Biathlon Gössner feiert ersten Weltcup-Sieg

Sie ist läuferisch einfach eine Klasse für sich: Trotz fünf Schießfehlern hat Biathletin Miriam Gössner das Verfolgungsrennen in Pokljuka gewonnen. Mit einer herausragenden Schlussrunde fing die 22-Jährige noch Gabriela Soukalova ab.

Biathletin Gössner: Erster Weltcupsieg in Pokljuka
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Biathletin Gössner: Erster Weltcupsieg in Pokljuka


Hamburg - Dank einer herausragenden Laufleistung hat Biathletin Miriam Gössner ihren ersten Weltcup-Sieg bejubelt. Im Verfolgungsrennen von Pokljuka erlaubte sich die Zweite vom Sprintrennen zwar fünf Fehler am Schießstand, machte dies in der Loipe aber mehr als gut. Die 22-Jährige setzte sich nach zehn Kilometern im strömenden Regen in Slowenien in 31:47,8 Minuten vor der Tschechin Gabriela Soukalova (0,7 Sekunden Rückstand/0 Fehler) und Marie Dorin Habert (26,5/1) aus Frankreich durch.

"Ich habe beim letzten Schießen gesehen, dass sie fehlerfrei blieb. Da habe ich gedacht, dass ich nochmal alles geben muss und dann schaue, ob ich sie noch bekomme", sagte Gössner. Obwohl die Sprint-Siegerin Soukalova bei 20 Schuss keine einzige Scheibe stehen ließ, holte Gössner ihren Rückstand nach dem Schießen immer wieder auf. Insgesamt musste die Garmischerin 750 Meter mehr laufen als die Tschechin. "Ich habe versucht, mein eigenes Rennen zu laufen. Aber ich glaube, das habe ich ganz gut hinbekommen", sagte sie.

Zweitbeste Deutsche war Andrea Henkel (1:17,8 Minuten zurück/4) auf Rang sieben. Tina Bachmann belegte Platz 26 und war damit zwei Ränge vor Nadine Horchler. Die ehemalige Langläuferin Evi Sachenbacher-Stehle wurde 48.

Im Herrenrennen hatte zuvor Simon Schempp als bester Deutscher Rang neun belegt. "Mit dem Platz bin ich sehr zufrieden. Das Schießen war super, das Laufen noch nicht so ganz", sagte er. Andreas Birnbacher verbesserte sich trotz zweier Strafrunden von Rang 40 auf Rang 13. Erik Lesser machte als 15. ebenfalls einige Plätze gut. Johannes Kühn und Florian Graf kamen nicht in die Top 25. Arnd Peiffer, Sprint-Weltmeister von 2011, hatte durch Rang 73 im Sprint die Qualifikation für den Verfolger erstmals in seiner Karriere verpasst.

Souverän sicherte sich Emil Hegle Svendsen aus Norwegen seinen 29. Weltcupsieg vor dem Tschechen Ondrej Moravec. Der aktuelle Weltcup-Spitzenreiter Martin Fourcade aus Frankreich wurde Dritter.

leh/sid

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insgesamt 11 Beiträge
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Seite 1
moneybill 15.12.2012
1. Die beste Sportart
Endlich geht’s wieder los. Auf Langlaufskiern in der Gegend rumstolpern und mit einem Gewehr rumballern. Nennt mir eine Sportart die noch besser ist. Dieses Jahr erwarte ich aber 24/7 Berichterstattung für die nächsten 4 Monate, sowohl hier als auch auf ARD/ZDF.
dhoerschdle 15.12.2012
2.
Wenn Sie Biathlon so uninteressant finden, warum ersparen Sie sich und uns dann nicht Ihren mehr als nichtssagenden Kommentar? Diskutieren Sie doch bitte Themen, die in Ihren Augen mehr Aufmerksamkeit verdienen. Oder suchen Sie sich selbst ein Hobby. Dann müssen Sie nicht Ihre wertvolle Zeit mit ödem TV-Sport und Onlineartikeln vertrödeln.
greentiger 15.12.2012
3. ..
Zitat von moneybillEndlich geht’s wieder los. Auf Langlaufskiern in der Gegend rumstolpern und mit einem Gewehr rumballern. Nennt mir eine Sportart die noch besser ist. Dieses Jahr erwarte ich aber 24/7 Berichterstattung für die nächsten 4 Monate, sowohl hier als auch auf ARD/ZDF.
Endlich gibts nicht nur Dumpfbacken-Fussball, sondern interessanten Sport.
moneybill 15.12.2012
4. Ekelhaft
Zitat von dhoerschdleWenn Sie Biathlon so uninteressant finden, warum ersparen Sie sich und uns dann nicht Ihren mehr als nichtssagenden Kommentar? Diskutieren Sie doch bitte Themen, die in Ihren Augen mehr Aufmerksamkeit verdienen. Oder suchen Sie sich selbst ein Hobby. Dann müssen Sie nicht Ihre wertvolle Zeit mit ödem TV-Sport und Onlineartikeln vertrödeln.
Ich bin ein begeisterter Wintersportler und hab grossen Respekt vor der körperlichen Leistung der Biathleten. Trotzdem, und das ist der Sinn des Posts, ist die Berichterstattung in Deutschland über Biathlon einfach unerträglich. Zusätzlich verabscheue ich Waffen. Das ganze Wochenende solch eine militaristische Sportart im TV zu übertragen ist ekelhaft. Und ich werde jeden Artikel den ich lese mit verachtenden Posts kommentieren.
yarisfahrer 15.12.2012
5.
Super Leistung vor der ich den Hut ziehe! Wer aber meint, Biathlon habe aber auch nur im Ansatz was mit Waffengewalt zu tun, ist echt zu bedauern. Da haben Sie sich wohl in der Sportart geirrt. Außerdem zwingt Sie ja niemand dazu, Biathlon zu schauen. Es ist auch kein Militarismus dahinter erkennbar. Sehr unangenehm eigentlich, dazu überhaupt was schreiben zu müssen, weil es Unsinn ist. Fazit: Ich freue much für Miri Gössner!
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