauen müssen 4x6 Kilometer laufen, die Männer 4x7,5 Kilometer. Jeder Läufer hat bei seinen zwei Schießeinlagen (liegend und stehend) jeweils drei Nachlader (Zusatzschüsse). Reichen diese nicht aus, muss pro nicht getroffener Scheibe eine Strafrunde absolviert werden. Beim Wechsel muss es zwischen den Teamgefährten in der 30 Meter langen Wechselzone einen eindeutigen Körperkontakt geben, sonst droht die Disqualifikation. Die schnellste Staffel gewinnt.
Mixed-Staffel
Das Quartett besteht aus zwei Frauen und zwei Männern. Erst laufen die Frauen jeweils 6, dann die Herren jeweils 7,5 Kilometer. Jeder Starter muss zweimal schießen (liegend und stehend). Es gibt drei Nachlader pro Starter, sonst droht die Strafrunde. Sieger ist das Quartett, welches als erstes im Ziel ist. Das Mixed-Rennen ist 2014 erstmals olympisch.

Quellen: dpa und sid

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