Biathlon in Ruhpolding Fourcade triumphiert, Schempp fehlt erneut

Er ist nicht aufzuhalten: Martin Fourcade hat einen weiteren Sieg beim Weltcup in Ruhpolding gefeiert. Die deutsche Mannschaft läuft ohne Simon Schempp nur hinterher.

Spitzenreiter Fourcade: "Simon hat keine Chance mehr"
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Spitzenreiter Fourcade: "Simon hat keine Chance mehr"


Ohne ihren Spitzenläufer Simon Schempp sind die deutschen Biathleten beim Heim-Weltcup in Ruhpolding erneut leer ausgegangen. Im Einzel über 20 Kilometer sicherte sich der Gesamtweltcup-Führende Martin Fourcade aus Frankreich vor Simon Eder den Sieg. Anton Schipulin aus Russland wurde Dritter.

Benedikt Doll war bei leichtem Schneefall bester DSV-Skijäger mit zwei Schießfehlern. Er wurde Achter. Für Fourcade war es der fünfte Saisonsieg, zuletzt hatte der Franzose beim Massenstart am vergangenen Sonntag in Ruhpolding triumphiert.

Schempp hatte die Teilnahme erst wenige Stunden vor dem Start abgesagt, nachdem er am Dienstag bereits auf das Training verzichten musste. Er wolle sich nach seiner Erkältung "zu 100 Prozent auskurieren", teilte der Deutsche Skiverband mit. Der achtmalige Weltcupsieger hatte bereits in der Vorwoche pausieren müssen.

Erik Lesser verpasste die Qualifikationsnorm für die Weltmeisterschaft in Olso (3. bis 13. März) erneut. Der Silbermedaillengewinner von den Olympischen Winterspielen 2014 in Sotschi zeigte sich in der Loipe zwar verbessert, kam jedoch nach vier Schießfehlern nicht unter die besten 15.

Ob Schempp am Freitag in der Staffel oder am Samstag im Massenstart zum Einsatz kommt, ist offen. Es wären seine ersten Wettkämpfe im neuen Jahr. Durch seine Krankheit hat Schempp schon früh alle Chancen auf den zunächst durchaus möglichen ersten Sieg im Gesamtweltcup eingebüßt. Der Weltcup-Führende Fourcade sagte bereits vor seinem fünfter Saisonsieg: "Ich glaube nicht, dass Simon noch eine Chance hat."

jan/sid



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knapi 13.01.2016
1. benedikt doll
war mit seiner leistung unter den top ten, wenn fourcade krank gewesen wäre hätten die franzosen keinen unter den top ten gehabt.ihre art der bewertung von leistungen der deutschen skijäger ist miserabel
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