Biathlon in Oslo Schempp verpasst Führung, Gössner abgeschlagen

Beim Biathlon-Weltcup in Oslo hat Simon Schempp das Gelbe Trikot verpasst. Auch für die deutschen Frauen gab es nichts zu feiern: Laura Dahlmeier landete auf Rang vier, für Miriam Gössner wird die WM-Qualifikation immer unwahrscheinlicher.

Biathlet Schempp: Am Gelben Trikot vorbei
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Biathlet Schempp: Am Gelben Trikot vorbei


Hamburg - Die Erfolgsserie von Simon Schempp ist gerissen. Zum Auftakt des Biathlon-Weltcups in Oslo kam der 26-Jährige im Einzel über 20 Kilometer nach drei Fehlern nicht über Rang 27 hinaus. Nach zuvor acht Podestplätzen in Folge verpasste es Schempp, als erster Deutscher seit Michael Greis im Dezember 2008 das Gelbe Trikot des Weltcup-Gesamtführenden zu übernehmen.

Das verteidigte der Franzose Martin Fourcade, der nach einem fehlerlosen Schießen seinen 35. Weltcupsieg feierte. Bester Deutscher war Erik Lesser auf Rang neun, Andreas Birnbacher wurde Elfter. Daniel Böhm landete auf Position 15, Arnd Peiffer auf Rang 25 und Benedikt Doll auf Platz 28.

"Das ist ein bisschen ärgerlich"

Zuvor hatte Laura Dahlmeier das Podest knapp verpasst. Im Einzelrennen über 15 Kilometer lief die 21-Jährige als beste deutsche Teilnehmerin auf den vierten Rang. Dahlmeier traf alle 20 Scheiben und kam damit ohne Strafminute aus. "Das ist ein bisschen ärgerlich. Wenn man null schießt, will man ganz vorne landen", sagte Dahlmeier in der ARD.

Die Deutsche hatte im Ziel 2:28,2 Minuten Rückstand auf die Gesamtweltcupführende Kaisa Mäkäräinen, die ebenfalls ohne Fehler blieb. Die auch in der Loipe überragende Finnin feierte ihren fünften Saisonsieg vor der Weißrussin Darja Domratschewa (+1:18,3/ein Schießfehler) und der fehlerfreien Tschechin Veronika Vitkova (+1:20,9).

Zweitbeste Deutsche war Franziska Hildebrand (zwei Fehler) auf dem achten Platz. Franziska Preuß (2) wurde 20. und lag damit noch klar vor Vanessa Hinz (4), die den 46. Rang belegte.

Vor dem endgültigen WM-Aus steht unterdessen Miriam Gössner. Die 24-Jährige wurde nach fünf Schießfehlern 45. und besitzt damit nur noch eine Chance, um die Norm für den Saisonhöhepunkt in Kontiolahti (5. bis 15. März) zu erfüllen. Im Sprint, der am Samstag nach einem Ruhetag stattfindet, muss Gössner mindestens Achte werden. Zum Abschluss des Weltcups stehen am Sonntag die Staffelrennen auf dem Programm.

chp/dpa/sid



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insgesamt 5 Beiträge
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schrausen 12.02.2015
1. Miriam, geh heim,
Lasst sie Langlaufen und nicht schießen, so viel Aufmerksamkeit bekamen andere Sportler, nicht, trotz wesentlich besserer Leistungen
rockfred 13.02.2015
2. Schrausen, sei ruhig
Da kämpft sich eine Sportlerin unter Qualen durch eine für sie schreckliche Saison und ein Wohnzimmer-Trainer nimmt sich solche Anmaßungen heraus. Was soll das?
af17555 13.02.2015
3. schmunzel
Schö ist des Autors Spruch, Schempp hätte den Sprung auf Platz 1 der Weltcupwertung verpasst. Sagen Sie einmal, werter Autor, wie soll sowas gelingen, wenn der Inhaber eben jenes 1. Platzes das Rennen klar gewinnt???
cmann 13.02.2015
4. Die Miri tut mir leid,
nach einem derartig schweren Unfall (Gefahr eines "Querschnitts") zu versuchen sofort wieder "Weltniveau" zu erreichen ist nicht möglich. Die Siege im EU Cup sind da nur Makulatur. Die Verantwortlichen wären gut beraten gewesen einen langsamen Aufbau bei Miriam Gössner zu "erzwingen", anstatt sie trotz Kenntnis der Umstände so zu verheizen! Schon vergessen? Sie ist erst 24 Jahre alt und hätte noch etliche Jahre auf Spitzen Niveau vor sich. Seltsamerweise schaffen es andere Verbände schwache Schützinnen zu guten zu formen. Ein gutes Beispiel war seinerzeit Thora Berger die plötzlich nach einem intensiven "Trainingsjahr" schießen gelernt hatte. Weshalb sollter das bei Miriam Gössner nicht möglich sein? Wenn der Druck zur WM zu "müssen" weg ist, sollte mann ihr einfach einen versierten Schießtrainer zuordnen und einen Neuaufbau für die nächste Saison starten. Die Investition würde sich sicherlich lohnen! Miriam eignet sich durchaus als weiteres Aushängeschild für den Biathlon Sport.
axelmueller1976 13.02.2015
5. Mäkäräinen ein Laufwunder
Seither hat Domratchewa immer die besten Laufleistungen erreicht .Aber scheinbar wirken die Siebert Mineral-Wasser Cocktails nicht mehr. Aber wenn Mäkäräinen einer Dahlmeier mehr als 2 Minuten beim Laufen einschenkt ,dann ist das finnische Wasser einfach super.
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