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Biathlon in Oberhof: Deutsche Staffel wird Vierter

Biathlet Schempp: Vierter Platz mit der Staffel in Oberhof Zur Großansicht
DPA

Biathlet Schempp: Vierter Platz mit der Staffel in Oberhof

Podestplatz knapp verpasst: Die deutschen Biathleten mussten sich im Staffelrennen von Oberhof mit Platz vier begnügen. Bei starkem Nebel triumphierte das Team aus Russland.

Hamburg - Die deutschen Biathleten haben beim Weltcup in Oberhof den ersten Podestplatz des WM-Winters mit der Staffel verpasst. Bei widrigsten Bedingungen mit Dauerregen und starkem Nebel belegte das Quartett aus Erik Lesser, Daniel Böhm, Arnd Peiffer und Simon Schempp den vierten Platz.

Nach 4 x 7,5 km setzte sich Olympiasieger Russland mit 3,2 Sekunden Vorsprung knapp vor Norwegen um Ole Einar Björndalen und Frankreich mit Martin Fourcade durch. Die Mannschaft des Deutschen Skiverbandes hatte beim Heim-Weltcup nach jeweils einer Strafrunde von Lesser und Schempp 2:43,7 Minuten Rückstand.

Wegen des Wetters war der Start zunächst um 30 Minuten verschoben worden. Auch während des Rennens drohte mehrfach ein Abbruch, die eingeschränkte Sicht am Schießstand und die vom Regen aufgeweichte Strecke bereiteten nahezu allen Athleten große Probleme.

Am Freitag (14.30 Uhr, Liveticker SPIEGEL ONLINE) findet mit dem Sprint der Frauen das erste Einzelrennen in Oberhof statt. Nach dem Sprint der Männer am Samstag sind am Sonntag zum Abschluss die Massenstartrennen geplant.

chp/sid

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Biathlon-Disziplinen
Einzel
Der älteste Biathlon-Wettkampf ist mit 15 Kilometern bei den Frauen sowie 20 Kilometern bei den Männern der längste. Viermal wird geschossen, zweimal liegend, zweimal stehend - im Wechsel. Pro Fehlschuss gibt es eine Strafminute, der Zeitschnellste gewinnt.
Sprint
Mit 7,5 Kilometern bei den Frauen und 10 Kilometern bei den Männern der kürzeste Wettkampf. Erst wird liegend geschossen, dann stehend. Pro Fehler muss eine Strafrunde von 150 Metern absolviert werden. Der Zeitschnellste gewinnt.
Verfolgung
Auch Jagdrennen genannt. Der Sieger des Sprints geht als Erster in die Loipe. 10 (Frauen) beziehungsweise 12,5 (Männer) Kilometer sind zu absolvieren. In den Zeitabständen aus dem Sprintrennen jagt das restliche Feld den Führenden. Viermal wird geschossen, erst zweimal liegend, dann zweimal stehend. Pro Fehler gibt es eine Strafrunde. Wer als Erster das Ziel erreicht, gewinnt.
Massenstart
Die 30 Starter ergeben sich anhand der Weltcupwertung. Bei Weltmeisterschaften und Olympischen Winterspielen sind zudem alle Medaillengewinner der vorherigen Wettbewerbe automatisch qualifiziert. Vier Schießeinlagen (liegend, liegend, stehend, stehend) stehen auf dem Programm, die Laufstrecke beträgt 12,5 (Frauen) beziehungsweise 15 (Männer) Kilometer. Geht ein Schuss daneben, wartet die Strafrunde (150 Meter). Sieger ist, wer zuerst die Ziellinie überquert.
Staffel
Gestartet wird im Quartett - die Frauen müssen 4x6 Kilometer laufen, die Männer 4x7,5 Kilometer. Jeder Läufer hat bei seinen zwei Schießeinlagen (liegend und stehend) jeweils drei Nachlader (Zusatzschüsse). Reichen diese nicht aus, muss pro nicht getroffener Scheibe eine Strafrunde absolviert werden. Beim Wechsel muss es zwischen den Teamgefährten in der 30 Meter langen Wechselzone einen eindeutigen Körperkontakt geben, sonst droht die Disqualifikation. Die schnellste Staffel gewinnt.
Mixed-Staffel
Das Quartett besteht aus zwei Frauen und zwei Männern. Erst laufen die Frauen jeweils 6, dann die Herren jeweils 7,5 Kilometer. Jeder Starter muss zweimal schießen (liegend und stehend). Es gibt drei Nachlader pro Starter, sonst droht die Strafrunde. Sieger ist das Quartett, welches als erstes im Ziel ist. Das Mixed-Rennen ist 2014 erstmals olympisch.

Quellen: dpa und sid

Gewinner Biathlon-Gesamtweltcup seit 2000
Jahr Name (Land)
2015 Martin Fourcade (Frankreich)
2014 Martin Fourcade (Frankreich)
2013 Martin Fourcade (Frankreich)
2012 Martin Fourcade (Frankreich)
2011 Tarjei Bø (Norwegen)
2010 Emil Hegle Svendsen (Norwegen)
2009 Ole Einar Bjørndalen (Norwegen)
2008 Ole Einar Bjørndalen (Norwegen)
2007 Michael Greis (Deutschland)
2006 Ole Einar Bjørndalen (Norwegen)
2005 Ole Einar Bjørndalen (Norwegen)
2004 Raphaël Poirée (Frankreich)
2003 Ole Einar Bjørndalen (Norwegen)
2002 Raphaël Poirée (Frankreich)
2001 Raphaël Poirée (Frankreich)
2000 Raphaël Poirée (Frankreich)

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