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Biathlon-Weltcup: Lesser überzeugt, Schempp setzt krank aus

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DPA

Biathlet Lesser: Knapp am Podest vorbei

Erik Lesser hat beim Biathlon-Weltcup in den USA den dritten Platz um 17 Sekunden verpasst. Der kranke Simon Schempp wurde im Hinblick auf die WM geschont. Die deutschen Damen enttäuschten.

Ohne ihren kranken Sprint-Spezialisten Simon Schempp haben die deutschen Biathleten zum Auftakt des Weltcups in Presque Isle in den USA knapp das Podest verpasst. Über zehn Kilometer war der fehlerfreie Erik Lesser als Vierter der beste DSV-Athlet - 17 Sekunden fehlten ihm zu Platz drei. Arnd Peiffer belegte mit einem Schießfehler den neunten Rang.

"Ich bin es zaghaft angegangen und war unsicher, wie ich drauf bin", sagte Lesser in der ARD: "In der Verfolgung ist nach hinten und vorne alles möglich."

Nicht zu schlagen war Weltmeister Johannes Thingnes Bö aus Norwegen, der sich vor dem ebenfalls fehlerfreien Russen Anton Schipulin und dem Gesamtweltcupführenden Martin Fourcade aus Frankreich durchsetzte.

Schempp, der in dieser Saison bei fünf Sprint-Wettkämpfen drei Siege und einen dritten Platz errungen hatte, sagte seinen Start wegen eines Kratzens im Hals als Vorsichtsmaßnahme kurzfristig ab und fehlt daher auch in der Verfolgung am Freitag (17.30 Uhr, Liveticker SPIEGEL ONLINE).

"Locker nimmt er das nicht, er ist enttäuscht. Aber Simon ist voll fokussiert auf die WM. Er will davor noch ein paar gute Trainingstage haben", sagte Männer-Bundestrainer Mark Kirchner der ARD. Zum Abschluss der WM-Generalprobe stehen am Wochenende die Staffelrennen auf dem Programm.

Gössner mit vier Schießfehlern

Die Damen haben dagegen eine herbe Enttäuschung erlebt. In Abwesenheit der Vorzeigeläuferinnen Laura Dahlmeier und Franziska Hildebrand erreichte Luise Kummer über 7,5 Kilometer nach einem Schießfehler den 20. Platz. Miriam Gössner kam trotz der zweitbesten Laufzeit nur auf den 22. Rang.

"Liegend war eigentlich okay. Stehend weiß ich nicht, woran es gelegen hat", sagte Gössner in der ARD über ihre vier Fehler: "Das gute im Biathlon ist, dass es jeden Tag eine neue Chance gibt."

Beim dritten Saisonsieg der Gesamtweltcupführenden Gabriela Soukalova (Tschechien) verpassten Kummer und Gössner allerdings ebenso wie Franziska Preuß (36.) und Karolin Horchler (55.) eine gute Ausgangsposition für die Verfolgung.

krä/sid

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insgesamt 2 Beiträge
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1. Grand ohne zwei
zaunreiter35 12.02.2016
Das war kein Grand ohne zwei (Hildebrandt und Dahlmeier), sondern ein Grand ohne vier (es fehlten noch Maren Hammerschidt und Vanessa Hinz). Sie wollten sich eher schonen oder sollten sich "nicht mehr erkälten" vor der WM, so wie es der Frauen-Trainer Hönig diese Woche "forderte", wie ich in einem Artikel im Sportteil der Printausgabe meines Heimatblättchen las. Davon unbeeindruckt zeigen sich die Favoritinnen Dorin-Habert, Soukalova, Wierer oder Mäkarainen. Oder auch bei den Männern Schipulin oder Fourcade, die keine Baby-Auszeit nehmen. Dass die Grundlagen für den Winter im Sommer gelegt werden, das werden die Damen Goessner oder Dahlmeier auch noch lernen, wenn sie meinen, sie müssten auf Bergen rumkraxeln oder mit dem MTB durch die Gegend stolpern.
2. Nicht nötig für Deutschland zu starten
dieter 4711 12.02.2016
Ich stelle immer wieder fest, dass die Besten Schremp, Hildebrand und Dahlmeier es nicht für nötig halten sich für Deutschland einzusetzen.
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