Biathlon-Weltcup-Finale in Russland Dahlmeier verzichtet auf Boykott

Die deutschen Biathleten werden trotz des Dopingskandals in Russland zum Finale im sibirischen Tjumen reisen. Andere Nationen boykottieren den Wettbewerb.

Laura Dahlmeier
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Laura Dahlmeier


Wie gehen Sportler mit dem russischen Dopingskandal um? In dieser Frage herrscht im Lager der internationalen Top-Biathleten keine Einigkeit. Während die deutschen Starter um Laura Dahlmeier und Arnd Peiffer zum Weltcup-Finale im russischen Tjumen (22. bis 25. März) reisen werden, boykottieren andere Nationen wie die USA, Kanada, Tschechien und die Ukraine die Veranstaltung in Sibirien.

Die deutschen Athleten hatten sich dagegen bereits vor Wochen in einem gemeinsamen offenen Brief an den Weltverband IBU gegen die Austragung der finalen Wettkämpfe in Tjumen ausgesprochen. Das Schreiben wurde schon vor den Olympischen Winterspielen in Pyeongchang verschickt, hatte aber keinen Einfluss auf die IBU-Entscheidung. Der Biathlon-Verband hatte am Rande der für Deutschland erfolgreichen Spiele in Südkorea erklärt, dass trotz des Dopingskandals in Russland gestartet wird.

"Wir haben uns als Team positioniert und unseren Standpunkt klargemacht. Wir finden, dass es zu früh dafür ist", sagte Peiffer am Rande des Weltcups am Holmenkollen. Dahlmeier ergänzte: "Wir befürworten es nicht unbedingt, jetzt nach Russland zu reisen."

Zu einem Boykott konnte sich die deutsche Mannschaft jedoch nicht durchringen. "Es ist natürlich ein Thema und man spricht untereinander auch darüber, sowohl im deutschen Team als auch international", sagte Dahlmeier, die im Gesamtweltcup auf dem vierten Platz 100 Punkte hinter der Führenden Kaisa Mäkäräinen (Finnland) liegt. Ernsthaft habe sie nicht darüber nachgedacht, nicht hinzufahren.

Peiffer habe zwischenzeitlich über einen Verzicht nachgedacht, entschied sich aber aus sportlichen Gründen dagegen. "Sich so im Training zu schinden, macht man nur, wenn man ein Ziel hat. Das ist kein Hobbysport, deswegen möchte ich auch Rennen laufen", sagte der 30-Jährige.

krä/dpa



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Seite 1
hallo???? 15.03.2018
1. sonntagsreden
wie immer nur gequatsche. wenn am ende die möglichkeit steht, den weltcup abzuräumen, weil dopingkritische nationen nicht teilnehmen, dann ist die verlockung dann doch zu gross.
franz.v.trotta 15.03.2018
2.
Sport ist völkerverbindend. Ich finde es gut, dass die deutschen Athleten nicht zu einer Vertiefung der Kluft zwischen Russland und dem Westen beitragen wollen.
wolke:sieben 15.03.2018
3. Laura hat Recht
...warum sollte sie auf diesen Weltcup verzichten, nur wegen diesen hauptsächlich politisch ausgetragenen Geschichten.
hallo???? 15.03.2018
4. vielleicht aus anstand?
Zitat von wolke:sieben...warum sollte sie auf diesen Weltcup verzichten, nur wegen diesen hauptsächlich politisch ausgetragenen Geschichten.
zum ersten kommt die hetze, sie nennen es politisch ausgetragene geschichten, zu allererst aus deutschland, zb in person des staatsfunkers hajo seppelt, der dopingtäter lieber in fernen ländern sucht als im eigenen. vielleicht hat man auch einfach angst, dass die russen als retourkutsche auch mal die deutschen leistungsoptimierer, fka mannschaftsärzte, genauer unter die lupe nehmen. denn ausserhalb deutschlands sind nur wenige so doof, die deutsche dominanz in ausdauersportarten auf training und weissbier zurückzuführen, schon gar bei einer nation, die bei 2 vorhergehenden olympiaden mit evi sachenbacher nicht nur 2mal beim dopen erwischt wurde, sondern danach auch beide mal straffrei davonkam.
hallo???? 15.03.2018
5. vielleicht aus anstand?
zum ersten kommt die hetze, sie nennen es politisch ausgetragene geschichten, zu allererst aus deutschland, zb in person des staatsfunkers hajo seppelt, der dopingtäter lieber in fernen ländern sucht als im eigenen. vielleicht hat man auch einfach angst, dass die russen als retourkutsche auch mal die deutschen leistungsoptimierer, fka mannschaftsärzte, genauer unter die lupe nehmen. denn ausserhalb deutschlands sind nur wenige so doof, die deutsche dominanz in ausdauersportarten auf training und weissbier zurückzuführen, schon gar bei einer nation, die bei 2 vorhergehenden olympiaden mit evi sachenbacher nicht nur 2mal beim dopen erwischt wurde, sondern danach auch beide mal straffrei davonkam.
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