Gedopte Biathletin Zwei Jahre Sperre für Sachenbacher-Stehle

Es könnte das Ende ihrer Karriere sein: Die 33-jährige Evi Sachenbacher-Stehle ist vom Biathlon-Weltverband für zwei Jahre gesperrt worden. Bei Olympia in Sotschi wurde ihr Doping nachgewiesen.

Sachenbacher-Stehle: Gedopt mit Methylhexanamin
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Sachenbacher-Stehle: Gedopt mit Methylhexanamin


Hamburg - Evi Sachenbacher-Stehle ist nach ihrem positiven Dopingbefund bei den Olympischen Winterspielen in Sotschi für zwei Jahre gesperrt worden. Das teilte der Biathlon-Weltverband Ibu mit. Die Sperre gilt rückwirkend vom 17. Februar an. An diesem Tag war die deutsche Biathletin nach ihrem vierten Platz im Massenstart die A- und B-Probe entnommen worden. Bei der 33-Jährigen war die Substanz Methylhexanamin nachgewiesen worden, die im Wettkampf verboten ist.

Die zweimalige Langlauf-Olympiasiegerin hatte bei ihrer Anhörung bewusstes Doping bestritten. Die nun verhängte Maximalstrafe könnte das Karriereende für Sachenbacher-Stehle bedeuten. Sie hat 21 Tage Zeit, um den Internationalen Sportgerichtshof Cas anzurufen.

"Das nun endlich vorliegende Urteil ist natürlich heftig. Es ist es für mich überhaupt nicht nachvollziehbar, dass mein Fall der unbewussten Einnahme durch ein nachweislich kontaminiertes Nahrungsergänzungsmittel von der Sanktion her nun auf die gleiche Stufe wie ein vorsätzlicher Epo-Dopingsünder gestellt wird", teilte Sachenbacher-Stehle in einem schriftlichen Statement mit: "Es drängt sich der Verdacht auf, dass zum Thema Nahrungsergänzungsmittel anhand meines Falles nun ein Exempel statuiert werden soll. Wir werden nun die Urteilsbegründung in aller Ruhe analysieren und uns dann in den kommenden Tagen wie versprochen ausführlich zu den Hintergründen äußern."

Sachenbacher-Stehle hatte bereits bei den Anhörungen vor der IOC-Disziplinarkommission und dem Ibu-Anti-Doping-Panel sowie ihrer Zeugenaussage bei der Staatsanwaltschaft München zu Protokoll gegeben, dass sie die Substanz unbewusst über ein Nahrungsergänzungsmittel aufgenommen habe. Dieses habe sie von einem privaten Ernährungsberater erhalten. Nach dem positiven Test war sie aus dem Olympiateam ausgeschlossen und nach Hause geschickt worden. Zudem wurden die Platzierungen bei Olympia gestrichen.

luk/dpa

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insgesamt 38 Beiträge
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M. Michaelis 16.07.2014
1.
Und also lautet das 1. Gebot jeden Leistungssportes "Du sollst dich beim bescheissen nicht erwischen lassen, denn jener unter euch der nicht bescheisst wird immer unter den letzen sein."
pirx64 16.07.2014
2. war klar
War klar.
hman2 16.07.2014
3. Unbewusst gedopt...
Die Süchtlinge merken schon gar nicht mehr, wie lächerlich sie sich machen. Die eine futtert einfach eine unbekannte Ergänzungsnahrung, beim anderen war's angeblich nur die Zahnpasta... Keiner hat den Mumm einfach mal zuzugeben "Ja, ich habe gedopt".
decebalus911 16.07.2014
4. Der Russe war es
Zitat von sysopDPAEs könnte das Ende ihrer Karriere sein: Die 33-jährige Evi Sachenbacher-Stehle ist vom Biathlon-Weltverband für zwei Jahre gesperrt worden. Ihr war bei den Olympischen Winterspielen in Sotschi Doping nachgewiesen worden. http://www.spiegel.de/sport/wintersport/biathlon-evi-sachenbacher-stehle-wegen-doping-zwei-jahre-gesperrt-a-981416.html
Ich bekomme es jedes Jahr aufs Neue erzählt: Gedopt wird nur im Osten! Basta.
räbbi 16.07.2014
5.
Was machen jetzt eigentlich ARD/ZDF? Der verseuchte Radsport wurde verbannt, aber Biathlon, Langlauf, Eisschnelllauf usw. gibts im Winter fast rund um die Uhr. Ist ja alles nicht vergleichbar, konnte ja kein Mensch ahnen...
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