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Biathlon in Ruhpolding: Hildebrand Vierte bei Soukalova-Sieg

Biathletin Hildebrand: Bestes Saisonergebnis in Ruhpolding Zur Großansicht
DPA

Biathletin Hildebrand: Bestes Saisonergebnis in Ruhpolding

Die Weltcupführende Gabriela Soukalova hat das Einzelrennen beim Biathlon-Weltcup in Ruhpolding gewonnen. Trotz einer guten Schießleistung verpasste die Deutsche Franziska Hildebrand knapp einen Podestplatz.

Hamburg - Mit der Startnummer eins war Franziska Hildebrand ins Einzelrennen beim Biathlon-Weltcup in Ruhpolding gegangen - und legte gut vor. Am Ende verpasste sie über die 15 Kilometer mit einem Schießfehler aber dennoch einen Platz unter den ersten Drei. Mit 52,8 Sekunden Rückstand auf Siegerin Gabriela Soukalova belegte die Deutsche Rang vier. Die Gesamtweltcupführende Tschechin setzte sich in 40:32,60 Minuten mit einem Fehler vor Darja Domratschewa (2 Fehler/+34,3 Sekunden) und ihrer Teamkollegin Veronika Vitkova (0/+38,6) durch.

"Die ersten drei Schießen haben mich beflügelt", sagte Hildebrand: "Ich freue mich trotzdem über Platz vier. Jetzt will ich gesund durch die Vorbereitung für Olympia kommen, und dann sehen wir weiter." Für die starke Schützin Hildebrand war es das beste Ergebnis des Winters.

Die weiteren DSV-Athletinnen Laura Dahlmeier (14.), Franziska Preuß (16.) und Andrea Henkel (17.) schafften den Sprung unter die Top 20. Dagegen kamen Evi Sachenbacher-Stehle und Kathrin Lang nicht unter die ersten 60 und verpassten damit die Qualifikation für das Verfolgungsrennen am Sonntag (11.15 Uhr, Liveticker SPIEGEL ONLINE).

