Biathlon-Weltcup Bø sprintet zum Sieg - für Lesser war das Rennen ein "Griff ins Klo"

Johannes Thingnes Bø hat in Slowenien seinen 22. Weltcup gewonnen. Die DSV-Biathleten verpassten das Podium. Erik Lesser vergaß vor dem zweiten Schießen, die Munition zu laden und fand deutliche Worte dazu.

Johannes Thingnes Bø
AP

Johannes Thingnes Bø


Biathlet Johannes Thingnes Bø hat den Biathlon-Sprint-Wettbewerb im slowenischen Pokljuka und damit seinen 22. Weltcup gewonnen. Im Rennen über zehn Kilometer setzte sich der 25 Jahre alte Norweger trotz einer Strafrunde in 23:46,30 Minuten vor dem Franzosen Antonin Guigonnat (+16.1 Sekunden) und dem Russen Alexander Loginow (+16.4 Sekunden) durch.

Der amtierende Sprintweltmeister Benedikt Doll landete im ersten Sprintrennen der Saison nach einer Strafrunde als Bester der sechs deutschen Starter mit 32,5 Sekunden Rückstand auf dem fünften Platz. Nach zwei Schießfehlern reichte es für Sprint-Olympiasieger Arnd Peiffer nach Platz 52 im Einzel diesmal für Rang 30.

"Es hat irgendwie nicht geklappt, das Liegendschießen war ein bisschen frustrierend, das hat mir mein Ergebnis verhagelt", sagte Peiffer der ARD. Doll sagte: "Wenn man auf die Laufzeiten schaut, war es wohl okay. Es ging allerdings vom Gefühl her noch ein bisschen schwer, und ich denke, dass mehr möglich gewesen wäre."

Johannes Kühn, der beim gestrigen Einzel über 20 Kilometer erst kurz vor Schluss den Sieg - und damit seinen ersten Weltcuperfolg - an den siebenmaligen Gesamtweltcupsieger Martin Fourcade verlor, kam über einen 48. Rang nicht hinaus.

"Griff ins Klo"

Erik Lesser wurde 44. mit zwei Strafrunden. "Ich plage mich mit Rückenschmerzen rum. Da ist das Skilaufen nicht so einfach", sagte der 31-Jährige. Viel mehr ärgerte ihn aber, dass er vergessen hatte, für das zweite Schießen die Munition zu laden: "Heute habe ich so richtig ins Klo gegriffen, ich hatte vergessen aufzumunitionieren. Wenn schon kacke, dann mit Schwung. Auf Facebook werde ich dafür sicherlich mächtig gedisst."

Erik Lesser
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Erik Lesser

Die Verfolgungsrennen finden am Sonntag (ab 11.45 Uhr) statt. Da auch Simon Schempp (40. Platz) und Philipp Horn (46.) unter den besten 60 Startern landeten, sind bei den Männern alle DSV-Athleten für die Verfolgung qualifiziert.

ngo/dpa/sid



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