Hamburg - Beim letzten Staffel-Rennen vor der Weltmeisterschaft in Ruhpolding (29. Februar bis 11. März) haben die deutschen Biathletinnen das Podest erneut verpasst. Im italienischen Antholz kam das Quartett mit Franziska Hildebrand, Magdalena Neuner, Miriam Gössner und Tina Bachmann über die 4x6 Kilometer mit 1:15,50 Minuten Rückstand nur auf Rang sechs. Den Sieg feierten die Französinnen vor Weißrussland (+2,5 Sekunden) und Russland (+21,4).
Wie schon beim Weltcup in Nove Mesto hatte Neuner erhebliche Probleme beim Schießen. Inklusive Nachladern erlaubte sie sich sechs Fehler, zeigte aber eine überragende Laufleistung und übergab als Zweite. Startläuferin Hildebrand war zuvor nur auf Rang elf gekommen. Gössner hielt den zweiten Rang, Schlussläuferin Bachmann vergab beim letzten Schießen einen möglichen Sieg.
Der Vizeweltmeisterin im Einzel fiel beim Stehendschießen eine Patrone herunter, was bereits viel Zeit kostete. Danach kam sie nicht in ihren Rhythmus zurück und musste in die Strafrunde.
Bereits beim Staffelrennen in Oberhof am 4. Januar hatte die deutsche Staffel den Sieg im Schießen vergeben und war Vierte geworden. Damals hatte Neuner gepatzt. In Hochfilzen war das Quartett des Deutschen Ski-Verbandes (DSV) Sechster geworden. Bei der Heim-WM geht das Team als Titelverteidiger an den Start.
Birnbachers Taktik zahlt sich aus
Im Massenstart-Rennen über 15 Kilometer der Männer feierte Andreas Birnbacher seinen dritten Sieg in diesem Winter. Im Zielsprint setzte sich der 30-Jährige gegen den Russen Anton Schipulin und Martin Fourcade aus Frankreich durch. In 38:45,7 Minuten hatte er mit einem Schießfehler 0,1 Sekunden Vorsprung auf Schipulin und 0,3 Sekunden auf Fourcade.
"Ich wusste, dass es zum Schlusspurt kommt, deswegen habe ich mir die Kraft bis zum Ende aufgehoben", sagte Birnbacher: "Ich habe gesehen, dass ich beim letzten Schießen meine Chance nutzen musste, das ist mir dann zum Glück auch gelungen."
Wegen zwei Fehlern im letzten Schießen verpasste Florian Graf eine Top-Ten-Platzierung und wurde am Ende 15. (+57,6), Arnd Peiffer belegte Rang 27 (+1:52,30 Minuten).
max/dpa/sid
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