Biathlon-Legende Bjørndalen beendet seine Karriere

Acht Olympiasiege, 20 WM-Titel, 135 Weltcup-Erfolge: Ole Einar Bjørndalen war über zwei Jahrzehnte der Biathlon-Star schlechthin. Nun hört der Norweger im Alter von 44 Jahren auf.

Biathlet Ole Einar Björndalen
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Biathlet Ole Einar Björndalen


Selten hat ein Athlet eine Sportart so geprägt wie Ole Einar Bjørndalen Biathlon. Nun hat die norwegische Legende ihre Karriere beendet - nach acht Olympiasiegen, 20 WM-Titeln und 94 Weltcup-Erfolgen. Bjørndalen ist 44 Jahre alt, er verpasste aus sportlichen Gründen die Olympischen Winterspiele in Pyeongchang und seitdem wurde über ein Karriereende spekuliert. Nun gab er diesen Schritt selbst bekannt.

"Meine Motivation ist ungebrochen. Ich habe eine unglaubliche Freude am Sport", sagte Bjørndalen mit Tränen in den Augen, berichtete aber auch von gesundheitlichen Problemen. "Ich hätte gerne noch einige Jahre weitergemacht, doch dies ist die letzte Saison."

Seit seinem Debüt am 18. März 1993 bestritt Bjørndalen 580 Weltcup-Rennen, er gewann 135 Titel, sein letzter Erfolg datiert vom 2. Dezember 2015. Bei Großereignissen war er jedoch auch nach seinem letzten Weltcup-Sieg erfolgreich, so gewann er bei der WM 2016 insgesamt vier Medaillen, darunter Gold in der Staffel und auch 2017 in Hochfilzen sprang in der Verfolgung noch eine Bronzemedaille heraus.

Darauf hatte Bjørndalen auch im Vorfeld der Spiele in Südkorea gehofft, doch im starken norwegischen Team konnte er sich nicht mehr durchsetzen. In Pyeongchang war er trotzdem, zur Unterstützung seiner Ehefrau Darja Domracheva.

Ob und in welcher Form er dem Sport, den er mehr als zwei Jahrzehnte prägte, erhalten bleibt, ist offen. Gemutmaßt wurde zuletzt über eine Karriere als Funktionär, vom Weltverbands-Präsident Anders Besseberg war Bjørndalen bereits als Nachfolger ins Spiel gebracht worden. Zunächst wird sich Bjørndalen jedoch seiner Familie widmen, mit der weißrussischen Biathletin Domracheva hat er die Tochter Xenia.

krä/sid/dpa



insgesamt 5 Beiträge
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touri 03.04.2018
1.
Da geht ein ganz großer und vermutlich der letzte Biatlon Sportler den ich noch kenne, da ich seit sicherlich 15 Jahren den Sport kaum noch verfolge. Der Ruhestand ist auf jeden Fall hochverdient.
hansfrans79 03.04.2018
2.
Auf jeden Fall kommt da noch was, und wenn es nur Ihre Verbitterung und Häme ist... Deutschland jeden Tag..
af17555 03.04.2018
3.
Schade eigentlich, auch wenn er eine Saison zu spät aufhört. Meiner Meinung nach hätte er sich die Saison 17/18 nicht mehr antun dürfen, denn die war letztlich schlicht demütigend. Schade, dass man in Norwegen diese Saison sowenig Wertschätzung zeigte.
ausdersichtvon 03.04.2018
4. was hat das mit häme zu tun
Zitat von hansfrans79Auf jeden Fall kommt da noch was, und wenn es nur Ihre Verbitterung und Häme ist... Deutschland jeden Tag..
es ist noch nicht lange her da hat der gute herr 20 jahre jüngere in grund und boden gelaufen das gibt ihnen nicht zu denken bei armstrong wusste ich das schon während er noch rad fuhr wie der den ANDEREN FAHRENRN im steilsten berg noch davon fuhr war doch zu eindeutig so ähnlich wie im Tennis das 70 kg schwere und nur 175cm großes kraftpaket williams oder robben von den Bayern der nach 80 Minuten noch sprintet als wäre er gerade eingewechselt worden
Semmelbroesel 03.04.2018
5. Ich ziehe....
...meinen (imaginären) Hut vor der sportlichen Leistung von Ole-Einar, der über Jahre diesen Sport mit dominiert hat. Ein Vergleich mit Armstrong ist Schwachsinn. Aus Sicht von ausdersichtvon müsste Maertin Fourcade geradezu vollgestopft sein mit leistungssteigernden Mittelchen. Vielleicht einfach mal anerkennen, dass andere auch Leistungen bringen können, ohne gedopt zu sein. Zumal ein RAdsportereignis wie die Tour de France nicht unbedingt mit einem Biathlonrennen über 15 km zu vergleichen ist in Bezug auf die Dauerbelastung..
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