Biathlon in Hochfilzen Frauen-Staffel triumphiert zum Auftakt

Erfolgreicher Auftakt der deutschen Biathlon-Staffeln: Die Frauen haben sich trotz neun Nachaldern im ersten Rennen der Saison an die Spitze gesetzt. Zuvor hatten die Männer einen Sieg nur knapp verpasst.

Vanessa Hinz, Franziska Hildebrand, Maren Hammerschmidt and Laura Dahlmeier (v.l.n.r.)
AFP

Vanessa Hinz, Franziska Hildebrand, Maren Hammerschmidt and Laura Dahlmeier (v.l.n.r.)


Angeführt von Schlussläuferin Laura Dahlmeier haben die deutschen Biathletinnen das erste Staffelrennen des Olympia-Winters gewonnen. Beim Weltcup in Hochfilzen feierte das Weltmeister-Quartett mit Vanessa Hinz, Franziska Hildebrand, Maren Hammerschmidt und Dahlmeier saisonübergreifend den sechsten Sieg in Serie. Deutschland gewann nach den 4x6 Kilometern trotz neun Nachladern mit 44,9 Sekunden Vorsprung vor Olympiasieger Ukraine und Frankreich.

Hinz startete stark und übergab nach nur einem Nachlader in Führung liegend an Hildebrand. Die 30-Jährige benötigte bei schwierigen Windverhältnissen anschließend allerdings vier Extrapatronen und fiel auf Rang vier zurück. Hammerschmidt brachte die Mannschaft am Ort ihres WM-Triumphs vor zehn Monaten nach nur zwei Fehlschüssen zurück an die Spitze. Die siebenmalige Weltmeisterin Dahlmeier benötigte ebenfalls nur zwei zusätzliche Schüsse und machte den Erfolg perfekt.

Für Dahlmeier war es nach ihrer Erkältungs-Pause zum Auftakt in der Vorwoche in Östersund erst das dritte Rennen in dieser Saison. Die 24-Jährige hatte in Sprint und Verfolgung in Österreich die Plätze 16 und zehn belegt und damit die halbe Olympia-Norm erfüllt. In Hochfilzen hatte Dahlmeier im Februar fünfmal Gold und einmal Silber bei der WM gewonnen.

Die Männerstaffel mit Erik Lesser, Benedikt Doll, Arnd Peiffer und Simon Schempp hatte zuvor hinter Norwegen Rang zwei belegt. Das Quartett musste sich das DSV-Quartett nach 17 Nachladern bei schwierigen äußeren Bedingungen nur Norwegen geschlagen geben. Die ohne die Bö-Brüder angetretenen Norweger kamen ebenfalls ohne Strafrunde durch und hatten nach den 4x7,5 Kilometern 1:54,9 Minuten Vorsprung. Dritter wurden die ohne Martin Fourcade angetretenen Franzosen.

sak/bam/sid



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aurichter 10.12.2017
1. Daumen hoch!
Wo sind denn jetzt die Berufsnörgler, die an den Leistungen der deutschen Biathleten ständig etwas auszusetzen haben? Kein Wort des Bedauerns über vorschnelle Kritiken, aber beim nächsten Patzer wieder in vorderster Front. Super Leistung von beiden Teams, weiter so ;-)
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