max/dpa/sid

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1. Siebert und Domrachewa DDR pur
axelmueller1976 10.01.2014
Zitat von sysopDPADie Weltcupführende Gabriela Soukalova hat das Einzelrennen beim Biathlon-Weltcup in Ruhpolding gewonnen. Trotz einer guten Schießleistung verpasste die Deutsche Franziska Hildebrand knapp einen Podestplatz. http://www.spiegel.de/sport/wintersport/biathlon-franziska-hildebrand-wird-vierte-im-einzel-von-ruhpolding-a-942899.html
Ich verfolge schon seit 2013 die kometenhafte Entwicklung von Domracheva unter dem ehemaligen DDR-Biathleten Siebert. Ihre Laufleistungen sind so überragend ,daß die Frage erlaubt sein muß wie geht so etwas?
2.
BigRedOne 10.01.2014
Zitat von axelmueller1976Ich verfolge schon seit 2013 die kometenhafte Entwicklung von Domracheva unter dem ehemaligen DDR-Biathleten Siebert. Ihre Laufleistungen sind so überragend ,daß die Frage erlaubt sein muß wie geht so etwas?
Zweifel sind im Leistungssport angebracht...trotzdem zwei Argumente, die vielleicht den automatischen Schluss von Domrachevas Laufleistungen auf einen Dopingverdacht etwas abschwächen: 1. Domracheva hat eine außergewöhnliche (und i.Ü. sehr ästhetische) Ski-Technik, die im Biathlonsport quasi unübertroffen ist. Im Gegensatz zu anderen schnellen Läufern sieht ihr Still auch weniger kraftraubend aus, basiert also weniger auf dem "den Berg hochspringen" a la Fourcade, sondern eher auf dem kraftsparenden und sehr effektivem Gleiten. 2. Der Rest des weißrussischen Teams fällt von den Leistungen so massiv ab, dass man sich schon fragen müsste: warum dopen die denn nur eine Athletin? In Dopingaffären der Vergangenheit, zB aus Russland oder Österreich, war idR das ganze Team "erstarkt".
3. Seit 2013?
cruiser87 10.01.2014
Zitat von axelmueller1976Ich verfolge schon seit 2013 die kometenhafte Entwicklung von Domracheva unter dem ehemaligen DDR-Biathleten Siebert. Ihre Laufleistungen sind so überragend ,daß die Frage erlaubt sein muß wie geht so etwas?
Daria Domratschawa gehört bereits seit einigen Jahren zu absoluten Weltspitze im Biathlon und war schon immer eine starke Läuferin. Ich weiß nicht, wo Sie da jetzt in diesem Winter eine "kometenhafte" Entwicklung erkennen wollen. Natürlich kann man Doping nie ausschließen, das gilt dann aber für alle Sportler.
4. Allgemein
johanna.vonmerseburg 11.01.2014
Gott, ist Wintersport ätzend. Ich frage mich, warum die staatlichen TV-Sender seit jeher so wahnsinnig viel davon bringen. Das ist ja schlimmer, als der Formel-1-Terror. Diese Sportarten haben kaum relevanz als Breitensport. Kaum jemand in Norddeutschland hat überhaupt mal auf Skiern gestanden. Dazu ist ist alles so wahnsinnig öde. Und schöne Sportarten wie Volleyball, Fechten, meinethalben auch Rugby, Hockey usw. fallen praktisch unter den Tisch, werden kaum je übertragen und bilden damit auch keine Konsistenz, keine Prominenz, werden im Relevanzfaktor einfach downgegraded. Schade.
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Biathlon-Disziplinen
Einzel
Der älteste Biathlon-Wettkampf ist mit 15 Kilometern bei den Frauen sowie 20 Kilometern bei den Männern der längste. Viermal wird geschossen, zweimal liegend, zweimal stehend - im Wechsel. Pro Fehlschuss gibt es eine Strafminute, der Zeitschnellste gewinnt.
Sprint
Mit 7,5 Kilometern bei den Frauen und 10 Kilometern bei den Männern der kürzeste Wettkampf. Erst wird liegend geschossen, dann stehend. Pro Fehler muss eine Strafrunde von 150 Metern absolviert werden. Der Zeitschnellste gewinnt.
Verfolgung
Auch Jagdrennen genannt. Der Sieger des Sprints geht als Erster in die Loipe. 10 (Frauen) beziehungsweise 12,5 (Männer) Kilometer sind zu absolvieren. In den Zeitabständen aus dem Sprintrennen jagt das restliche Feld den Führenden. Viermal wird geschossen, erst zweimal liegend, dann zweimal stehend. Pro Fehler gibt es eine Strafrunde. Wer als Erster das Ziel erreicht, gewinnt.
Massenstart
Die 30 Starter ergeben sich anhand der Weltcupwertung. Bei Weltmeisterschaften und Olympischen Winterspielen sind zudem alle Medaillengewinner der vorherigen Wettbewerbe automatisch qualifiziert. Vier Schießeinlagen (liegend, liegend, stehend, stehend) stehen auf dem Programm, die Laufstrecke beträgt 12,5 (Frauen) beziehungsweise 15 (Männer) Kilometer. Geht ein Schuss daneben, wartet die Strafrunde (150 Meter). Sieger ist, wer zuerst die Ziellinie überquert.
Staffel
Gestartet wird im Quartett - die Frauen müssen 4x6 Kilometer laufen, die Männer 4x7,5 Kilometer. Jeder Läufer hat bei seinen zwei Schießeinlagen (liegend und stehend) jeweils drei Nachlader (Zusatzschüsse). Reichen diese nicht aus, muss pro nicht getroffener Scheibe eine Strafrunde absolviert werden. Beim Wechsel muss es zwischen den Teamgefährten in der 30 Meter langen Wechselzone einen eindeutigen Körperkontakt geben, sonst droht die Disqualifikation. Die schnellste Staffel gewinnt.
Mixed-Staffel
Das Quartett besteht aus zwei Frauen und zwei Männern. Erst laufen die Frauen jeweils 6, dann die Herren jeweils 7,5 Kilometer. Jeder Starter muss zweimal schießen (liegend und stehend). Es gibt drei Nachlader pro Starter, sonst droht die Strafrunde. Sieger ist das Quartett, welches als erstes im Ziel ist. Das Mixed-Rennen ist 2014 erstmals olympisch.

Quellen: dpa und sid

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