Hamburg - Mit der Unglücksnummer 13 hat Michael Greis den deutschen Biathleten einen erfolgreichen Auftakt in den vorolympischen Winter beschert. Der Dreifach-Olympiasieger von Turin leistete sich beim Flutlicht-Rennen im schwedischen Östersund über 20 Kilometer nur einen Schießfehler und gewann vor den Norwegern Alexander Os und Emil Hegle Svendsen.

Biathlet Greis: Früh in Form
Noch im Sommer hatte Greis seinem Cheftrainer öffentlich einen antiquierten Führungsstil bescheinigt und auf eine separate Saison-Vorbereitung unter der Regie seines Heimtrainers Remo Krug bestanden. Nach seinem Triumph beschwor der Bayer doch zunächst den neu gewonnenen Teamgeist: "Wichtig ist doch, dass einer vorne dabei ist." Auch Ullrich hatte nur Lob für seine Athleten übrig. "Dass wir gleich am Anfang einen nach vorne bringen, ist natürlich herausragend. Insgesamt ist es ein guter Einstand, auch die anderen sind in Schlagdistanz", sagte der Bundestrainer.
Greis war sich vor dem Rennen noch über seinen aktuellen Leistungsstand unsicher und startete Verhalten. "Ich bin nicht so richtig reingekommen, war am Anfang etwas träge. Aber hinten heraus lief es optimal", sagte Greis.
Im vergangenen Februar hatte er bei der WM an gleicher Stelle noch eine desolate Leistung abgeliefert und war nur 36. geworden. Andreas Birnbacher und Daniel Graf, die ebenfalls auf das Training unter Ullrich verzichteten, lieferten durchwachsende Leistungen ab. Birnbacher patzte dagegen am Schießstand viermal, Graf bot mit dem Gewehr eine fehlerfreie Vorstellung, lief der Konkurrenz allerdings in der Loipe hinterher.
Am Donnerstag starten die Frauen mit ihrem Einzelrennen über 15 Kilometer in die Saison. Im Vorjahr war Martina Beck (vormals Glagow) beim Weltcup-Auftakt im finnischen Kontiolahti gleich im ersten Rennen auf das oberste Podest gefahren.
fpf/sid
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