Biathlon Erster Weltcupsieg für Preuß - Dahlmeier wird Letzte

Premiere in Ruhpolding: Franziska Preuß hat beim Massenstart ihren ersten Weltcupsieg im Einzel gefeiert. Die Doppel-Olympiasiegerin Laura Dahlmeier erlebte einen Tag zum Vergessen.

Franziska Preuß
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Franziska Preuß


Franziska Preuß hat den Massenstart über 12,5 Kilometer in Ruhpolding gewonnen. Für die 24-Jährige ist es der erste Weltcupsieg im Einzel. Dank einer fehlerfreien Schießleistung landete sie vor der Norwegerin Ingrid Landmark Tandrevold (keine Strafrunde, +0,2 Sekunden) und der Slowakin Paulina Fjalková (eine Strafrunde, +15,1 Sekunden).

Die Entscheidung fiel auf den letzten Metern, als Preuß die laufstarke Tandrevold abwehren konnte. "Der Massenstart liegt mir. Es ist ein wahnsinnig geiles Gefühl, daheim im Wohnzimmer ganz oben zu stehen", sagte Preuß im ARD-Interview. Ihre besten Ergebnisse waren bislang zwei zweite Plätze gewesen - ebenfalls im Massenstart.

Die zweifache Olympiasiegerin Laura Dahlmeierbeendete das Rennen nach sechs Strafrunden mit einem Rückstand von 3:35,4 Minuten auf dem 30. und letzten Platz. Zuvor war Dahlmeier am Donnerstag im Sprint noch als beste Deutsche Neunte geworden, nachdem sie in Ruhpolding nach einer gesundheitsbedingten Pause ihr Comeback gegeben hatte.

Die DSV-Athletinnen Denise Herrmann (12. Platz) und Vanessa Hinz (15.) schafften es unter die ersten 15 Platzierungen. Karolin Horchler und Franziska Hildebrand landeten auf den Plätzen 22 und 23.

In einer früheren Textversion nannten wir Karolin Horchler "Karin Horchler". Wir haben den Fehler korrigiert.

mrk/dpa/sid



insgesamt 6 Beiträge
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M. Vikings 20.01.2019
1. Das freut mich sehr für Frau Preuß.
Nachdem sie in der Saison 2015/2016 schon an der Weltspitze dran war und eigentlich schon kurz vor ihrem ersten Sieg stand, dann aber über zwei Jahre immer wieder durch verschiedene Krankheiten zurückgeworfen wurde, hat sie es jetzt endlich geschafft. Wenn man sich den Sommer durch das Training quält und eigendlich das nötige Potential hat, und im Winter vorwiegen wegen gesundheitlicher Probleme keine Chance bei den Wettbewerben hat, muss das unglaublich frustrierend sein. Glückwunsch und Gesundheit Franziska Preuß.
smsderfflinger 20.01.2019
2.
Zitat von M. VikingsNachdem sie in der Saison 2015/2016 schon an der Weltspitze dran war und eigentlich schon kurz vor ihrem ersten Sieg stand, dann aber über zwei Jahre immer wieder durch verschiedene Krankheiten zurückgeworfen wurde, hat sie es jetzt endlich geschafft. Wenn man sich den Sommer durch das Training quält und eigendlich das nötige Potential hat, und im Winter vorwiegen wegen gesundheitlicher Probleme keine Chance bei den Wettbewerben hat, muss das unglaublich frustrierend sein. Glückwunsch und Gesundheit Franziska Preuß.
Der Sieg von Franziska Preuss war grosse Klasse, der Wettbewerb hochspannend. Dennoch ist es für mich ein Faszinosum, wie häufig unsere Spitzenathleten durch Krankheiten ( nicht Verletzungen) zurückgeworfen werden. Da kümmert sich ein Heer von Betreuern Physiotherapeuten, Ernährungsberatern und Ärzten und diese Spitzensportler und dennoch heisst es immer wieder, dass diese durch pulmonale oder gastrointestinale Infekte oder "Störungen des Immunsystems" Wettkampf- oder Trainingspausen einlegen müssen. L. Dahlmeier, eine Frau, die in Ihrer kargen Freizeit zur Erholung gern in den heimischen Bergen herumkraxelt, war zu Beginn der Saison immungeschwächt und hat auf die ersten Bewerbe verzichtet und ist, wie man heute sehen konnte noch immer weitvon ihrer Bestform entfernt. Offenbar gefährdet Spitzensport die Gesundheit weit mehr als eine Jugendzeit mit Schule, Lehre, Studium, ab und zu Feten mit Rauch, Alkohol und sehr spätem/frühen zu Bett gehen... D
kagemusha 20.01.2019
3. Sympathisch
Perfekte Sonntagnachmittagsunterhaltung mit einem schon lange fälligen Sieg für eine grundsympatische Sportlerin ohne Allüren, die von den Medien sonst gerne mal übersehen wird.
HuFu 21.01.2019
4.
Zitat von smsderfflingerDer Sieg von Franziska Preuss war grosse Klasse, der Wettbewerb hochspannend. Dennoch ist es für mich ein Faszinosum, wie häufig unsere Spitzenathleten durch Krankheiten ( nicht Verletzungen) zurückgeworfen werden. Da kümmert sich ein Heer von Betreuern Physiotherapeuten, Ernährungsberatern und Ärzten und diese Spitzensportler und dennoch heisst es immer wieder, dass diese durch pulmonale oder gastrointestinale Infekte oder "Störungen des Immunsystems" Wettkampf- oder Trainingspausen einlegen müssen. L. Dahlmeier, eine Frau, die in Ihrer kargen Freizeit zur Erholung gern in den heimischen Bergen herumkraxelt, war zu Beginn der Saison immungeschwächt und hat auf die ersten Bewerbe verzichtet und ist, wie man heute sehen konnte noch immer weitvon ihrer Bestform entfernt. Offenbar gefährdet Spitzensport die Gesundheit weit mehr als eine Jugendzeit mit Schule, Lehre, Studium, ab und zu Feten mit Rauch, Alkohol und sehr spätem/frühen zu Bett gehen... D
Der Unterschied ist nur. Mit "Schnuppen" kannst Du halt nicht vorne mitlaufen. Ob und wie sich die Damen abhärten ist dann wieder was anderes. Tun sie das nicht, dann sind sie genauso gefährdet wie wir alle - ob wir nun (Spitzen)sportler sind oder nicht. btw. Endlich, endlich hat Franzi Preuß diesen Sieg sich geholt. Er war schon lange fällig! Gratulation. :)
Gottfried 21.01.2019
5. Wer hat das zu verantworten,
Dahlmeier einer solchen Demütigung auszusetzen. Was hat man denn erwartet, hat man wirklich geglaubt sie kann dort weiter machen, wo Sie in der vorigen Saison aufgehört hat. Ist das neue Trainergespann schon im Zugzwang, man hätte es wissen müssen!
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